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1 (1900)
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Bismuti salia varia.

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Bismuti salia varia.

I. Bismiltum benzo'lCUm. Wismutbenzoat. Benzoesaures Wismut. Ben-«oate Ijasique de Bismuth (GaU). Bismuthi Benzoas. C 6 H 5 C0 2 . BiO (1). Mol. Gew.= 345 (?).

Darstellung. Man fällt aus 48,4 Th. krystall. Wismutnitrat, wie auf S. 494 an-gegeben ist, das Wismuthydroxyd, wäscht es gut ans, spült es ohne Verlust in eine Por-ce'lanschale, giebt Wasser bis zum Gesammtgewicht von 450 Th. sowie 13 Th. Benzoe-säure (e Tohwlo) hinzu und erhitzt unter Umrühren etwa '/j Stunde auf dem Wasserbade.■Man sammelt alsdann den Niederschlag, wäscht ihn 2—3 mal mit kleinen Mengen lau-warmen Wassers aus, saugt ab und trocknet bei ca 80° C.

Eigenschaften. Weisses, amorphes Pulver, ohne Geruch oder Geschmack, inKaltem Wasser so gut wie unlöslich. Unter Abscheidung von Benzoesäure löslich in Salz-Saure > Salpetersäure und verdünnter Schwefelsäure. Durch Befeuchten mit Ferrichloridtarbt es sich lederbraun infolge Bildung von Perribenzoat. Es hinterlässt beim Glühenls - S. 495) 65—70 Proc. Wismutoxyd. Die oben angegebene Formel verlangt 67,25 Proc.B i 2 0 3 .

Anwendung. Unter den gleichen Indikationen und in den nämlichen Gaben wieWisrautsalicylat. Es soll angeblich besser vertragen werden wie dieses s. S. 495.

II. Bismiltum OXychloratlim. Wismutoxychlorid. Basisch Wismutchlorid.ßiOQ. Mol. Gew. = 259,5. Wird erhalten 1) durch Eintröpfeln einer Wismutnitrat-

osuug in eine verdünnte Natriumchloridlösung und heisst alsdann Blanc d'Espagne oderchminkweiss. 2) Durch Eintröpfeln einer Wismutnitratlösung in stark verdünnte Salz-saure und heisst alsdann Blanc de perle oder Periweiss.

Die erhaltenen Niederschläge werden gewaschen und unter Abschluss des Sonnen-

' c "tes bei massiger Temperatur getrocknet. Sie dienen als Schminke. Verfälschungen:

ieiweiss wird nachgewiesen dadurch, dass man mit Kalilauge extrahirt und das Piltrat

mi t Schwefelwasserstoff behandelt. — Bei Gegenwart von Talkstein ist es in Salpetersäure

n 'cht völlig löslich. Vor Schwefelwasserstoff geschützt aufzubewahren.

Bismiltum chloratum. Wismutchlorid. Wismut-Butter. Butyrum Bis-muti, BiCl 3 , wird durch Einwirkung von Chlor auf metallisches Wismut erhalten.

In Alkohol lösliche, weisse, butterähnliche Masse. Schmelzp. 227° C, Siedep. 450° C.

III. Bismiltum lacticum. Wismutlactat. Milchsaures Wismut. Bereitet man( tvrch Mischung von frisch gefälltem feuchtem Wismuthydrat, welches (laut vorher-sehender Anweisung) ans 12,2 Wismutsubnitrat dargestellt ist, mit 11,0 der offlcinellen

^Ichsäure, und Eintrocknen der Mischung im Wasserbade.

Es ist ein in Wasser schwer lösliches weisses Pulver, welches in Gaben wie daslsin utsubnitrat in Anwendung gekommen ist.

IV. Bismiltum peptonatlim. Wismutpeptonat. Peptonwismut.Darstellung. Die Darstellung dieses Salzes unterscheidet sich von der des Wis-

ni »talbuminates (s. S. 486) nur dadurch, dass Pepton spiss. an Stelle von Eiweiss tritt.u Th. Bismutum citricum ammoniacatum werden in Wasser zu einer konc. Lösung gelöst,ni| t einer filtrirten wässrigen Lösung von 80 Th. Pepton sicc. versetzt und genau wie dasWisniut-Albuminat weiter behandelt.

Eigenschaften. Graubraunes, schwach sauer reagirendes Pulver, aus einem Ge-misch eines wasserlöslichen Wismutdoppelsalzes mit Pepton bestehend. Es ist leicht löslich' n Wasser, unlöslich in starkem Weingeist. Das Handelspräparat enthält 7—8 Proc.Wismut.

Anwendung. Das Präparat wirkt gleich dem Bismutum albummatum als ein mildes■Uarniadstringens und wird bei Dyspepsien und Gasteralgien empfohlen.

V. Bismutum phosphoricum Solubile (Raspe). Die Darstellung ist durch• B. P. 78324 geschützt und geschieht durch Zusammenschmelzen von Wismutoxyd.

Hanau. (1. pharm. Praxis. I. 30