Asarum.
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ßlähungsheilmittel, Liquide meteorifuge. von Gebr. Menard ist Asanttinkturmit Salmiakgeist.
Pepsin, Kolikmittel für Pferde. 1) Eine Bleizuckerlösung in Pfefferminzwasser10 : 200 mit einer Spur Opium und Kümmelöl. 2) Mischung aus Asanttinktur 120 Th.,Baldrian- und Aloetinktur je 40 Th. Stündlieh ein Esslöffel. (Pharm. Ztg.)
Pferdeessenz, Chinesische. Eine Mischung von Glaubersalz, Bittersalz, Asant,Kamillen, Pfefferminze, Zittwerwurzel und Wasser.
Oleum Asae foetidae. Stüütasant-Oel. Bei der Destillation der Asa foetidaerhält man 3—6,7 Proc. eines ätherischen, höchst unangenehm nach Zwiebeln und Knob-lauch riechenden, optisch linksdrehenden Oels. Spec. Gew. 0,975 — 0,990. Enthält nachSemmlek zwei Terpene, von denen das eine wahrscheinlich mit Pinen identisch ist. DreiDisulfide, C',H 14 S 2 , C U H 20 S 2 , C 10 H ]8 S 3 und ausserdem zwei andere Bestandtheile, deren Zn-sammensetzung durch die Formeln (C 10 H 1( ,0)n und U 8 H 16 S., ausgedrückt wird.
Asarum.
Gattung der Aristolochiaceae—Asareae.
I. Asarum europaeum L. Haselwurz. Hasenöhrlein. Scheihelkraut. Brech-Wurz. Heimisch in Laubwäldern Europas und Sibiriens.
Verwendung findet:
Das Rhizom: Kliizoma Asari. Badix Asari (Ergänzb.). Radix Nardi rusticaeseu silvestris. Racine de cabaret (Gall.). Hasel-wort. Asara-back root.
Beschreibung. Unregelmässig vierkantig, gegliedert, ästig,besonders an der Unterseite bewurzelt, aussen graubraun. Auf demQuerschnitt eine dicke Kinde und ein kleiner Holzkörper, mit etwa12 durch breite Markstrahlen getrennten Gefässbündeln und Mark.Im Parenchym Oelzellen. Stärkekörncken einzeln oder bis zu vierzusammengesetzt, in der Droge häufig verkleistert. Die trockne Drogeauthält häufig noch die langgestielten, nierenförmigen Laubblätter.Geschmack scharf gewürzhaft, an Kampher erinnernd.
Bestandtheile. In der trockenen Droge 1 Proc. ätheri-sches Oel, vom spec. Gew. 1,018—1,07. Das darin enthaltene Asaronfindet sich zu 1 Proc. auch sonst in der Pflanze, (cf. pag. 416.)
Einsammlung. Die im ersten Frühjahr oder im August gesammelte Wurzelwird, bei sehr gelinder Wärme getrocknet, in Blech- oder Glasgefässen aufbewahrt. 9 Th.frische Wurzel geben 2 Th. trockene.
Anwendung. Erzeugt Erbrechen und Durchfall, soll, dem Branntwein zugesetzt.Säufern dessen Genuss verleiden. Aeusserlich wirkt es reizend, daher auf die Schleimhautder Nase gebracht, Niesen erregend. Wenig gebraucht. Dosis als Niesepulver 0,1—0,2,al s Brechmittel 0,5—1,0 im Infusum. — In Frankreich werden auch die viel weniger wirk-samen Folia Asari verwendet.
Tinctura Asari wird wie Tinct. Absinthii bereitet. GtJNTHKk's Mittel gegen dieTrunksucht ist ein weingeistiger Auszug aus Haselwurz und Cascarillrinde.
Elixir antasthinaticum Boerhave. Haselwurz 2 Th., Alant-, Kalmus-, Veilchen-Wurzel, Süssholzsaft je 10 Th., Anis 5Th., Kampher 0,3 Th., verdünnter Weingeist 300 Th.
Pulvis sternutatorius Schneebergensis. Schneeberger Haupt- und Schnupf-Schneeberger Schnupftabak. Haselwurz 20 g, Maiblumenblüthen 5
Fig. 114. Querschnitt
durch das Rhizom von
Asarum europaeum. 6 mal
vergrössert. h Rinde.
m Mark.
Pulver;
N
.leswurz 2 g, Veilchenwurzel 50 g, Bergamottöl 15 Tropfen. — Die giftige Nieswurz lässiSlc h (n. Diet.) durch Seifenpulver ersetzen.
w Saint-Ange's Hauptpulver (Poudre capitale de S.-A.) ist ein Niesepulver ausHaselwurz, Nieswurzel, Raute, Majoran und Betonienblättern.
Pulvis errhinus Hedenius. Kalomol 1 Th., Majoran, Haselwurz, Zucker je 2 Th., . Pulvis sternutatorius (Gall.). Besteht aus den Blättern von Asarum, Betonica,«lajoran und den Blüthen der Convallaria.