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Cydonia.
Curry-Povrder (Diet.).
Xlp. Rhizomat. Curcumae
50,0
Piperis albi
20,0
Fructxis Pinientae (Ämomi)
10,0
Seminis Sinapis deoleati
10,0
Fructus Carvi
5,0
Fructus Coriandri
2,5
Fructus Capsici
2,5.
Mit Essig geschüttelt giebt diese Mischung einen
Ersatz für die sog, Worcestersliire
-Sauce.
Oleum Curcumae (Buchh.).Ep. 1. Orellanae 125,0
2. Rhiz. Curcumae 250,0
3. ülei Olivarum seu Avachidis 1000,0Man trocknet 1 völlig aus, verreibt mit 2,
dann beide mit 3, erhitzt einige Stunden imWasserbade, presst warm u. filtrirt.
Pulvis tinctorius viridis.
Ep. Indici subt, pulv. 1,0
Rhizom. Curcumae subt. plv. 10,0.Zum Färben von Fetten.
Ciircumiiiuiii, Curcumin, Ourcumagelb C 14 H 14 0 4 .
Darstellung. Das zerkleinerte Rhizom wird vom ätherischen Oel befreit, mitheissem Wasser gewaschen und getrocknet. Dann zieht man mit reichlichen Mengensiedenden Benzols aus. Beim Erkalten scheidet sich rohes Ourcumin in Krusten ab. Dieselost man in Weingeist, fällt mit neutralem und so viel basischem Bleiaeetat aus, dass dieFlüssigkeit schwach sauer reagirt. Den Niederschlag von Bleicurcumin wäscht man mitWeingeist, zerlegt ihn unter Wasser mit Schwefelwasserstoff, entzieht dem abfiltrirtenSchwefelblei das Curcumin mit kochendem Alkohol und lässt verdunsten.
Eigenschaften. Anseheinend orthorhombische Prismen, die bei 165° 0. schmelzen.Leicht löslich in Aether und Weingeist, weniger leicht löslich in Benzol. KoncentrirteMineralsäuren lösen es in geringer Menge mit karmoisinrother Farbe, wässerige Alkalienleicht und mit lebhaft rothbrauner Farbe: das mit Curcumin getränkte Papier wird mitAlkalien braunroth, nach dem Trocknen violett. Verdünnte Säuren stellen die gelbe Farbewieder her. Borsäure erzeugt eine nur beim Trocknen hervortretende orangerothe Farbe,die durch verdünnte Alkalien in Blau verwandelt wird. Erhitzt man eine alkalisehe Lösungvon Borsäure-Curcumin mit Mineralsäuren, so scheidet sich beim Erkalten Rosocyaninin Form eines körnigen Körpers ab, der sich in Alkohol mit rother Farbe löst, die durchAlkalien lasurblau wird.
II. Curcuma aromatica Salisbury 1 ) (Biockzittwer, Rhiz. Cassumunar),
liefert in Cochinchina ein wahrscheinlich auch Curcumin enthaltendes Rhizom, das mauwie 1. verwendet. Ebenso scheint das Rhizom von Curcuma Caesia Roxb. Curcuminzu enthalten.
III. CurCUltia Zedoaria ROSC. liefert Rhizoma Zedoariae (vergl. dort).
IV. CurCUltia angusflfolia Roxb. liefert ostindisches Arrowoot (vergl. S. 297).
Cydonia.
Gattung der Rosaceae — Pomoideae — Pomariae.
Cydonia Vulgaris PerS. Wahrscheinlich im Orient und in Südeuropa heimisch,durch die Kultur verbreitet. Verwendung finden die Früchte und die Samen:
Fructus Cydoniae. Ponia Cydoniae. Quitten. Fruit de coing (Gall.). — SemenCydoniae (Austr. Ergänzb. Helv.). — Quittensamen. Quittenkerue. Quitten- oderSchleimkörner. — Semence de coing (Gall.). Pepins de coing. — Quince kerneis.
Beschreibung. Die grosse, gelbe, anfangs wollig behaarte, später kahle Fruchtist bald von apfelfönniger, bald von birnenförmiger Gestalt (var.: maliformis Mill-Apfelquitte, var.: oblonga Mill. Birnqnitte), sie ist von dem vergrößerten, laubig ge-wordenen Kelch gekrönt und enthält in jedem der 5 Fächer 6 — 15 (oder mehr) Samen-Die Frucht ist von starkem, angenehm-aromatischem Geruch und herbem, saurem Geschmack.
Die Samen sind bis 10 mm lang, braun, von Gestalt der Apfelkerne, aber durchgegenseitigen Druck in der Frucht oft etwas verkrümmt, meist zu mehreren mit einanderoberflächlich verklebt. Die braune, ziemlich spröde Samenschale umschliesst ein schmalesEndosperm und den Embryo mit zwei dicken, plan-konvexen Kotyledonen. Die Epider-miszellen der Samenschale enthalten reichlich Schleim, der in Form von Verdickungen
1 ) Gall. fuhrt als Stammpflanze der Zedoaire ronde Curcuma aromaticaRose, an, welche Art nach dem Index Kewensis gar nicht existirt