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Balsamum peruvianum.
Aufbewahrung. Wie beim Copaivabalsam. Bildet (unfiltrirt) einen krystallini-schen Bodensatz und ist deshalb vor jedesmaligem Gebrauch umzuschüttein.
Anwendimg. Gurjunbalsam wird in der Heilkunde und in der Technik wie Co-paivabalsam angewendet. Als Pirniss eignet er sich besonders für Gegenstände, die einerWärme bis zu 80° ausgesetzt sind.
Balsamum vulnerarium indicum. Wundbalsam für grössere Hausthiere.Aloe, Benzoe, Gm-junbalsam je 10 Th., Weingeist 150 Th.
Vernix aurea. Goldlack für Metalle. Drachenblut, Bernstein, Guttije 10Th.,Gurjunbalsam 150 Th., Terpentinöl 50 Th.
Balsamum antarthriticum Indicum von Elnain. Indischer Pflanzensaft.War ursprünglich Gurjunbalsam, soll neuerdings aber ein Gemisch aus Harzsäuren, einemunverseifbaren Oel und Baldriansäure sein.
Oleum balsami gurjunici. Gurjunbalsamöl. Ostindisclies Copaivabalsamöl.Oleum Balsami Copaivae Indiae orientalis. Das im Gurjunbalsam bis zu 70 Proc.enthaltene ätherische Oel ist dem des Copaivabalsams zwar ähnlich, aber mit demselbendurchaus nicht identisch. Spec. Gew. 0,915—0,930. Drehungswinkel (100 mm-Bohr)— 35 bis —130°. Es sollen auch rechtsdrehende Oele vorkommen. In Spiritus ist Gur-junbalsamöl nicht klar löslich, wohl aber in mehreren Theilen absoluten Alkohols. Es be-steht in der Hauptsache aus einem bei 255—256° C. siedenden, nicht näher bekanntenSesquiterpen C 15 H 24 und wird zur Verfälschung des Copaivabalsamö'ls und anderer ätherischerOele verwendet.
Balsamum peruvianum.
Balsamum peruvianum (Germ. Heiv. Austr. Brit. u-st.). Bals. indicum ni-grum. Bals. de San Salvador. Opobalsamum liquidum. — Perubalsam.Chinaöl. Indischer oder indianischer Balsam. Wundbalsam. — Baume duPerou noir (Gallo de Sonsonate ou d'lnde noir. — Balsam of Peru.
Wird von der zu den Papilionaceae — Sophoreae gehörigen Toluitera Perei-
rae (KlotzSCh) Baillon (Myroxylon Pereirae Klotzsch) gewonnen, einem bis 17 m hohenBaume, der vom nördlichen Südamerika bis Mexiko heimisch ist.
Vorkommen und Gewinnung. Der Balsam präexistirt nicht in der Pflanze,sondern entsteht als pathologisches Produkt erst infolge äusserer Eingriffe (vgl. Balsam,tolutan., Benzoe, Styrax). Man gewinnt ihn in der Bepublik San Salvador an der Costade) Balsamo zwischen dem Hafen Acajutla und dem Flüsschen Comalapa. Neuer-dings scheint auch in Honduras Balsam gewonnen zu werden.
Zur Gewinnung wird die Rinde im November oder December mit einem stumpfenInstrument anhaltend geklopft, wonach etwas Balsam austritt, den man in Lumpen auf-fängt. Dann schwält man den Baum mit Fackeln an, worauf der Balsam sich reichlichergiesst und ebenfalls in Lumpen aufgefangen wird und wobei die Rinde bald abfällt.Die letztere sowie die mit Balsam gefüllten Lumpen werden mit Wasser ausgekocht (Bal-samo de träpo). Die Wunden werden wöchentlich mit neuen Lumpen verbunden undder Baum im April zum zweitenmal angeschwält.
Der durch Auskochen der Rinde gewonnene Balsam ist minderwerthig (Balsamode cascara oder Tacuasonte).
Meist werden wohl beide zusammengemengt und in den Häfen Acajutla und La Li-bertad weiter verarbeitet, indem man den mehr gelblichen oder graugrünen Balsam inKästen absetzen lässt und in eisernen Kesseln erhitzt. Seine braune Farbe soll er schonvor dem Erhitzen erhalten.
Ein Baum liefert jährlich etwa 2,5 kg. und zwar 30 Jahre hindurch, wenn manihm zwischendurch mehrjährige Pausen gönnt.