Cynoglossum.
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der Aussen wand und der Seitenwände entsteht, und welcher 20 Proc. der Samen betragenkann. Die Samen enthalten etwas Amygdalin und Emulsin. Die Asche der Samenenthält 42 Proc. Phosphorsäure.
Verfälschungen. Als solche werden Apfel- und Birnensamen genannt, diegrösser, glänzendbraun, nicht miteinander verklebt sind. Sie geben wenig oder keinenSchleim. Ferner sollen die Samen mit Rosinenkernen verfälscht werden. Vor einigenJahren kamen die Prüchte einer Xylopia (Anonaceae), die zweisamig und von scharfaromatischem Geschmack sind, als Semen Cydoniae in den Handel.
Aufbewahrung. Die im Herbst gesammelten Samen werden, scharf getrocknet,in Blech- oder Glasgefässen an einem trockenen Orte aufbewahrt. Sie kommen aus Süd-russland, Teneriffa und vom Kap in den Handel. Die russischen Samen gelten als be-sonders schleimreich.
Anwendung. Die Samen dienen nur zur Bereitung des Schleimes, der als Zusatzzu Augenwässern, als kosmetisches Mittel zum Befestigen der Haare benutzt wird. Dieganze Frucht wird entweder getrocknet, oder in Zucker eingemacht.
Mucilago Cydoniae. Mucago de semine Cydoniae. Quittenschleim. Muci-lage de semence de coing. lTh. Quittonsamen schüttelt man in einer Flasche mit50 Th. Bosenwasser (Ergänzb.) oder 50 Th. Wasser (Helv.), oder 25 Th. Wasser (Austr.),und seiht nach 1 / 2 Stunde ohne zu pressen durch. Gall. lässt 1 Th. Samen mit 10 Th.warmem Wasser 6 Stunden ausziehen und auspressen. Hur im Bedarfsfälle zu bereiten.
Mucilago Cydoniae sicca. Mucilage desseche de semence de coing (Gall.).Aus 1 Th. Quittensamen und 15 Th. destill. Wasser durch 12 stündige Maceration und Ein-trocknen der Seihflüssigkeit in flachen Schalen bei höchstens 50° C. Ausbeute 10 Proc.Es entspricht also 0,1 g dieses trocknen Präparates 1 g Quittensamen und giebt mit denoben angegebenen Gewichtsmengen Wasser sogleich einen Schleim.
Die Ausbeute wird erhöht (auf 12—15 Proc.) und das Verfahren beschleunigt, wennman 1 Th. Samen zuerst mit 10, dann mit 5 Th. Wasser behandelt, die Flüssigkeit mit10 Th. warmem Weingeist mischt, und nun die sich trennende untere Schicht eintrocknet.
Sirupus de fruetu Cydoniae. Sirop de coing (Gall.) wird wie Sirupus Cerasi(S. 697) bereitet.
Succus e i'ructu Cydoniae. Suc de Coing (Gall.). Aus noch nicht völlig reifen, zueinem Mus zerriebenen Früchten durch Pressen, Gährenlassen und Filtriren — wie SuccusCerasi.
Qnittenessenz (nach Weinedel.) Die Schalen von 25 reifen Quitten werden feinzerschnitten und mit 500,0 Wasser in eine Betörte oder Kolben gebracht, nach zweiStunden giebt man 300,0 Spiritus dazu, destillirt langsam 500,0 ab und fügt 0,05 Kumarin,0,01 Vanillin, 25,0 Bittermandelwassor, 5 Tropfen Citronenöl, 2 Tropfen Citronellöl, 3 TropfenSafrantinktur hinzu.
Quittenlikör (nach Allenstein). Ausgelesene Quitten werden zerrieben, mehrereTage kühl gestellt, gelinde durch Flanell gepresst, die Kolatur aufgekocht. 1 Liter deserkalteten Saftes lässt man mit 1 Liter Franzbranntwein, 20 g bittern Mandeln, 10 g Zimmt,4 g Nelken, 400 g Zucker, 3 Wochen digeriren. Man filtrirt und bewahrt im Kühlen auf.
Pilocarpin oder Dr. Keell's Tinktur gegen Haarleiden besteht aus I Quitten-schleim, II einem durch Oel und Schleim gebundenen Gemisch von Kohle, Schwefel undSalpeter.
Cynoglossum.
Gattung der Borraginaceae — Borraginoideae — Cynoglosseae.
Cynoglossum Officinale L. Hundszunge, Venusfinger, Liehäuglein, ver-breitet durch das gemässigte Europa und Sibirien, sowie in den gemässigten StaatenNordamerikas. Verwendet wird noch hier und da in der Volksmedicin das Kraut unddie Wurzel.
Das Kraut (lierba Cynoglossi) besteht aus dem blühenden rauhhaarigen Stengelmit den ebenfalls rauhhaarigen Blättern, von denen die unteren gestielt, elliptisch, dieoberen sitzend oder stengelumfasscnd und lanzettlich sind. Die Bliithen sind bräunlieh-roth, selten weisslich.
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