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1 (1900)
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1088
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Ferrum.

salz zu Eisenoxydsalz oxydirt, gleichzeitig das Kaliumpermanganat so lange entfärbt, alsnoch Eisenoxydulsalz in der Lösung vorhanden ist. Sobald alles Eisenoxydulsalz oxydirt,ist, bleibt die rothe Färbung des Kaliumpermanganats bestehen, und diese Rothfärbungzeigt das Ende des "Versuches an. Voraussetzung ist demnach, dass bei dieser Be-stimmung das Eisen im Zustande der Oxydul Verbindung zugegen ist. Ist dies nicht derFall, liegt z. B. metallisches Eisen vor, so ist dieses durch Auflösen in verdünnter Schwefel-säure (unter Ausschluss von Luft) in das Oxydulsalz überzuführen. Um während desAnflösungsvorganges die Luft abzuhalten, verschliesst man das Kölbchen, in welchem dieAuflösung vorgenommen wird, mit einem Kautschukpfropfen, in dessen Bohrung ein Glas-rohr eingesetzt ist, über welches man ein Blatt Kautschukpapier spannt. Diese Einrichtunggestattet wohl den im Kolben unter Druck stehenden Gasen auszutreten, nicht aber demLuftsauerstoff, in den Kolben einzutreten (Fig. 242).

Enthält die so bereitete Eisenoxydulsalzlösung eine genügende Menge freierSchwefelsäure, so ist sie vor der Oxydation hinreichend lange geschützt, so dass man dieTitration ohne Fehler zu begehen ausführen kann. Liegt eine Oxydsalzlösung vor, so»

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Fig. 212.

dampft man diese (falls sie nicht etwa an und für sich schon Ferrisulfat ist) mit einemUeberschuss verdünnter Schwefelsäure ein, um flüchtige Säuren zu verjagen. Man löstalsdann den Rückstand in Wasser, fügt, wenn nöthig, noch etwas Schwefelsäure hinzu,trägt einige Stücke (Stangen) eisenfreies Zink ein und erwärmt im Wasserbade unter ge-legentlichem Umschwenken so lange, bis eine mittels Platindraht auf eine Porcellanplattegesetzte Probe durch Rhodanammonium nicht mehr geröthet wird. Dann giesst man vomZink ab, spült 1 bis 2 mal mit ausgekochtem destillirten Wasser nach und titrirt ohneVerzug.

Die Ausführung der Titrirung erfolgt in der Weise, dass man über einer weissenUnterlage (Filtrirpapior) zu der in einem Kolben befindlichen, genügend freie Schwefel-säure enthaltenden Lösung unter ü"mschwenken so lange Kaliumpermanganat zufliessenlässt, bis die Flüssigkeit eben anfängt, eine beständige, schwach rothe Färbunganzunehmen.

Da die Reaktion nach der Gleichung

5[Fe 2 (S0 4 ) 2 ] -f 8HSO ; -f 2KMn0 4 = K 2 S0 4 -f- 2MnS0 4 + 5 [Fe. 2 (S0 4 )J + 8H 3 0verläuft, so ergiebt sich daraus, dass

2Mn0 4 K anzeigen = 5Fe 3316 560

Es ist erwünscht, dass diese Bestimmungsweise lediglich in schwefelsaurer Lö-sung ausgeführt wird.

' ß. Jodometrisch. Diese Bestimmungsweise beruht darauf, dass durch Einwirkungvon Eisenoxydsalzen auf Kaliumjodid bei Gegenwart freier Säure nach folgender GleichuDgfreies Jod abgespalten wird:

FeCl 3 -f KJ = FeCl 2 -f KCl -\- 3.