Eucalyptus.
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Oleum Eucalypti oleosae F. v. Müll. Ausbeute 1,25 Proc, spec. Gew. 0,906 bis0,926; optisch rechsdrehend. Bestandteile: Eucalyptol und Cuminaldehyd.
Oleum Eucalypti dumosa. Ausbeute 1 Proc, spec. Gew. 0,884 — 0,915; rechts-drehend, eucalyptolhaltig.
Oleum Eucalypti rostratae Sciilechtd. Ausbeute 0,1 Proc, spec. Gew. 0,912 bis0,925; in der Kegel rechtsdrehend. Bestandteile: Eucalyptol, Yaleraldehyd.
Oleum Eucalypti Amygdalinae. Sehr arm an Cineol (Eucalyptol) ist das zumPariümiren von hilligen Seifen vielfach verwendete Oel von Eucalyptus amygdalinaLabill. Es riecht pfefferartig, hat das spec. Gewicht 0,850—0,886 und dreht den polarisirtenLichtstrahl im 100 mm-B,ohre 25 bis 70° nach links. Es ist unlöslich in Spiritus dilutusund erfordert zur Lösung meist mehr als 6 Th. Spiritus. Versetzt man das mit demdoppelten Vol. Petroläther verdünnte Oel mit einer koncentrirton, wässrigen Auflösungvon Natriumnitrit, so entsteht nach Hinzufügen von Essigsäure in kleinen Portionen einebreiartige Masse verfllzter nadeiförmiger Kryställchen von Phellandrennitrit, O i:) H lc N 3 0>,Schm.-P. 105° C).
Nicht alle Eucalyptusöle führen Eucalyptol. Einige wie die von Eucalyptus citrio-dora Hooker, Eucalyptus maculata und Eucalyptus dealbata A. Cunn. enthalten CiSronellal,C 10 Hi S 0, als charakteristischsten Bestandteil. Citral, C 10 H ia O, findet sich in den Oelenvon Eucalyptus Staigeriana P. v. Müll, und von Bockhousia citriodora E. v. Müll.Die Destillate der Blätter von Eucalyptus haemastoma Sm. und von Eucalyptuspiperita Sm. sind durch einen pfefferminzartigen Geruch ausgezeichnet, der möglicherWeise auf einen Gehalt des Oeles an Menthon zurückzuführen ist. Alle nicht eucalyptol-reichen Oele werden bisher nur in beschränkten Mengen in der Seifenfabrikation undParfümerie angewendet.
Cineol ist die Bezeichnung einer Mischung von Eucalyptus-, Cajeput- und Terpen-tinöl (Karlsruher Ortsges.-Rath).
Eucalyptus-Globulin von Bense & Eicke, ein Kesselsteinmittel, ist ein alkalischerAuszug von Rinde und Holz des Blaugummibaumes.
Enf oriuol ist ein Antisepticum aus Eucalyptusöl, Gaultheriaöl, Thymol und Menthol(Biedel).
Eunol, a- und ß-, sind Verbindungen von a- und /J-Naphthol mit Eucalyptol. GegenHautkrankheiten benutzt. (Gehe.)
Euthymol, ein Antisepticum, enthält Eucalyptusöl, Wintergrecnöl, Borsäure, Thymolund das Fluidextrakt von Baptisia tinetoria. (Thoms.)
II. Eine Anzahl von Arten sind des reichen Gerbstoffgehaltes verschiedenerTheile wegen von Bedeutung: Die Kinde vom Eucalyptus leUCOXylOtl F. V. M. enthält41,09 Proc. Gerbstoff, die Blätter der E. macrorhytlCha F. V. M. enthalten 18,4 Proc.
Gerbstoff, von E. obliqua L'Her. 17,2 Proe., E. stellulata Sieb. 16,62 Proc, E. Gunnii
Hooker 16,6 Proc, auf E. TOStrata Schlchtd. vorkommende G allen enthalten 43,40 Proc.
III. Ferner liefern eine Anzahl Arten Kino und Gummi. Beides lässt sich an-scheinend nicht scharf trennen, insofern das Sekret mancher Arten als adstringirendschmeckendes Gummi besehrieben wird und anderseits manche Kinosorten beim Behandelnmit Alkohol ein Gummi hinterlassen. Das austretende Sekret ist zuerst farblos, wird aberan der Luft bald roth bis schwarz.
Am besten bekannt ist das Kino vom Eucalyptus TOStrata Schlechtd. Eu-calyptus Gnm (Brit.). Es bildet eine brüchige Masse und ist von purpurner oder mehrbrauner Farbe, das Pulver ist ockerfarben. Es löst sich in 90 proc Alkohol trübe hell-braun oder orangefarben, in Wasser zu 80—90 Proc. Es soll Catechin und Gerbstoff84,3 Proc. enthalten (Gerbstoff 46,22 Proc), Holzstoff 0,3 Proc, Wasser 15,2 Proc,Asche 0,2 Proc. In einigen Arten, z. B. E. Iiemipllloia F. V. M., sind als beim Lösentrübende Substanzen Eudesniin und Aromadendrin ermittelt worden; letzteres hat