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Euchinmuni.
die Zusammensetzung' C 29 H 2(1 0 3 , Schmelzpunkt 216° C., es ist weiss, kristallinisch, löslichin Aether, Essigäther, Alkohol und Amylalkohol, unlöslich in Chloroform, Benzol undPetroläther.
Gerbstoffgehalt einigerKinosorten: E. macrorrhyncha F. V.M. 78,72Proc,
E. stellulata Sieb. 69,96 Proc., E. piperita Sm. 62,12 Proc.
Trochisci Eucalypti Gummi. Eucalyptus Gum Lozenge (Brit.). Mit FruitBasis (vergl. Kibes) formt man Pastillen, deren jede 0,0648 g Eucalyptus - Gummi enthält-
IV. Einige Arten liefern der Manna ähnliche Stoffe, so durch den Stich der CiCada
moerens Eucalyptus viminalis Labill., E. mannifera Mudie, E. resinifera
Smith, E. GunnÜ Hook. Die Manna der zuletzt genannten Art enthält eine bei 87° C.schmelzende Melitriose, die ein Kondensationsprodukt von Galaktose, Glukose und Fruk-tose sein soll.
V. 1874 wurde ein angeblich von Eucalyptetl gesammelter Honig als hervor-ragendes Heilmittel empfohlen. Es zeigte sich, dass es sich dabei um gewöhnlichen, mitEucalyptusöl parfümirten Honig handelte. Dass indessen die Bienen in Australien auchvon Eucalypten Honig sammeln, ist zweifellos und durch das Auffinden zahlreicher Pollen-körner von Eucalyptus in demselben erwiesen. Echter Eucalyptushonig enthielt 1 Proc.Galaktose, ferner viel Glukose und viel Fruktose.
Euchininum.
Mit dem vorstehenden Namen wird der von den Chininfabriken Zimmek & Co. inFrankfurt a. M. dargestellte und in den Verkehr gebrachte „Aethylkohlensäureätherdes Chinins" bezeichnet. C 2 H 5 C0 3 . C 20 H, 3 N 2 0. Mol. Gew. = 396.
Die Darstellung dieser Verbindung erfolgt fabrikmässig durch Einwirkung von Chlor-kohlensäure-Aethylester auf Chinin C„H 5 .C0 ä Cl + C 20 H 24 N 2 0 2 = HCl -f C 2 H 5 . C0 3 .C 20 H 23 i\ 2 O.
Eigenschaften. Zarte, weisse, fast geschmacklose Nadeln, noch leichter undseidenglänzender wie das leichte Chininsulfat, in Wasser schwer löslich, in Alkohol, Aetherund Chloroform leicht'löslich. Es reagirt alkalisch, schmilzt bei 95° C, giebt die Thalleio-chin-Reaktion, aber keine dem Herapathit analoge Verbindungen (s. S. 745 u. 839). MitSäuren geht es leicht lösliche, salzartige Verbindungen bez. leicht lösliche Salze ein. Diemit Schwefelsäure oder Salpetersäure bereiteten Lösungen fluoresciren mindestens ebensostark wie die entsprechenden Chininlösungen. Die Salze schmecken, soweit sie löslichsind, bitter. Das gerbsaure Salz ist unlöslich. — Uebergiesst man etwa 0,2 g des Euchi-nins mit 2—3 com Natronlauge, fügt einige Körnchen Jod hinzu und erwärmt, so trittvorübergehend ein schwacher Geruch nach Jodoform auf. (Vorhandensein der Aethyl-Gruppe.) In seinen Lösungen erzeugen die üblichen allgemeinen Alkaloidreagentien Nieder-schläge.
Prüfung. 1) Das Euchinin sei farblos und fast geschmacklos, auf angefeuchtetesLackmuspapier von schwach alkalischer Reaktion. 2) Es schmelze bei 95° C. 3) Die mitSalpetersäure bereitete Lösung werde weder durch Silbernitrat noch durch Baryumnitratverändert (Verwechslungen mit Chininhydrochlorid oder Chininsulfat, die aber schon durchdie Geschmacksprobe erkannt werden). 4) Es verbrenne auf dem Platinbleche ohne einenRückstand zu hinterlassen.
Anwendung. Das Euchinin wird als nicht oder nur wenig unangenehm schmecken-der Ersatz des Chinins überall da angewendet, wo letzteres wegen des bitteren Geschmacksnur mit Schwierigkeit gegeben werden kann, also z. B. in der Kinderpraxis; 1,5—2,0 gsind gleichwerthig mit 1 g Chininchlorhydrat. Man giebt es sowohl in den bekanntenArzneiformen, als auch mit Milch, Suppe, Chokolade und dergl. verrührt. Die Neben-