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Eryngium. Erythritum.
Alkohol, das andere in Aether (zu 9 Proc.) löslich ist, Gummi, ein glukosidischer Gerb-stoff, ätherisches und fettes Oel.
Anwendung. Man verwendet die Blätter in Amerika bei entzündlichen Krank-heiten der Athmungsorgane, besonders Bronchialkatarrh, am liebsten in Form des Fluid-extraktes. — Viel besprochen ist die Fähigkeit der Blätter, die Geschmacksempfindung für„bitter" aufzuheben. Sie besitzen diese Fähigkeit nur in sehr geringem Maasse (vergl.
Gymnema).
Sirnpus Eriodictyi aromaticns (Nat. Form.).
Bp.
Rp.
Extracti Eriodictyi flu
di
33
com
Sirnpus Eriodictyi.
Liquoris Kalii caustici
(5 proc
) 25
„
Tineturae Cardamomi comp.
Extr. fluid. Eriodictyi 2
(U-St.) s. S. 637
65
Magnesiae ustae l
Olei Sassafras
Aquae destillatae 15
Olei Citri
aa
0,5
Sacchari 28.
JUS.
Olci CaryophyllorumSpiritus (94 Vol. Proc.)
1,032
■
Sacchari
800,0
g
Aquae q. s. ad
1
1.
Extractnm Eriodictyi fluiduiu (U-St.). Extractum Yerba santa. Aus 1000ggepulverten Blättern (Nr. 60) und q. s. einer Mischung von 800 ccm Weingeist (91 proc.)und 200 ccm Wasser im Verdrängungswege. Man befeuchtet mit 400 ccm, sammelt zuerst900 ccm und verfährt weiter, so dass man lege artis 1000 ccm Fluidextrakt erhält.
Extractum Santa fluiduiu, von Eriod. Californicum Dcne., wird zu 1—4ccmmehrmals täglich gegen chronischen Husten und Blasenkatarrh angewendet.
Eryngium.
Gattung der Umbelliferae — Sauiculoideae — Saniculeae.
I. Eryngium Campestre L Mannstreu, Brachdistel. — Panioaut. —
Chardon Roland. Heimisch in einem grossen Theile Europas, Nordafrika, südlichesSibirien.
Verwendung findet die Wurzel: Radix Eryngii s. Lyringii s. Acus Veneris. —Racine de Panicaut (Gall.).
Beschreibung, Bildet 10—15 cm lange, 5—10 mm dicke Stücke, die aussengrau, runzelig, höckerig sind. Die Rinde ist schwammig-blättrig, das Holz strahlig. ImHolz und in der Rinde findet sich Oxalat, in der Rinde Rhomboide und Drusen, im HolzDrusen.
Verwendung. Als Diureticum.
II. Als Diureticum und Sudorificum verwendet man in Nordamerika E. aqiiati-CUItl L. als Fiebermittel und gegen Schlangenbiss, E. foeticilWl L., in Cayenne undJamaica, endlieh als die Milchsekretion hemmendes Mittel: E. ITiaritimiim L.
Erythritum.
Erythrit. Irythrol. Erythromannit. Erythroglucin. Phycit. C 4 H 6 (OH) 4 .Mol. Gew. = 122. Diese dem Glycerin und Mannit nahestehende Verbindung wird ausdem in verschiedenen Flechten vorkommenden „Erythrin" durch Einwirkung von Basengewonnen. Man extrahirt die Flechten (Roccella tinetoria DG, Roccella fueiformis. Ach.)kalt mit verdünnter Kalkmilch, filtrirt und fällt aus dem Filtrat mit Salzsäure das Erythrin.Der gallertartige Niederschlag wird gut gewaschen und einige Stunden hindurch mitKalkmilch gekocht. Man filtrirt, fällt den gelösten Kalk durch Einleiten von Kohlensäureund dampft zum Sirup ein, den man mit Sand vermischt und eintrocknet. Durch Extrak-tion des Rückstandes mit Aether wird zunächst Orcin entzogen. Alsdann zieht man mit