Anrum.
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Grünspan oder Kupferasche, 5 gebranntem Borax. Sobald das Wachs des über die Ver-goldung gestrichenen Glühwachses abgebrannt ist, wird in kaltem Wasser abgelöscht etc.
Glasvergoldung. Dazu gehören drei Flüssigkeiten: I. Lösung von 2,0 säurefreiemGoldchlorid in 150,0 destillirtem Wasser. — II. Lösung von 5,0 trocknem Natron-hydrat in 80,0 destillirtem Wasser. — III. Lösung von 2,5 Stärkezucker in 30,0destillirtem Wasser, 25,0 Weingeist und 20,0 käuflichem reinem Aldehyd. —Behufs der Vergoldung mischt man 200 com der Flüssigkeit I, 50 ccm der Flüssigkeit IIund 5 ccm der Flüssigkeit III schnell und giesst die Mischung in das zu vergoldende mitSodalösung und Wasser gereinigte Glas. In 5 Minuten ist die Vergoldung geschehen.
Unechte Vergoldung. Man löst Bleiacetat und Natriumthiosulfat zusammen inWasser und lässt die versilberten Gegenstände 2—3 Minuten bei 70° C. darinnen.
t Aurum tribromatum. Goldbromid. Goldtribromid. AuBr 3 . = 436.
Darstellung. Sehr fein vertheiltes Gold wird mit wenig Wasser übergössen unddarauf unter Umrühren die berechnete Menge Brom hinzugefügt. Sobald Lösung ein-getreten ist, wird die filtrirto Lösung bei gelinder Wärme zur Trockne eingedunstet.
Eigenschuften. Dunkelbraune Masse, löslich in Wasser, Weingeist und Aether.Das Salz bildet mit anderen Bromiden Doppelsalze.
Der Goldgehalt wird durch Glühen des Salzes und Wägen des Rückstandes bestimmt.
Anwendung. Dieses Präparat wurde von Goubebt als ein vortreffliches Mittelgegen Epilepsie empfohlen, da es selbst in sehr kleinen Gaben sehr rasch wirkt und langeIntermissionen der Anfälle bedingt, während weder Bromismus noch Verdauungsbeschwerdenund Schwäche der intellektuellen und sexuellen Fähigkeiten zu beobachten sind. DieTagesdosis beträgt bei Kindern 0,003—0,006 g, bei Erwachsenen 0,008—0,012 g. BeiMigräne-Anfällen kann man 0,003 g zweimal des Tages eine Stunde vor den Mahl-zeilen geben.
f Aurum-Kalium bromatum. Kalium-Goldbromid KAuBr 4 -j- ilLfi = 591.
Darstellung. 100 Th. feinst zertheiltes Gold, 61 Th. Bromkalium und 123 Th.Brom werden mit ca. 2500 Th. Wasser übergössen und solange geschüttelt, bis Lösung ein-getreten ist. Darauf wird filtrirt und das Filtrat zur Krystallisation eingedampft. Die aus-geschiedenen und abgesaugten Krystalle werden aus Wasser umkrystallisirt.
Eigenschaften. Braunschwarze, nadeiförmige Krystalle, leicht löslich in Wasser.Aether nimmt aus diesem Doppelsalz das Goldtribromid auf und scheidet Kaliumbromid ab.
Den Goldgehalt bestimmt man durch Glühen des Salzes und Auslaugen des Rück-standes.
Anwendung. Dieses Präparat wurde von Merck an Stelle des leicht zersetz-lichen Goldtribromids empfohlen und von Ivan Tankuba und Laueenauer bei Epilepsieund Hysteroepilepsie mit gutem Erfolge gebraucht. Die innerliche Anwendung des Mittelsempfiehlt sich nicht, dagegen ist die subkutane Injektion empfehlenswerth.
Rp. Auri Kalii bromati 0,4Aquae destillatae 20,0.S. D. S. Zur Injektion. [Laufenauee.]
Hiervon injicirt man anfänglich 0,5 ccm und steigt allmählich bis zu 2 ccm. Diemittlere Dosis beträgt 0,02 g des Präparates, was 1 ccm obiger Lösung entspricht.
tt Aurum Kalium cyanatum. Kalium-Goldcyanid 2 KAuCy 4 -|~ 3H 2 0 = 732.
Darstellung. Eine koncentrirte Lösung von 54 Th. neutralem Goldtrichlorid wirdm eine koncentrirte heisse Lösung von 46 Th. Kalium cyanatum puriss. (pro analysi) ge-gossen, das beim Erkalten sich ausscheidende Salz abgesaugt und aus Wasser umkry-stallisirt.
Eigenschaften. Durchsichtige tafelförmige Krystalle, löslich in Wasser, unlöslichin Weingeist. Bei massigem Glühen "geht das Salz in Kalium-Goldeyanür KAuCy 2 über.
Den Goldgehalt des Salzes bestimmt man durch sehr starkes Glühen und Auslaugendes Rückstandes.
Anwendung. Dieses Doppelsalz ist ein sehr starkes Antisepticum. Ein Theilvermag schon 25000 Th. Blutserum zu sterilisiren und für die Entwicklung pathogenerMikroben ungeeignet zu machen. Für klinische Zwecke wurde das Präparat noch nichtverwandt; es wäre jedoch zu versuchen, dasselbe an Stelle des schon vor mehr als 40 Jahrenvon Chbistien in die Therapie eingeführten und bei Skrophulose, Phthisis und Amenorrhoegebrauchten Aurum cyanatum zu geben.
Aufbeivahrung. Sehr vorsichtig, vor Licht geschützt.
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