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Asa foetida.
a) das Ehizom: Tuber Ari. Rhizoma Ari. Radix Ari. Radix Aronis. RadixDracontii minoris. Tnbercule d'Arum (Gall.).
Beschreibung. Unregelmässig rundlich oder oval ist es von der Grösse einerkleinen Kartoffel, unten bewurzelt. Getrocknet ist es etwa haselnussgross, rundlieh,weisslich, von den äusseren Theilen und den Wurzeln befreit. Das Gewebe besteht ausdünnwandigem, mit Stärke erfülltem Parenehym, zerstreute Zellen enthalten Oxalat-Raphiden und spärliche Gefässbündel.
Geschmack der frischen Knollen brennend scharf, der trocknen mehlig, wenig kratzend.
Bestandtheile. 71 Proc. Stärke, 18 Proc. Bassorin, 0,6 Proc. fettes Üel etc.Der die ausserordentliche Schärfe dieser und anderer Araceen bedingende Stoff ist nichtbekannt, man hat als giftigen Stoff dem Saponin nahestehende Stoffe nachgewiesen, fernerenthält die Pflanze (und andere Araceen) Blausäure frei oder locker gebunden, jedenfallsnicht als Amygdalin. Die Anschauung, dass die Schärfe durch mechanische Verletzungender Schleimhäute durch die Oxalat-B,aphiden bedingt sei, dürfte falsch sein. Charakteristischist es, dass die scharfen Stoffe sehr flüchtig sind, so dass getrocknete oder erhitzte Drogenihre Schärfe verloren haben.
Anwendung. Das Pulver zuweilen noch als Bestandtheil einiger Magenpulver.Die gekochten Knollen werden gegessen. Aus den Knollen dieser Art oder von Arumitalicnm Mill. und Amin esculentnm L. gewinnt man zuweilen Portland-Arrowroot. DieKörnchen 3—21 fi, meist 7—15 ,« gross, sind Theilkörner zusammengesetzter Stärkekörner,daher auf einer Seite abgerundet, auf der anderen flach und kantig, zuweilen finden sichauch kleine, rundliche Körnchen. Die meisten Körner haben einen kleinen, centralenSpalt. Zwischen den Stärkekörnchen nicht selten Oxalat-Raphiden oder Bruchstücke solcher.
b) Die spiesspfeilförmigen, langgestielten, oft braun gefleckten Blätter werden ge-trocknet (also ihrer Schärfe beraubt) in manchen Gegenden gegen Brustkrankheiten verwendet(Aronekraut).
II. Amm italiCUin Mill. Heimisch im Mittelmeergebiet. Die grösseren Knollendieser Art (Radix Ari gallici) werden wie die der ersteren verwendet. Sie sollen anihrer Stelle oft in den Handel kommen.
III. Arisaeitia triphyllum Schott in Nordamerika liefert Tuner oder Radix Ariiudici. Dragon root. Indian turnip. Das Pulver (Cnpress—powder) dient als Kos-meticum. Ebenso verwendet man AHsaema DraCOntilim Schott.
Zahlreiche andere Arten dienen in den Tropen als Nahrungsmittel.
Pulvis stoinacüicus Bikkmakx: Pulvis Ari compositus s. alkalinus; Birk-mann's Magenpulver.Aronwurz 20 Th., Kalmus 10 Th., Biberncllwurzel, Zimmt, Präp.Austernschalen, Natriumbikarbonat je 5 Th.
Asa foetida.
Asa foetida (Germ. Helv. Austr. Brit. Gall. U-St.). Gummi — resina Asa foetida.Lacryma syriaca. Storcns diaboli. Asant. Stinkasant. Teufelsdreck. Ase fetide,Stinking Assa. Devils — dnng ist das Gummiharz verschiedener zu den Umbelliferae—Apioideae—Peucedaueae gehöriger Pflanzen. Es werden als solche genannt: FerulaAssa—foetida L, Ferula foetida Rgl. (F. Scorodosma Bentley u. Trimen, Scoro-dosma foetidnm Bunge), Ferula Narthex BoiSS. (Narthex Asa foetida Palconer), 1 )Ferula persica Willd. Die sehr ansehnlichen Pflanzen sind heimisch in den Wüstenund Steppen zwischen dem persischen Meerbusen und dem Aralsee, bei Herat und Kabulsollen auch Kulturen sein. Man gewinnt das Gummiharz aus den Wurzeln, indem mandieselben oben von der Erde entblösst, von Zeit zu Zeit eine Scheibe abschneidet und dasaus den schizogenen Behältern hervortretende Sekret sammelt. Hauptstapelplatz ist Bombay.
') Neuerdings als Lieferant der Droge bestritten.