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1 (1900)
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Asellus.

II. Asarum canadense L. und Asarum arifolium Michx. Canada snake

root. Wild Ginger. Heimisch im atlantischen Nordamerika. Das Rhizom wird wie dasder vorigen Art benutzt, scheint aber milder in der Wirkung zu sein, man setzt es demWein zu, um dessen Wohlgeschmack zu erhöhen, verwendet es auch in der Hauswirthschaftals Gewürz. Das Rhizom ist dicker, härter und dunkler wie das vorige.

Bestandtheile. Enthält 8,54,5 Proc. ätherisches Oel vom spec. Gew. 0,930,96.Es enthält Einen, Asarol (Linalool?), Essigsäure und Valeriansäureester desAsarols, Methyleugenol.

Tiuctura Asari canadeusis. Durch Digestdon aus 1 TL des Ehizoms und 5 Th.verdünntem Alkohol.

Extractuin Asari canadensis fluidum. Aus 100 Th. Rhizom, 50 Th. Glycerinund 250 Th. Alkohol (spec. Gew. 0,833) durch Digestion, Auspressen, Filtriren, Abdampfenbis auf 105 Th. Rückstand; dann absetzen lassen und 100 Th. abgiessen. Wohl besser durchPerkolation zu bereiten.

Sirupus Asari canadeusis. Durch Mischen aus 5 Th. Fluidextrakt und 95 Th.Sirupus Sacchari.

III. Asarum Sieboldi Miq. Tosaisuhl. In Japan. Wird ähnlich wie dievorigen verwendet.

Oleum Asari europaei. Die Asarumwurzel enthält etwa 1 Proc. ätherischesOel, von dunkler Earbe, aromatischem Geruch und pfefferartig brennendem Geschmack.Spec. Gew. 1,0181,068. Beim Stehen scheiden sich aus dem Oele häufig harte Krystallevon Asaron ab. Asaron krystallisirt monoklin, schmilzt bei 67° C. und siedet bei 296" C.Es ist seiner chemischen Konstitution nach ein Oxyhydrochiuonderivat der FormelC 6 H 2 (C 3 H 6 )[1](0CH 3 )[3](OCH s )[4](OCH 3 )[6], Ausserdem enthält das Asarnmöl Links-Pinen C 10 H 16 und Methyleugenol C u Hi 4 0 2 .

Wichtig für die Parfümerie ist das in Nordamerika viel gebrauchte, wohlriechendeOel der Wurzel von Asarum canadense L. Es hat das spec. Gew. 0,93096 und enthältnach Powek Pinen, Asarol(= Linalool?) frei und als Ester der Essigsäure und Valeriansäureund Methyleugenol.

Asellus.

Gadus Morrhua L., Morrhua vulgaris Cloquet, der Kabliau, aus der Abtheilungder Weichflosser (Anacanthini) und der Familie der Schellfische. Gadus Callarias L.,dergewöhnliche Dorsch" ist eine kleinere Varietät dieser Art des Kabliau. Be-wohnen die nördlichen Theile des atlantischen Oceans zwischen dem 40° und 75° nördlicherBreite.

I. Oleum JeCOriS Aselli (Austr. Genn. Helv.). Oleum Morrhuae (Brit. U-St).Oleum Jecoris Gadi. Stockftsculeberthran. Leberthran. Huile de foie de morue(Gall.). Cod-liver-oil. Ist das flüssige Fett aus den Lebern oben genannter Fische.

Gewinnung. Die Gewinnung des Leberthranes wird im grossen Maassstabe aufder Inselgruppe der Lofoten, in Bergen in Norwegen, ferner in Neufundland und auch inNewhaven (Schottland) betrieben. Sie ist nicht überall die gleiche; im grossen und ganzenaber wird wie folgt verfahren:

Man sammelt in grossen Behältern, welche oft bis zu 100 Tonnen Raum haben,die ungereinigten Lebern mit den Gallenblasen. Der freiwillig aus den Lebern ausfliessendeThran wird abgeschöpft und in anderen Behältern zum Absetzen gebracht. Die so ge-wonnenen, ersten Antheile sind verhältnissmässig hell. Wenn später die Lebermasse inFäuliriss geräth, fällt das Oel natürlich dunkler aus. Sobald freiwillig kein Thran mehraus den Lebern austritt, werden die Rückstände mit Wasser ausgekocht und der Thrandurch Pressen abgeschieden, oder man gewinnt die letzten Antheile durch Ausbraten undAuspressen. Die so gewonnenen Sorten heissennaturelle Thrane"; ihre Färbungwechselt von hellgelb bis dunkelbraun. Diese Thrane sollen therapeutisch nicht verwendetwerden.