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Atropimim sulfuricum.
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zuerst, verkohlt unter tbeilweiser Verflüchtigung und verbrennt schliesslich ohne Rück-stand. Seine wässerige Lösung (1 : 60) wird durch Aetzammon nicht getrübt, In konc.Schwefelsäure ist es ohne Färbung löslich. Die Lösung wird erst nach längerem Stehengefärbt. Wird ein Tropfen einer wässerigen Lösung auf ein Objektglas gegeben und inder Wärme eingetrocknet, so erblickt man nach einigen Stunden bei 60 bis 80facher Ver-grösserung unter dem Mikroskop Bündel von radial angeordneten, prismatischen Nadeln.
Die wässerige Lösung giebt mit Baryumchlorid einen weissen, in Salpetersäure un-löslichen Niederschlag. Das Vorhandensein von Atropin weist man nach S. 426 nach.
Prüfung. 1) Etwa 0,02 g Atropinsulfat verbrennen auf dem Platinbleche ohneeinen Rückstand zu hinterlassen. 2) Das sorgfältig getrocknete (!) Präparat schmelze bei183° C. Ein höherer Schmelzpunkt wird auf die Anwesenheit von Hyoscyaminsulfat(Sehm.-P. 206° C.) hinweisen. 3) Werden 3 cem einer Lösung 1: 60 mit 1 cem Ammoniak-flüssigkeit versetzt, so muss die Mischung klar sein und klar bleiben. Trübung weist auf£>elladonnin hin. 4) Um zu ermitteln, ob das untersuchte Präparat aus einem Atropinvom Schmelzpunkt 115,5° C, dargestellt wurde, nimmt man 0,1 g des Salzes, löst es in6 .cem destill. Wasser,, übersättigt die Lösung mit Kaliumkarbonat, schüttelt sie in einemkleinen Scheidetrichter mit 6 com Aether aus, lässt nach der Trennung der beiden Flüssig-keitsschichten die untere, wässerige ab, trocknet die Aetherlösung durch Schütteln mitetwas trockener Pottasche, dampft die filtrirte Aetherlösung in einem kleinen Schälchenab und trocknet den Rückstand bei 100° C. Die so dargestellte freie Base muss bei115,5° C. schmelzen.
Anfbetvahrung. Unter den direkten Giften, sehr vorsichtig, in der AbtheilungtAlkaloidia". Bezüglich der Abgabe gilt für das Atropinsulfat das für das freie ArtropinS. 427 Gesagte.
Anivendung. Das Atropinsulfat ist dasjenige Salz, als welches das Atropin über-haupt am häufigsten angewendet wird. Es gilt daher für dasselbe alles dasjenige, wasa «f S. 427 über die freie Atropinbase gesagt ist. Es enthält 85,5 Proe. Atropin und14,5 Proc. Schwefelsäure.
ff Charta atropinata. Charta medicamentosa Atropiiii sulfurici 0,001 in°Mitimetris singulis qnadratis continens. Papier atropine Streatfleld. Paper im-Pfegnated with Atropia Streatfleld. Collyrium siecum graduatum Atropini. Atro-Pinpapier. Ist mit Atropinsulfat getränktes zartes Fliesspapier. Jeder QuadratcentimeterIgetheilt in 9 Theilej enthält 0,001 Atropinsulfat. Ein oder zwei Neuntel-Quadratcenti-meter wird auf die Innenfläche der unteren Konjunktiva gelegt in Stelle der Atropinsolution.Ueber die Darstellung des Atropinpapiers vergl. Charta medicamentosa gradata.Reeeptformel als Beispiel
Rp. Chartae atropinatae Centimetros quadratos 3.
D. ad chartam paraffinatam.S. Zum äusserlichen Gebrauch, nach Verordnung.
ff Oelatina atropinata. Atropin-Gelatine. Stellt aus bester Gelatine her-gestellte Lamellen dar. welche pro Stück 0,0025 g Atropinsulfat enthalten. Sie werdenmit einem feuchten Pinsel aufgenommen und auf die zu behandelnde Stelle im Augegebracht.
D. S.
Collyrium Atropini Sichel.
Rp. Atropini sulfurici 0,01Aquae destillatae 10,0Glycerini 5,0.
t). S. Täglich einmal, später öfter einträufeln undnach jeder Einträufelung die Augen in kaltemWasser zu baden (bei Ophthalmie). — Giftttt-
Collyrium Atropini sulfurici oleosum
Owen.Rp. Atropini sulfurici 0,05 (ad 0,2)Olei Ricini 30,0.
Bei Hornhautentzündung). — Gift f f t.
Injectio subcutanea Atopini sulfurici.
Rp. Atropini sulfurici 0,1Aquae destillatae 10,0.Dosis: 0,1—0,2—0,3 cem (!). Giftftf.
Collyrium stillatitium Geaefe.
Rp. Atropini sulfurici 0,05 (ad 0,08)Aqua destillatae 10,0.Augen tropf wasser. — Gift ftf.
Glycerolatum Atropini sulfurici.
Unguentum Atropini sulfurici cumGlycerin o.Rp. Atropini sulfurici 0,04TJnguenti Glycerini 5,0.D. S. Zweimal täglich wie einen Stecknadelkopfgross auf die Innenfläche des unteren Augen-lides zu bringen.