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Ferrum.
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den Handel und zwar in linsenförmige Gelatinekapseln von der Grösse einer 0,125 Gramm-pille eingefüllt. Eisen, welches aus ammoniaksalzhaltigen Lösungen elektrolytisch ab-geschieden wurde, ist nicht völlig rein, sondern enthält kleine Mengen Stickstoff, in nochunbekannter "Weise gebunden.
Chemie und Analyse. In reinem Zustande ist das Eisen von silberweisserFarbe, sehr zähe und weicher als Stabeisen, sehr schwer schmelzbar. Das spec. Gewichtist = 7,6—7,8. Das, was uns im gewöhnlichen Leben als Gusseisen, Stahl und Stabeisenunter die Hände kommt, ist nicht reines Eisen, sondern Eisen, welches mehr oder wenigerKohlenstoff chemisch gebunden oder mechanisch beigemengt enthält.
An der Luft geglüht, verbrennt das Eisen zu Eisenoxyd. In feuchter, namentlichkohlensäurereicher Luft rostet es sehr leicht.
Man erkennt das metallische Eisen in Gemischen am einfachsten daran, dass esvom Magneten angezogen wird. Es ist hierdurch sogar möglich, das Eisen ziemlichquantitativ aus Gemischen mit anderen Substanzen auszuziehen. Verwechselt könnte dabeidas Eisen nur werden mit Kobalt und Nickel, die aber weit weniger magnetisch sind,ferner mit Magneteisenstein (Eisenoxyduloxyd); vom letzteren unterscheidet sich das metalli-sche Eisen dadurch, dass es beim Zusammenbringen mit verdünnter Salzsäure oder ver-dünnter Schwefelsäure freien Wasserstoff entwickelt, was das Eisenoxyduloxyd bekanntlichnicht thut.
Das Eisen bildet zwei Salzreihen, welche sich von dem Eisenoxydul Fe 2 0. 2 (oderFeO) und dem Eisenoxyd Fc,0 3 ableiten. — Löst man Eisen in Salzsäure oder verdünnterSchwefelsäure, so entstehen die Oxydtilsalze des Eisens. Durch Oxydationsmittel (Chlor,Brom, Salpetersäure) kann man die Eisenoxydulsalze in Eisenoxydsalze überführen. —In stark verdünnter Salpetersäure löst sich das Eisen ohne Wasserstoffentwicklung (derWasserstoff wird zur Reduktion der Salpetersäure verbraucht) zu salpetersaurem Eisen-oxydul. Wirkt konc. Salpetersäure auf Eisen ein, so erfolgt unter Auftreten von Stick-oxyden Bildung von salpetersaurem Eisenoxyd.
Analytisch zeigen die Eisenoxydulsalze und Eisenoxydsalze folgendes Verhalten:
A. Die Eisenoxydulsalze. Dieselben sind im wasserhaltigen Zustande grünlichoder bläulich, im wasserfreien Zustande weiss. 1) Schwefelwasserstoff erzeugt in denmit Mineralsäuren angesäuerten Lösungen keine Fällung. Neutrale oder essigsaureLösungen werden nur unvollständig gefällt. 2) Schwefelammonium fällt aus neutralenoder alkalischen Lösungen alles Eisen als grünschwarzes Fcrrosulfid FeS, leicht löslich inMineralsäuren. Sehr verdünnte Lösungen werden zunächst nur grün gefärbt; erst nachlängerem Stehen bei Luftabschluss scheidet sich das Ferrosulfid als grünschwarzer Nieder-schlag ab. Ammoniumchlorid begünstigt die Abscheidung des Ferrosulfids, durch ge-nügende Mengen von Weinsäure oder Citronensäure und anderer organischer Substanzenkann die Fällung verbindert werden; in diesem Falle tritt alsdann nur grünschwarzeFärbung auf. 3) Kalilauge, Natronlauge und Ammoniak bewirken die Ausscheidungvon Ferrohydroxyd, welches im ersten Augenblicke weiss ist, aber bald bläulich und grünlichwird und sich durch Aufnahme von Sauerstoff schnell in rostfarbiges Ferrihydroxyd ver-wandelt. Ammoniaksalze verhindern die Fällung durch Kali- oder Natronlauge theilweise.diejenige durch Ammoniak vollständig, aber nur so lange, als der Sauerstoff der Luft ab-gehalten wird. Tritt derselbe hinzu, so erfolgt Bildung von Ferrihydroxyd, welches nichtmehr in Lösung gehalten, sondern abgeschieden wird. Nicht flüchtige organische Säuren,sowie Zucker verhindern oder verzögern die Fällung des Ferrohydroxydes durch Alkalien.i) Ferrocyankalium erzeugt in Eisenoxydulsalzlösungen einen weissen Niederschlugvon Ferrocyan-Eisenoxydul-Kalium (FeCy 6 ) 2 K 2 Fe 3 , welcher durch Aufnahme von Luftsauer-stoff rasch blau wird und durch Salpetersäure oder Chlor alsbald in Berliner Blau über-geht. 5) Ferricyankalium erzeugt einen blauen Niederschlag, welcher in Säuren un-löslich ist, durch Alkalien (KOH, NaOH) aber zerlegt wird unter Abscheidung von Eisen-hydroxydul. — In stark verdünnter Lösung kommt es nur zu einer blauen Färbung.6) Rhodankalium erzeugt in oxydfreien Lösungen von Eisenoxydulsalzcn keine Färbung.