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1 (1900)
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Aurnm.

theilte Gold fand innerliche Anwendung- bei gesunkener Verdatrangskraft und Lcbens-thätigkeit; äusserlich und innerlieh bei Syphilis, Skrofeln, Krebs, Utermblutvmgen, skrofu-lösen und syphilitischen Augenentzündungen, in Salbenform hinter den Ohren eingeriebenzur Beseitigung der Geschwüre und Flecken der Hornhaut. Dosis: 0,020,040,06, inEinreibungen auf Zunge oder Zahnfleisch zu 0,10,150,2 auf den Tag.

Im allgemeinen halten die Aerzte das gepulverte und das präcipitirte Gold thera-peutisch für gleichwerthig.

Amalgam» Auri.

Ep. Hydrargyri 1,0

Auri pm-i praeoipitati 0,2.Bei massiger Wärme zusammen zu schmelzen.

Linctus auriferus Legrand.I.

Ep. Anri praeeipitati 0,05Mellis depurati 25,0.Morgens und abends einen Theelöffel zu geben(für Kinder).

IIEp. Auri praeeipitati 0,3Mellis depurati 100,0.Morgens und abends einen Theelöffel zu nehmen(für Erwachsene).

Pilulae Auri ainalgamati Eicord.Ep. Amalgamae Auri 0,6

Thridacis 0,2

Conservae Eosae 0,5

Badicis Liquiritiac pulveratae q. s.Fiant pilulae 10. Täglich 13 Pillen (bei sekun-därer Syphilis. Salivation tritt nicht ein).

Saecharmu auratum.

Ep. Auri pulverati 0,1

Sacchari pulverati 10,0.Zum Bereiben des Zahnfleisches.

Simpus auratus.

Ep. Auri pulverati 1,0Sirupi Sacchari 30,0.Zum Bepinseln der Schankergeschwüre im Bachen.

Unguentum Auri.

Ep. Auri pulverati 1,0Unguenti cerei 20,0.

Chemie und Analyse. Gold ist ein edles Metall von eigenartiger gelber Farbeund hoher Politurfähigkeit, im fein vertheilten Zustande ein braunes Pulver, welches beimReiben Metallglanz annimmt. Das spec. Gew. des kompakten Goldes schwankt je nach derBearbeitung von 19,2619,55. Der Schmelzpunkt liegt hei etwa 1300° C.

Gegen Luft, Sauerstoff und Wasser erweist sich Gold bei jeder Temperatur als un-veränderlich. Ebenso wird es von keiner einfachen Säure z. B. Salzsäure, Schwefel-säure, Salpetersäure) angegriffen, dagegen wird es angegriffen von schmelzendem Kalihydrat,Natronhydrat, auch von schmelzendem Salpeter. Freies Chlor und alle Mischungen, welchesolches entwickeln, ebenso freies Brom wirken sehr heftig auf Gold ein, weniger heftig istdie Einwirkung von freiem Jod. Schwefelwasserstoff wirkt auf blankes Gold nur wenigein. Goldene Gegenstande werden durch Schwefelwasserstoff bei weitem nicht so leichtgeschwärzt, wie solche aus Silber. Das gebräuchlichste Mittel, Gold aufzulösen, ist dasKönigswasser, s. S. 77, eine Mischung von Salzsäure und Salpetersäure, welche Chlor imstatu nascendi in Freiheit setzt.

Goldlösungen sind gelb, in konc. Zustande röthlich bis bräunlich. Sie gehen folgende

Reaktionen. 1) Aetzkali und Aetznatron fällen braunes Hydroxyd, welches imUeberschuss des Fällungsmittels leicht löslich ist. Alkalikarbonate bewirken erst in derSiedehitze Ausscheidung von röthlich-gelbem Goldhydroxyd. Durch Ammoniak oderAmmoniumkarbonat entstehen, jedoch nur in koncentrirten Lösungen, röthlichgelbe Nieder-schläge von Goldoxyd-Ammoniak (Knallgold), welches im getrockneten Zustande bei derleichtesten Berührung heftig explodirt. 2) Schwefelwasserstoff fällt aus einer neutralen odersauren Goldlösung alles Gold aus. Die braunschwarzen Niederschläge sind Gemenge vonGoldsulfid, metallischem Gold und Schwefel. Sie sind unlöslich in Salzsäure oder Salpeter-säure, dagegen löslich in Königswasser, ferner in farblosen oder gelben Schwefelalkalien.3) Zinnchlorürlösung, welche etwas Zinnchlorid enthält (man füge zu Zinnchlorürlösungetwas Chlorwasser), erzeugt auch in sehr verdünnten Goldlösungen einen purpurrothen,bisweilen ins Violette oder Braunrothe spielenden Niederschlag von Goldpurpur. 4) Eisen-oxydulsalsalze reduciren Goldchlorid in seinen Lösungen und scheiden metallisches Goldals feines braunes Pulver ab. Die darüber befindliche Flüssigkeit erscheint im durch-fallenden Lichte schwärzlichblau. Wird der getrocknete Niederschlag mit einer Messer-klinge gedrückt, so nimmt er Metallglanz an. 5) Kaliumnitrit fällt ebenfalls metallisches

bei sehr staskor Verdünnung ist die Flüssigkeit zunächst nur blau gefärbt 6) Oxal-

Gold:

bäure fällt aus der nicht zu sauren Lösung in der Siedehitze metallisches Gold.

Metallisches Gold fällen aus der Goldlösung überhaupt die meisten unedlen Metalle,ferner Quecksilber, Silber, Platin. Ebenso wirken als Reduktionsmittel: Ferrochlorid, Ferro-