Asa foetida.
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Beschreibung. Die beste Sorte (A. f. in Thränen und Körnern, A. f. in lacrymisseu granis) bestellt aus unregelmässig' gerundeten, bis 4 cm grossen, glatten, weisslichenois blassbräunlichen Stücken, die in der Kälte hart, in der Wärme erweichen und dannzusammenkleben. Auf dem Bruch opalartig' oder porcellanartig, zuerst weiss, dann an derLuft meist roth bis violett werdend. Spec. Gew. 1,3. Der Geruch ist schwächer wie beider folgenden Sorte.
Diese (in Massen, A. f. amygdaloides seu in massis) besteht aus unregelmässigen,klumpigen Stücken von dunkler Farbe, in welche Körner der ersten Sorte eingebettet sind.Diese Sorte ist oft mit Pflauzenresten, Steinchen, Sand, Haaren vermengt und daher vonsehr wechselnder Beschaffenheit. Im allgemeinen wird sie aber des stärkeren Gerucheswegen der ersten Sorte vorgezogen.
Eigenschaften. Geruch und Geschmack sehr charakteristisch. Entfernt man dasätherische Oel durch Erhitzen, so tritt ein angenehmer, an Styrax erinnernder Geruch auf.Mit 3 Theilen Wasser sorgfältig verrieben, giebt der Asant eine weissliche Emulsion,die durch Zutröpfeln von Ammoniak oder Natronlauge gelb wird. Koncentrirte Salz- undSalpetersäure färben beim Betupfen die Mandeln malachitgrün. Beim Erhitzen mit konc.Schwefelsäure färbt sich die Droge unter Entwicklung von Schwefeldioxyd roth bis rothbraun,mit 15 Th. Wasser verdünnt und mit Kalilauge übersättigt, zeigt sich blaue Fluorescenz.Mit alkoholischer Natronlauge gekocht, färbt sich die Lösung nach dem Abdunsten desAlkohols mit Nitropussidnatrium violett (Schwefelgehalt).
Bestandtheile. Die Asa foetida amygdaloides enthält nacn Polüek 61,4 Proc.ätherlösliches Harz (Ferulasäure-Ester des Asaresinotannols), 0,6 Proc.ätherunlösliches Harz (freies Asaresinotannol), 25,1 Proe. Gummi, 6,7 Proc.ätherisches Oel (cf. pag. 415), 0,06 Vanillin, 1,28 Proc. freie Ferulasäure, 2,36Proc. Feuchtigkeit, 2,5 Proc. Verunreinigungen.
Der Aschegehalt ist grossen Schwankungen unterworfen, Thränen enthalten nuretwa 0.75 Proc, die Sorte in massis hat bis 14 Proc.
Prüfung hat sich zunächst auf die oben schon angegebenen Merkmale zu er-strecken, ferner auf die Bestimmung des in Alkohol löslichen Theiles; es verlangen: Germ,über 50 Proc, Helv. 50 Proc. Gall. 66 2 / 3 Proc, Brit. 65 Proc, Ü-St. 60 Proc.
Als Höchstgehalt an Asche gestatten Germ. 6 Proc, Helv. 6—8, höchstens 10 Proc,Brit. 10 Proc, Austr. 10 Proc Die Beschaffung einer Asa in massis mit nur 6 Proc. Aschescheint Schwierigkeiten zu machen. — Austr. verlangt, dass die Droge mit Salzsäure nichtaut braust (Verfälschung mit CaC0 3 ).
Bestimmung der Säurezahl (nach Dietebich). 1 g der gepulverten Droge über-giesst man mit 10 ccm '/ 2 N. alkoholischer und 10 ccm l / 3 N. wässeriger Kalilauge und lässt"verschlossen 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen. Dann 500 ccm Wasser zusetzenand mit Phenolphtale'in und */ 2 N. Schwefelsäure zurücktitriren. Die verbrauchten Kubik-zentimeter KOH x 28 geben die Säurezahl. Grenzwerthe 68—77,5.
Verseifungszahl. 1 g -(- 30 ccm '/ 2 N. alkoholischer Kalilauge werden 1 Stundea 'Q Rückflusskühler gekocht. Dann mit 200 ccm H 2 0 verdünnen und mit Phenolphtale'inund 1 j„ N. Schwefelsäure zurücktitriren. Die verbrauchten Kubikcentimeter KOH x 28geben die Verseifungszahl. Grenzwerthe 82,2—129.
Esterzahl ergiebt sich aus der Differenz beider. Grenzwerthe 121—184.
Verfälschungen und Verunreinigungen kommen vor mit Theilen der Pflanze(speciell der Wurzel), Sand, Steinchen, angeblich auch mit fremden Harzen. Die im Vor-stehenden angeführten quantitativen Bestimmungen und die Aschenbestimmung gebendarüber Aufschluss.
Reinigung. Belv. lässt die gepulverte Droge durch Absieben von Unreinigkeitenbefreien, Gall. schreibt eine mit Alkohol gereinigte Asa foetida vor (cf. Ammoniacum.)
Aufbewahrung. In Blech- oder Thongefässen, am besten über Aetzkalk.
Pulverung. Vorbereitung und Ausführung wie bei Ammoniacum. Für Asant istein besonderes Sieb erforderlieh (Austr.), Mörser und dergl. reinigt man mittelst Soda-lösung. _ Nach dem Verfahren von Dietebich beträgt die Ausbeute 60—65 Proc. Es