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1 (1900)
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Artemisia. Arum.

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Fräulein Gotzkow's (aus Goldap): Beifuss, Zimmt und Thierkohle in abgetheiltenPulvern.

"Wbplbe's: Abgetheilte Pulver aus Beifuss, Diptam, Zittwerwurzel, Kienruss, Mag-nesia, Zucker, Baldrian- und Cajeputöl.

Hierzu gehören auch die Epilepsiemittel von Duband, Paoli, Quakte, Kabig, derBerliner Straussapotheke.

Poliehrest-Thee, Spanischer, besteht aus Beifuss, Stiefmütterchen, Huflattig, Schaf-

farbe, Mohnköpfen, rothem Sandelholz, Hirschhorn, Süssholz, Sarsaparille, Seifen- undeggenwurzel. (Pharm. Ztg.)

Scheu-fu Da. Schböpfek's: Beifusswurzel mit Kurkuma.

III. Artemisia Abrotanum L. Eberraute. Stabwurz. Citronenkraut. Iwa.Aurore des jardins. Southern wood. Oldman. In Südeuropa und dem Orient häufig,nicht selten kultivirt.

Verwendung findet:

Das blühende Kraut: Hei'ba Abrotani. Summitates Abrotani. Feuille et som-mite fleurie d'Aurore male ou Citronelle (GalL). Die unteren doppelt gefiederten unddie oberen einfach gefiederten Blätter besitzen schmal lineale, fast fadenförmige Zipfel,unterseits beharrt. Die kleinen, nickenden Blüthenkörbchen sind oval-rundlich, von grauerFarbe. Von scharf aromatischem Geruch und Geschmack.

Hier und da als magenstärkendes und wurmwidriges Mittel im Gebrauch.

Einsammlung. Im Juli und August. 4 Th. frisches Kraut geben 1 Th. trockenes.

Aufbewahrung. In Blech- oder Glasgefässen.

IV. Artemisia CampestriS L. Bother Beifuss. In Nordafrika, von Europa durchAsien bis China. Blüthenkörbchen sehr klein, Kandblüthen fruchtbar, Scheibenblüthen fehl-schlagend. Früher als Sem. Artemisiae rubrae u. campestris im Gebrauch.

V. Artemisia DraCUnculus L. Dragun. Estragon. Kaisersalat. Bertram

(wie Pyrethrum). In Russland und der Mongolei heimisch, als Gewürz häufig gebaut.Blätter ungetheilt, lineal, kahl.

VI. Artemisia frigida Willd. Berg-Salvei. Herba Artemisiae spinosae.Mountain Sage. Sage bush. Heimisch in den Weststaaten Nord-Amerikas. Das Krautwird neuerdings als Fiebermittel, auch als Diureticum, ferner bei Rheuma, Scharlach etc.empfohlen.

VII. Artemisia herba alba ÄSSO. CMh. Im Mittelmeergebiet. Soll die ber-berischen Flores Cinae liefern, cf. Cina.

VIII. Artemisia potltica L. Komischer Wermuth. Komischer Beifuss. Pon-tischer Wermuth. Das blühende Kraut (Herba Absinthii pontici seu romani) soll aroma-tischer und weniger bitter sein wie das von Artemisia Absinthium.

IX. Artemisia Mutellina VML A. glacialis L, A. spicata Woulf liefern

Herba Absinthii alpini seu. Genipi albi, den weissen Genip, Genipi vrai (GalL).Artemisia vallesiaca Vals. liefert den schwarzen Genip. Als Genip kommen auchAchilleaArten in Betracht. Diese sehr aromatischen Kräuter dienen zur Fabrikation vonLiqjieuren: Schweizer Absinth.

X. Flores Cinae cf. cina.

Arum.

Gattung der AraceaeAroideae.

I. Arum maCUlatum L. Aronstab. Eselsohren. Fieberwurz. Fresswurz.I'Ungenkraut. Zehrwurz. Pied de veau, Gouet. Heimisch in Mittel- und Südeuropa,zuweilen (in Indien) kultivirt.

Verwendung findet: