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1 (1900)
Entstehung
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1087
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Ferrum.

lOSI

7) Baryumkarbonat zerlegt in der Kälte die Eisenoxydulsalze mit Ausnahme desFerrisulfats nicht.

B. Die Eisenoxydsalze. Die wasserfreien neutralen Oxydsalze sind weiss, diewasserhaltigen gelb liis braun. 1) Schwefelwasserstoff bewirkt in den mit Mineral-säuren angesäuerten Eisenoxydsalzlösungen milchige Trübung in Folge Ausscheidung vonSchwefel. Gleichzeitig werden die Eisenoxydsalze zu Eisenoxydulsalzen reducirt. Davonabgesehen, ist das Verhalten der Oxydsalze gegen Schwefelwasserstoff das nämliche wiedasjenige der Oxydulsalze. 2) Schwefelammonium fällt aus neutralen wie aus alka-lischen Lösungen grünschwarzes Ferrosulfid FeS, mit freiem Schwefel gemengt. ImUebrigen treten die nämlichen Verhältnisse ein wie bei den Eisenoxydulsalzen.

3) Kalilauge, Natronlauge und Ammoniak bewirken die Fällung von rothbraunemFerrihydroxyd Fe a (0H) 6 . Nicht flüchtige organische Säuren (Weinsäure, Citronensäure),ebenso Zucker, verhindern, falls sie in hinreichender Menge vorhanden sind, die Fällung.

4) Ferrocyankalium bewirkt die Ausscheidung eines blauen Niederschlages von Berliner-blau (FeCy 6 ) 3 .Fe 4 . Dasselbe ist in Säuren unlöslich, wird aber durch ätzende Alkalienunter Abscheidung von Ferrihydroxyd zersetzt. 5) Ferrieyankalium färbt Eisenoxyd-salze dunkler braun, giebt aber keine blaue Färbung. 6) B,hodankalium erzeugt insauren Eisenoxydsalzlösungen blutrothe Färbung infolge Bildung von Ferrirhodanid. DieFärbung verschwindet nicht durch wenig Weingeist, wohl aber durch Zugabe von Mercuri-chlorid. In essigsauren Lösungen des Eisens tritt die blutrothe Färbung des Ferri-rhodanids erst auf, nachdem man die Lösung mit Salzsäure angesäuert hat. AehnlicheVerhältnisse ergeben sich für Lösungen der Oxalsäure, Weinsäure, Citronensäure, Phosphor-säure, Arsensäure. Das Ferrirhodanid geht, durch Ausschüttelung der wässerigen Lösungmit Aether in diesen über. 7) Baryumkarbonat fällt aus Eisenoxydsalzlösungen schonin der Kälte alles Eisen als basisches Salz.

Man bestimmt das Eisen entweder gewichts- oder massanalytisch, und zwarwählt man dasjenige der beiden Verfahren, welches sich für den bestimmten Fall ambesten eignet.

A. GewichtsaualytiscU. Liegt das Eisen nicht schon im Zustande des Oxydsalzesvor, so muss es durch Oxydation mit Chlor, Brom, Salpetersäure oder Königswasser in dasOxydsalz verwandelt werden. Etwa vorhandene Kieselsäure ist vorher abzuscheiden. DieEisenoxydsalzlösung versetzt man in einer Porcellanschaale mit einer für die vorhandeneMagnesia hinreichende Menge von Ammoniumchlorid, fügt alsdann Ammoniakflüssigkeitim Ueberschuss hinzu und erhitzt bis nahezu zum Sieden. Man lässt kurze Zeit absetzen,dekanthirt durch ein Filter, wäscht den Niederschlag vollständig (!) aus, trocknet ihn,verbrennt das Filter und glüht den Niederschlag im Platintiegel bis zum konstantenGewicht. (Enthält der Niederschlag noch Ammoniumchlorid, so kann ein Verlust durchVerflüchtigung von Ferricblorid erfolgen.) Was man gewogen hat, ist Eisenoxyd Fe 2 0 3 .Das gefundene Fe. 2 0 3 X 0,7000 ist = metallisches Eisen.

Ist neben Eisenoxydsalz auch noch Aluminiumsalz zugegen, so wird mit dem Ferri-hydroxyd zugleich Aluminiumhydroxyd gefällt. Um beide zu trennen, löse man den gutausgewaschenen Niederschlag in warmer verdünnter Salzsäure. Man erhitzt alsdann ineiner Platinschale einen erhebliehen Ueberschuss reiner Natronlauge (aus Natronhydrat eNatrio) bis zum gelinden Sieden und giesst die salzsaure Lösung unter Umrühren imdünnen Strahle in die Lauge ein. Man erhitzt noch kurze Zeit, lässt in der Wärme ab-setzen, dekanthirt durch ein Filter, sammelt auf diesem den Niederschlag, wäscht ihnmehrmals aus, löst ihn wieder in beisser verdünnter Salzsäure, fällt mit Ammoniak undführt die Bestimmung zu Ende, wie oben angegeben ist.

B. Massanalytisch. Die massanalytische Bestimmung des Eisens geschieht ent-weder oxydimetrisch durch Kaliumpermanganat oder jodornetrisch.

a) Durch Kaliumpermanganat oxydimetrisch. Diese Methode beruht auffolgenden Thatsachen: Versetzt man eine, genügende Mengen freier Schwefelsäure enthaltendeLösung von schwefelsaurem Eisenoxydul mit Kaliumpermanganat, so wird das Eisenoxydul-