Aurimi.
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Weisses krystallinisehes Pulver, in Wasser nur massig löslich. Wird in der Augen-praxis verwendet, weil es besser wirken soll als das Sulfat. Aufbewahrung: Sehrvorsichtig.
tf Atropinuin santonicum. Santoiiiiisaures Atropin.
Zur Darstellung werden 10,0 Th. Atropin in alkoholischer Lösung mit 8,5 Th. San-tonin in verdünntem Alkohol gelöst zusammengebracht und zur Trockne verdampft.
Farbloses, krystallinisehes Pulver, in Wasser löslieh. Vor Lieht geschützt sehrvorsichtig aufzubewahren. In der Augenheilkunde angewendet, soll gut vertragenWerden, die Lösungen sollen haltbar sein.
Aurum.
Aiiriim. Gold. Or. Gold (Englisch). Au. Atomgew. = 190.
I. Aurum foliatum. Blattgold. Wird, zwischen Goldschlägerpapier geschichtet,m den Handel gebracht. Das Goldschiägerpapier ist wie die Blätter eines Buches zu-sammengeheftet. Ein Buch enthält circa 252 Blatt Gold, jedes Blatt ist circa 17 qcmgross. Zum Vergolden der Pillen kann man aber zweckmässig auch den bei der Blatt-gold-Fabrikation sich ergebenden Abfall verwenden.
Das Blattgold dient zum Vergolden der Pillen. Mittelst eines breiten Messers wirde "i Blatt aufgenommen und auf die zu vergoldenden Pillen (10 Stück) in der Hörn- oder■Holzkapsel, wie eine solche beim Versilbern der Pillen in Anwendung kommt, gelegt, dieKapsel geschlossen etc.
Das Blattgold enthält meist etwas Silber, was seiner Verwendung nicht entgegensteht. Kupferhaltiges Gold soll man verwerfen.
Man verwechsele es nicht mit dem Goldschaum, Metallgold, welches Blatt-Dietall aus Tomback, einer Legirung von Kupfer und Zink, dargestellt ist.
Prüfling. Man übergiesst ein Blättchen des Metalls mit circa 3 cem reiner Sal-petersäure, erwärmt einige Minuten, giesst die Flüssigkeit in ein Reagirglas klar ab undvermischt sie mit circa 5 cem Aetzammonfiüssigkeit. Es darf eine blaue Färbung nichterfolgen (Kupfer). Tomback ist in Salpetersäure übrigens völlig löslich.
II. Aurum pulveratum. Aurum alcokolisatum. Gepulvertes Gold. In einenPorcellauencn Mörser giebt man mehrere Blätter Goldblatt und circa die 20 fache Mengegepulvertes Kaliumsulfat und zerreibt zu einem höchst feinen Pulver, wäscht dann das Salzm it heissem Wasser weg und trocknet das zurückbleibende Goldpulver. Es ist obsolet,•Wie Anwendung ist dieselbe, wie die des folgenden Präparats.
IM. Aurum praeeipitatione divisum. Aurum praeeipitatum puruin. Praeci-Pitirtes Gold. Eine Goldchloridlösung, welche etwas freie Salzsäure enthält, wird mitsoviel einer Ferrosulfatlösung versetzt, als dadurch ein Niederschlag hervorgebrachtWird. Letzterer wird gesammelt, ausgewaschen und getrocknet. Es bildet ein zimmt-Draunes glanzloses Pulver, welches unter Druck und Reiben Metallglanz annimmt.
IV. Aurum COlloidale. Colloidales Gold. Lösliches Gold.25 cem einer Lösung von 0,6 g Goldchloridchlorwasserstoff im Liter werden mitetwa 100 cem Wasser verdünnt, hierauf mit einer '/„-normalen Lösung von Kalium-karbonat (14 g K 2 C0 3 in 1 Liter) versetzt und zum Sieden erhitzt. Unmittelbar nachdem Aufkochen entfernt man die Flüssigkeit von der Flamme und fügt portionsweise4 cem einer Lösung von 1 Th. frisch destillirtem Formaldehyd in 100 Th. Wasser zurkochend heissen Goldlösung unter lebhaftem Umrühren der Flüssigkeit. Diese wird zuerstPrächtig hellroth, schliesslich tiefroth gefärbt. Das verwendete destillirte Wasser mussVöllig rein sein; schon geringe Mengen Erdalkalisalzo verhindern den Eintritt der Reak-tion. — Um die Lösung koncentrirter zu machen, muss sie der Dialyse unterworfenWerden.
MaD erhält so rothgefärbte Lösungen, aus denen das Gold durch Neutralsalze, durchSäuren und Alkalien metallisch gefällt wird (Zsigmondy).
Anwendung. Die therapeutische Anwendnng des metallischen Goldes lässt siehau f die akhymistischen Anschauungen des Mittelalters zurückführen. Das fein ver-