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Am'um.
Goldbronze. Muschelgold. A. echte: Blattgold wird mit dünner Honiglösungfein gerieben. B. unechte besteht aus zerkleinerten Legirungen des Kupfers mit Zink.
Goldseife. Wird bereitet durch Fällen einer Lösung von Goldchlorid mit Seifen-lösung und wird benutzt in der Keramik zur Herstellung des Goldlustres.
Goldpurpur, CASSius'scher. Man versetzt eine Lösung von Ferrichlorid mit sovielZinnchlorürlösung, dass die gelbe Farbe verschwindet und eine grünliche Färbung auf-tritt. Diese Flüssigkeit giesst man tropfenweise unter Umrühren in eine von Salpeter-säure freie Goldchloridlösung (1 :400). Nach eintägigem Absetzen wird der Niederschlaggewaschen und getrocknet. Er stellt alsdann ein braunes Pulver von schwankendem Gold-gehalte dar, welches zur Färbung von Rubinglas verwendet wird.
Erkennung des Goldmetalles oder echter Vergoldung. Ob ein Gegenstand,z. B. eine Münze oder ein Schmuckstück etc. aus massivem Golde hergestellt ist, lässt sichdurch Bestimmung des spec. Gewichtes feststellen. Das spec. Gewicht des Münzgoldesliegt zwischen 18,0 und 19,0. Das spec. Gewicht anderer, z. B. zu Schmucksachen ver-arbeiteter Legirungen nähert sich den angegebenen Zahlen um so mehr, je mehr Gold dieLegirungen enthalten. — Wird eine Goldlegirung (z. B. von 14 Karat) mit einem an-gefeuchteten Silbernitratstifte berieben, oder mit einer Lösung von Kupferchlorid (1 : 10)befeuchtet, so entsteht ein schwarzer Fleck nicht. Messing und ähnliche goldähnlicbe Le-girungen (Goldimitationen) geben einen schwarzen Strich. Lückenlose Vergoldungenbleiben gleichfalls ungefärbt. Man kann daher mit Hilfe dieser Reaktionen auch feststellen,ob ein gelber Metaliüberzug Gold ist. Will man das darunter befindliche Metall prüfen,so macht man an einer unauffälligen. Stelle mit einer Nadel einen Ritz und prüft diesenmit dem Silbernitratstift oder mit der Kupferchloridlösung.
Goldflecke. Bringt man Goldlösung auf Haut oder Wäsche, so verursacht siebraunrothe Flecken. Man entfernt diese, indem man sie zunächst mit verdünnter Kali-lauge, dann mit 1 proc. Jodlösung, alsdann mit Kaliumjodidlösung und schliesslich mitNatriumthiosulfatlösung und Salmiakgeist bereibt.
Vergoldung anderer Metalle auf nassem Wege. Man löst 10 Th. Gold-chlorid in 1300 Th. destillirtem Wasser, giebt 110 Th. Natriumbikarbonat dazuund kocht die Flüssigkeit in einem porcellanenen Kasseroi oder Glaskolben zwei Stundenlang, oder bis ihre gelbliche Färbung in eine grünliche übergegangen ist. Den zu ver-goldenden, wohl gereinigten Gegenstand hängt man, an Messingdraht befestigt, in daskochende Goldbad. Nach 3—8 Minuten ist die Vergoldung vollendet (Schubarth). Neu-silber, Silber, Piatin befestigt man an Zinkdraht; Eisen muss zuvor verkupfert werden.
Eine andere wirksame Vergoldungsflüssigkeit besteht aus 10,0 Goldchlorid, gelöstin 20,0 destillirtem Wasser und dann gemischt mit einer Flüssigkeit, bereitet aus 30,0Kaliumcyanid, 30,0 N atriumchlorid, 20,0 krystallisirtem Natriumkarbonatund 1250,0—1500,0 destillirtem Wasser. Die Mischung wird bei Seite gestellt undwiederholt geschüttelt, bis sie farblos erscheint. In diese bis zum Kochen erhitzte Ver-goldungsfiüssigkeit wird der zu vergoldende silberne, mit Weingeist und Schlämmkreidewohl abgeriebene Gegenstand hineingelegt und gleichzeitig mit zwei Zinkstäben an ent-gegengesetzten Stellen berührt. In wenigen Minuten ist die Vergoldung vollendet. Dasdabei am Zink etwa metallisch abgeschiedene Gold wird gesammelt etc.
Vergoldungspulver, Goldpulver, zur kalten Vergoldung des Silbers durch An-reiben, bereitet man angeblich in der Weise, dass man 10 Th. Gold und 2 Th. Kupfer inKönigswasser löst, mit der Lösung Leinwandlappen tränkt, diese trocknet und verbrennt.Die Asche oder den Zunder reibt man mit einem mit Kochsalzlösung befeuchteten Lederoder Kork in die gut gereinigte Messing- oder Silberfläche.
Goldsalzäther zum Vergolden von Eisen oder Stahl bereitet man in der Weise,dass man eine koncentrirte wässerige, aber säurefreie Goldchloridlösung mit einem 3 bis5fachen Volumen Aether wiederholt kräftig durchschüttelt und den Goldsalzäther vonder farblos gewordenen wässerigen Schicht abhebt. Mit dieser Goldlösung wird das mitSchmirgel und Weingeist blank geputzte Eisen mit Hilfe eines weichen Pinsels bestrichen.
Eine Flüssigkeit zur galvanischen Vergoldung bereitet man aus 10 Th. Gold-chlorid, 100 Th. Kaliumcyanid und 1000 Th. Wasser. Als Anode dient ein Goldblech.
Ein Anlegeöl für die Vergoldung lackirtor Blechwaren mit Goldblatt oder mitMusivgold bereitet man durch Kochung unter Umrühren aus 10 Anime, 10 Asphalt,15 Bleiglätte, 15 Umbra, letztere drei Substanzen höchst fein gepulvert, und 150Leinöl. Dieser kolirte Firniss wird mit Zinnober abgerieben, um ihm Körper zu geben,und dann mit Terpentinöl verdünnt, um ihn bequem mit einem Pinsel aufzutragen.
Vergoldemehl zum heissen Stempeln (z. B. in Hutfutter u. dergl.) ist ein feinesPulver aus gleichen Theilon Dammar, Mastix, Sandarak und Kolophonium.
Glühwachs zur Erhöhung der Goldfarbe. Es wird damit die Vergoldung bestrichenund der Gegenstand abgeglüht. Es besteht aus circa 50 Wachs, 5 rothem Bolus, 4 Grün-span, 4 gebranntem Alaun oder aus 100 Wachs, 25 gebranntem Bolus, 25 Colcothar, 15