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Blatta.
Phosphorsäure-Anhydrid und Natriumphosphat. Weisses, in 2 Th. Wasser lösliches Krystall-pulver. Konc. Lösungen halten sich nicht lange, sehr verdünnte trüben sich dagegen erstnach einigen Tagen. Die Lösungen reagiren etwas alkalisch und besitzen schwach bitter-salzigen Geschmack; durch Säuren und Basen, sowie durch Kochen werden sie getrübt.Wirkt als Adstringens des Darmes und wird bei akuten Diarrhöen Erwachsener, Darm-tuberkulose, Typhusdurchfällen, Magenkrampf und gegen Kindercholera empfohlen. Er-wachsene erhalten 0,2—0,5, Kinder 0,05—0,15 g mehrmals täglich in Form von Mixturen.Bismntol. Angeblich ein Gemisch des Bismutum phosphoricum solubile mit Na-triumsalicylat. Anwendung als antiseptisches Streupulver mit Talcum 1:2 bis 5, fernerin Salben 1 : 5 bis 10.
VI. Bismutum tanniCUm (Ergänzb.). Wismuttannat. Gerbsaures Wismut.
12 Th. Wismutsubnitrat werden in einem gut zu verschliessenden Glase mit einer Mischung-aus 10 Th. Ammoniakflüssigkeit (0,960) und 15 Th. Wasser Übergossen und öfter durch-geschüttelt. Die Mischung wird nach 1 Stunde (besser nach 5—6 Stunden) auf ein Filtergebracht, der Filterinhalt gut ausgewaschen, noch feucht mit einer Lösung von 15 Th.Gerbsäure in 15 Th. Wasser sorgfältig gemischt, im Wasserbade vollständig ausgetrocknetund feingerieben (Ergänzb.).
Gelbes oder schwach bräunlich-gelbes Pulver, ohne Geruch und Geschmack, inWasser, Weingeist oder Aether unlöslich. Eine Formel lässt sich für das Präparat nichtangeben. — lg hinterlasse beim Glühen im Porcellantiegel unter Anwendung von Salpeter-säure (s. S. 495) 0,40 g (40 Proc.) Wismutoxyd. — Der Glührückstand werde durch Auf-lösen in 3 ccm Stannochloridlösung auf Arsen geprüft (s. S. 490). In Gaben von 0,5—1,0—2,0 mehrmals täglich und zwar als Pulver gegen Diarrhöen an Stelle des Wismutsubnitrates.
Blatta.
Blatta orientalis (Ergänzb.). Schabe. Küchenschabe. Gemeine Schabe. Ka-kerlak. Schwarze Tarakane. Schwabe. Busse. Ist das zu den Orthoptera-Cursoria
gehörige, allgemein bekannte Insekt Periplatieta Orientalis L, wahrscheinlich aus dem
Orient stammend, jetzt überall verbreitet,warme Orte bevorzugend, nur im Dunkelnzum Vorschein kommend.
Beschreibung. 19—23 mm lang,schwarzbraun mit helleren Beinen undFlügeldecken, langen Fühlern. Die Flü-gel sind beim Männchen lang, beim Weib-chen klein. Der Kopf ist von dem glat-ten Brustschild bedeckt (Fig. 119). Wirk-same Bestandthcile sind nicht isolirt.Das als solcher angegebene, kristallinischeAntihydropin oder Taracanin hatsieh als unwirksam erwiesen.
Einsammlung und Aufbe-wahrung, Die mit zusammengelegtenTüchern erschlagenen Insekten werden ge-sammelt, bei gelinder Wärme getrocknetund in gut verschlossenen Gefässen als
feines und als grobes Pulver, letzteres zu Aufgüssen, aufbewahrt. Die Haltbarkeit wird
durch Einlegen eines mit Aether getränkten Wattebausches erhöht.
Wirkung und Anwendung. Wirken diaphoretisch und diuretisch, ohne die
Nieren zu reizen.
Fig. 119.