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1 (1900)
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403
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Arsenum.

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Dieses Kitrat wird alsdann in einer Schale aus echtem Porcellan auf dem Wasser-bade in der Weise erhitzt, dass man von Zeit zu Zeit das verdampfte Wasser wieder er-setzt. Dieses Erhitzen hat nämlich den Zweck, das noch vorhandene Chlor zu beseitigenund einen Theil der im Ueberschuss vorhandenen Salzsäure zu verjagen. Da aber auskonc, salzsaurer Lösung Arsenigsäureanhydrid in Form von Arsentrichlorid verflüchtigtWird, so ist der gelegentliche Ersatz des verdampften Wassers unabweislich. Ist allesChlor mit Sicherheit entfernt und der grössere Theil der Salzsäure verjagt, so lässt mannunmehr die Flüssigkeit erkalten und füllt sie bis zu einem bestimmten Volumen, z. B.500 ccm, auf.

Von dieser Lösung benutzt man zunächst einen aliquoten Theil, z. B. 50 ccm, umdie Anwesenheit oder Abwesenheit von Arsen qualitativ festzustellen. Diese Feststellungwird im MABSH'schen Apparate ausgeführt. Ergiebt sich hierbei die Anwesenheit vonArsen, so wird dasselbe später in dem vorhandenen Reste der Giftlösung quantitativ be-stimmt.

Der MAESH'sche Apparat. Wenn man die Absicht hat, Arsen im MARSH'schenApparat nachzuweisen, so soll man darauf verzichten, Kombinationen (sog. kleine MAKSn'scheApparat) zu benutzen, welche als nicht ordnungsmässig bezeichnet werden müssen. Zum-Nachweis grosser Arsenmengen bedarf man des MABSH'schen Apparates überhaupt nichtu nd sobald man in mangelhaften Apparaten arbeitet, können leicht auch nicht ganz kleineMengen Arsen sich dem Nachweise entziehen. Zur ordnungsmässigen Ausführung desVersuches bedarf man

1) Arsenfreie Schwefelsäure oder Salzsäure. Ueber die Darstellung derletzteren s. S. 57.

2) Arsenfreies Zink, welches unter der BezeichnungZink, absolutarsenfrei zur forensischen Analyse" von Mekck, Schttchabdt, Kahl-baum und anderen Firmen jederzeit zu erhalten ist.

3) Schwer schmolzbares Glasrohr von nebenstehendem Kaliber,JenenserWas" oderKavalier-Glas". Dasselbe muss 6lOstündiges Erhitzen aushalten,ohne zusammenzufallen und ohne durch das Erhitzen eine dunkle Färbung an-z unehmen, was bei vielen Glassorten leider eintritt.

Der Apparat selbst besteht aus dem Zersetzungsgefäss A, welches mit einem doppelt-durchbohrten Kautschukstopfen verschlossen ist. Die eine Bohrung enthält das bis zumi*oden des Gefässes reichende Trichterrohr, die andere das Gasabzugsrohr, welchesa n das Chlorcalciumrohr B angeschlossen ist. Mit dem letzteren ist wiederum das Glüh-

Fig. 111. Eeduktiousrohr zum MABSH'schen Apparat.

i°hr 0 verbunden, welches die durch beistehende Figur 111 verdeutlichte Form hat.Uäs Chlorcalciumrohr ist mit linsengrossen Stücken granulirten oder geschmolzenen Cal-^«nichlorids gefüllt. Man unterlasse es, wie früher vorgeschlagen worden ist, einige Stückev alihydrat vorzuschlagen, weil hierdurch geringe Arsenmongen dem Nachweis entgehenk °nnen.

, r Blinder Versuch. Um die Reinheit der Reagentien zu prüfen wird ein blinder/»such angestellt. Man nimmt soviel Zink, dass dasselbe sowohl für den blinden alsau <jh für den entscheidenden Versuch ausreicht, also z. B. 150 g, bringt dieses in ein Por-cedanschälchen und wäscht es nacheinander mit Aether, Alkohol und Wasser ab, dannbeizt man es mit etwas koncentrirter arsenfreier Salzsäure ab, bringt es m den Zersetzungs-*o!ben A und lässt durch das Trichterrohr zunächst etwas destillirtes Wasser, sowieß twas Salzsäure zufliessen. Die Wasserstoffentwickelung 1 ) beginnt alsbald und man über-

v ) Bei Anwendung von reinem Zink und reiner Salzsäure ist die Wasserstoffent-wickelung häufig träge. Dieselbe durch Einfliessenlassen von etwas Platinchlorid zu be-s ehle U nigen, empfiehlt sich nicht, weil man alsdann Spuren Arsen übersehen kann. Besserehon ist es, das Zink ausserhalb des Apparates durch üebergiessen mit verdünnter Platin-Juoridlösung zu platiniren und nach dem Abwaschen in den Apparat zu bringen. Ver-ehrt man aber, wie es hier angegeben (Entfetten durch Aether und Vorbeizen mit konc.^alzsäurel, so ist die Entwickelung für

gewöhnlich hinreichend lebhaft.

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