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1 (1900)
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Balsamum gurjunicum.

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gekennzeichnet ist. Ausserdem sind 56 Proc. alkoholische, nicht näher untersuchte Be-standteile zugegen.

Prüfung. Die manchmal beobachtete Verfälschung mit Gurjunbalsamöl wirddurch die Erhöhung des specifischen Gewichts und die Vergrößerung des Drehungswin-kels erkannt,

Anwendung. Das Copaivaöl wird medicinisch zu demselben Zweck wie der Co-paivabalsam angewendet. Man giebt es zu 0,250,75 g oder zu 820 Tropfen zwei- bisdreimal täglich. Es wirkt stark harntreibend, was sich schon beim Einathmen der Dämpfew ährend der Wasserdampfdestillation bemerkbar macht. Die hauptsächlichste Verwendungnndet das Oel zur Verfälschung anderer ätherischer Oele.

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Balsamum gurjunicum. Balsamum Gurjunae seu Garjanae. Balsamum Diptc-rocarpi. Gurjun-, Gardschanbalsam. Ostindischer Copaivabalsam. Capivibalsam.Wood-oil. 1 )

Ist der vermuthlich ebenso wie der Copaivabalsam entstehende Harzsaft verschie-dener in die Familie der Dipterocarpaceae gehöriger grosser Bäume Südasiens.

Es werden als solche genannt: DipterOCarpilS alatuS Roxburgh in Hinter-llu 'ien, auf den Andaman-Inseln und den Nicobaren, D. angUStifOÜUS Wight et Ar-n °tt in Tschittagong, D. graciÜS Blume in Westjava, D. hisp'ldllS Thwaites aufCeylon, D. incatlUS Roxb. in Hinterindien, D. ÜtoraÜS Blume in Südjava und aufd « kleinen Insel Nusa Kambanyan, D. retllSUS Blume in Westjava, D. trinervisBlume in Westjava und auf den Philippinen, D. turb'lliatus Gärtn fil. von Hinter-'"dien bis Bengalen, D. Ze'llanicilS Thwaites in Ceylon.

Man gewinnt den Balsam, indem man Höhlungen in die grossen Stämme haut und*euer darin anzündet, wonach der Balsam ausrliesst.

Ein Baum kann im Jahre bis zu 180 1 Balsam liefern.

Beschreibung. Ziemlich dickflüssig, im durchfallenden Licht rothbraun, im anf-allenden (besonders im verdünnten Zustande) grünlich fluorescirend. Von charakteristischemGeruch und Geschmack, an Copaivabalsam erinnernd. Mischbar mit Chloroform, Schwefel-kohlenstoff und ätherischen Oelen, Petroläther, theilweise löslich in absolutem Alkohol,Amylalkohol, Aether, Essigäther, Aceton, Petroleum. Nach und nach mit dem FünffachenWasser versetzt und dabei geschüttelt, entsteht eine steife Emulsion. Giebt in der Ruheemen reichlich Krystalle enthaltenden Bodensatz. Spec. Gew. 0,9580,964.

Bestandtlieile. Enthält bis 70 Proc. ätherisches Oel, der Rest ist Harz undein m Wasser löslicher, bitter schineckender Stoff, der mit Gerbsäurelösung einen reichlichenNiederschlag giebt.

Das ätherische Oel hat das spec. Gew. 0,9150,93, es dreht (100 mm-Rohr) 35° bis~~ 130°. In Schwefelkohlenstoff gelöst und 1) mit Chlorwasserstoff gesättigt wird es blau,-) mit Salzsäure geschüttelt wird es zuerst hellroth, später violett; 3) mit Salzsäure undSchwefelsäure dieselbe Farbe. Die gleichen Reaktionen treten ein bei Verwendung des Bal-sams (vgl. Balsam Copaivae). Aus dem Balsamharz dargestellte Säuren scheinen bei deneinzelnen Sorten, vielleicht von verschiedenen Arten stammend, nicht identisch zu sein.

Säurezahl nach der bei Balsam. Copaivae mitgetheilten Methode ermittelt:5 >010,0. Verseifungszahl 10,020,0. Esterzahl 1,010,0.

') Darf mit dem in Indien ebenso bezeichneten fetten Oele der Samen von AleuritesCOrdata Müll. Arg., dem leicht trocknenden Tung- oder Holzöl nicht verwechselt wer-ben. Unter dem Namen Wood-oil kommt auch ein dem Steinkohlenbenzin ähnliches"rodukt vor.

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