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1 (1900)
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Eucalyptus.

IL ^ 1 | 2 pmc. nach NUSSBAUM.

Ep. Olei Eucalypti 100,0

Aleohol. absoluti 500,0

Aquae destillat. fervid. 900,0.

Mit der Lösung tränkt man

Telae hydrophil. 1000,0 (2226 m),presst bis zum Gewicht von 2250,0 und trocknetauf Holzstäben oder Schnüren.

Ep.

IJnjfuentum Eucalypti (Brit.j.Eucalyptus-Ointment.Olei Eucalypti 30,0

Paraffrai duri

(Schm. P. 54,457,2« 0.) 120,0Paraifini mollis

(Schm. P. 35,538,9° C.) 150,0.

Oleum Eucalypti (Brit. U-St. Ergänzb.). Oleum Eucalypti Globuli. Eu-calyptusöl. Essence d'Eucalyptus (GalL). Oil of Eucalyptus.

Von der überaus grossen Anzahl der Eucalyptusöle findet hauptsächlich das Oel vonEucalyptus Globulus Labil 1. medicinische Verwendung (U-St. Galt Ergänzb.); nurBrit. lässt neben diesem Oele auch die Oele anderer Eucalyptusarten zu, wenn sie nurdie weiter unten besprochenen Eigenschaften haben. Man pflegt im pharmaceutischenSprachgebrauch das Globulus-Oel einfach als Eucalyptusöl zu bezeichnen.

Darstellung. Eucalyptusöl wird in Australien, Californien, Algier und Portugalaus frischen Blättern durch Dampfdestillation gewonnen. Ausbeute etwa 0,7 Proc. Dasrohe Oel ist wegen seiner stark zum Husten reizenden Nebenbestandtheile: ValeraldehydAmylalkohol etc. nicht direkt brauchbar; es kann zu medicinischeu Zwecken erst verwendetwerden, nachdem diese Körper durch fraktionirte Destillation über Kalk oder Natronlaugeentfernt worden sind.

Eigenschaften. Bektificirtes Eucalyptusöl ist ein farbloses oder hellgelbes, dünn-flüssiges, angenehm erfrischend riechendes Liquidum vom spec. Gewicht 0,9100,930 (Brit.),[0,9150,925 (U-St.), 0,9200,925 Ergänzb.]. Das Globulus-Oel ist stets rechtsdrehend(-)- 1 bis -\- 15° im 100 mm-Rohr) und unterscheidet sich dadurch von dem phellandren-haltigen Oel von Eucalyptus amygdalina, das stark nach links dreht. Es löst sichklar in 3 Th. Spiritus dilutus auf. Trägt man in 5 Th. auf 50° C. erwärmtes Eucalyptusölallmählich 1 Th. zerriebenes Jod ein, so erstarrt die Mischung beim Erkalten zu einemKrystallbrei (Ergänzb.), der aus Cineoljodid, C 10 H 1S 0J 2 besteht. Fügt man zu gut ge-kühltem Eucalyptusöl in kleinen Portionen die gleiche Menge sirupöse Phosphorsäure vomspec. Gewicht 1,750 (siehe S. 90) unter Umrühren hinzu, so entsteht ein halbfestes, durchFeuchtigkeit zersetzliches Additionsprodukt (Brit.) von Cineol und Phosphorsäure(C 10 H 18 0 . H 3 P0 4 ?). Wie bereits erwähnt, werden von der Brit. auch die Oele anderer,Eucalyptusarten zugelassen, wenn sie ein zwischen 0,910 und 0,930 liegendes spec. Gewichthaben, den polarisirten Lichtstrahl nach keiner Richtung mehr als 10° ablenken, die ebenbeschriebene Phosphorsäure-Reaktiou halten und mit Natriumnitrit und Eisessig (siehespäter unter Oel von Eucalyptus amygdalina) keine krystallinische Masse bilden (Abwesen-heit grösserer Mengen von Phellandren).

Bestandtheile. Die charakteristischsten Eigenschaften des Eucalyptusöls werdendurch das bei 176° siedende Cineol oder Eucalyptol, C 10 H 1S 0, das 6070 Proc. der Ge-saimntmenge ausmacht, bedingt. Von Terpenen ist nur Rechts-Pinen, C 10 H 1() , sicher nach-gewiesen, während die Anwesenheit von Camphen und Penchen als wahrscheinlich an-genommen wird. In den um 200°C. siedenden Antheilen findet sich der Ester eines speeifischschweren, linksdrehenden, noch nicht näher untersuchten Alkohols. Das Rohöl enthältValeraldehyd, Butyraldehyd und Capronaldehyd, Aethylalkohol und Amylalkohol, sowieniedere Fettsäuren.

Anwendung. Eucalyptusöl wird meistens äusserlich zu Salben und Einreibungen(bei Neuralgien) oder zum Einathmen (als Schutzmittel gegen Influenza) gebraucht. Esbildet ferner einen Bestandtheil derjenigen Einreibungen, die zur Abwehr von Mückenund Schnaken verwendet werden.

Ebenfalls durch einen hohen Eucalyptolgehalt ausgezeichnet und in ihren Eigen-schaften dem Globulus-Oel ähnlich sind die Oele aus den Blättern folgender Eucalyptusarten:

Oleum Eucalypti odoratae Behr. Oelausbeute 1,4 Proc, spec. Gewicht o,899 bis0,925; optisch linksdrehend. Das Oel enthält neben Eucalyptol noch Cuminaldehyd.