Ferrum.
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Darstellung. Diese zerfällt 1) in die Darstellung eines reinen Ferrihydroxydeslaus Ferrichlorid), Trocknen und Pulvern desselben; 2) in das Ueberleiten eines ergiebigenund anhaltenden Stromes von reinem Wasserstoffgase über das getrocknete Ferrihydroxyd,welches in dünner Schicht ausgebreitet ist und allmählich auf Bothgluth erhitzt wird. DasErhitzen ist so lange fortzusetzen, als noch Wasserdampf entweicht. 3) In dem Erkalten-lassen des reduzirten Eisens im Wasserstoffstrome. — Das erforderliche Wasserstoffgaswird aus Zink und verdünnter Schwefelsäure entwickelt und zu seiner Reinigung zunächstdurch Lösungen von Bleiacetat und Cuprisulfat, schliesslich, um es zu trocknen, durchkonc. Schwefelsäure geleitet.
Das reducirte Bisen wird von den deutschen chemischen Fabriken in durchaus vor-schriftsmässiger Beschaffenheit geliefert.
Eif/enscluiften. Das sog. durch Wasserstoff reducirte Eisen ist nicht reinesmetallisches Eisen, sondern ein Gemenge von metallischem Eisen und Eisenoxyduloxyd.Es bildet ein geruch- und geschmackloses und je nach dem Gehalte an Eisenoxyduloxydglanzloses gra.ues oder dunkelgraues, feines Pulver, welches vom Magneten angezogenwird und speciflsch etwas leichter als das gepulverte Eisen ist. Ein grausclrwarzes oderschwarzes reducirtes Eisen ist verdächtig, denn es enthält entweder nur wenig metallischesEisen und viel Eisenoxyduloxyd, oder es ist stark kohlenstoffhaltig. An der Luft erhitzt,verglimmt es zu rothem Ferrioxyd. In verdünnter Salzsäure löst es sich unter Entwick-lung eines geruchlosen Wasserstoffgases zu einer grünlichen Flüssigkeit.
Prüfung. Dieselbe erfolgt im allgemeinen unter den gleichen Gesichtspunktenwie bei Ferrum pulveratum, nur sind die Anforderungen noch etwas strenger.
1) 1 g reducirtes Eisen muss sich in einer Mischung von 15 com Wasser und 10 ccmSalzsäure (25 Proc) bis auf höchstens 0,01 g (Kieselsäure) leicht auflösen. — Das dabeientweichende Wasserstoffgas sei fast geruchlos und verändere Bleiacetatpapier innerhalb.5 Sekunden überhaupt nicht (Abwesenheit von Schwefelverbindungen).
2) 10 ccm Wasser, mit 2 g reducirtem Eisen geschüttelt, dürfen rothes Lackmus-|>apier nicht bläuen: das Filtrat darf beim Verdunsten keinen Bückstand hinterlassen.^Natriumkarbonat, von der Darstellung herrührend.)
3) Prüfung auf Arsen erfolgt genau wie unter Ferrum pulveratum an-gegeben.
4) Die Bestimmung des Eisengehaltes nimmt bei diesem Präparate insoferneine Sonderstellung ein, als hier nicht der Gesammtgehalt an Eisen, sondern nur der Gehaltan metallischem Eisen bestimmt werden soll.
Germ.: 1 g reducirtes Eisen werde mit 50 ccm Wasser und 5 g gepulvertem Queck-silberchlorid im Wasserbade unter häufigem Umschwenken so lange erwärmt, bis dasselbegelöst ist, die Flüssigkeit nach dem Erkalten mit Wasser bis zu 100 ccm aufgefüllt undfiltrirt. 10 ccm des Filtrats werden zunächst mit 10 ccm verdünnter Schwefelsäure, undhierauf mit Kaliumpermanganatlösung (5 = 1000) bis zur bleibenden Röthung versetzt;nach eingetretener Entfärbung, welche nötigenfalls durch Zusatz von einigen TropfenWeingeist veranlasst werden kann, werde 1 g Kaliumjodid zugegeben, und die Mischungbei gewöhnlicher Wärme im geschlossenen Gefässe eine Stunde lang stehen gelassen; esmüssen alsdann zur Bindung des ausgeschiedenen Jods mindestens 16 ccm der Zehntel-Normal-Natriumthiosulfatlösung verbraucht werden. Hiernach wird verlangt ein Gebaltvon 89,6 Proc. metallischem Eisen.
Helv. 1,0 g reducirtes Eisen mit 4,0 g Jod, 3,0 g Kaliumjodid und 50,0 g Wasserzwei Stunden lang in einer gut verschlossenen Flasche digerirt, soll ein Filtrat von grünerFarbe geben, welches durch Stärkelösung nicht gebläut wird, was einem Minimalgehaltevon 88 Proc. Eisen entspricht.
Austr. Werden 0,2 g metallisches Eisen in einem mit Kohlensäure gefüllten Kölb-chen unter Erwärmen in verdünnter Schwefelsäure gelöst, so sollen mindestens 0,111548 gKaliumpermanganat zur dauernden Röthung erforderlich sein = 98,8 Proc. metall. Fe.
Aufbeivahrung. "Vor Feuchtigkeit geschützt in gleicher Weise wie das Eisen-pulver, zweckmässig in enghalsigen Flaschen unter Korkverschluss.
Ferrum electricitate rednetum Coi.las. Fer reduit par l'electricite de Collas.Fer-COLLAS, hat vor dem durch Wasserstoff reducirten Eisen nichts voraus und kann daherdurch letzteres jederzeit ersetzt werden. Collas bringt sein Präparat als Specialität in