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Acetonum.
2—3proc. Lösung. Innerlich: 0,15—0,25 g dreimal täglich als Antipyreticum und An-algeticum, bei Rheumatismus, Malaria, Typhus. Vorsicht wegen Cyanose!
f Benzanilid. Benzoylanilid. Benzoylanilin. C c H 5 NH(C 6 H 5 CO). Durch Einwir-kung von Benzoylchlorid oder Benzoesäureanhydrid auf Anilin in gleicher "Weise wieAcetanilid. 0 6 H B NH 2 -f- C,,H,COCl = HCl -f C 6 H,NH(C e H,,CO).
Farblose, perlmutterglänzende Blättchen, in Wasser fast unlöslich, löslich in 58 Th.kaltem oder 7 Th. siedendem Alkohol. Schm. P. 163°. Aufbewahrung: Vorsichtig.
Als Antipyreticum in der Kinderpraxis. Kinder von 1—3 Jahren = 0,1—0,2 g,von 4—8 Jahren 0.2—0,4 g, von 8 Jahren ab 0,4—0,6 g, Erwachsene 1—3 g.
f SaliDylanilid. C 6 H 5 NH(C 6 H 4 OH. CO) = 213. Durch Erwärmen einer Mischung von50 Th. Salicylsäure und 84 Th. Anilin mit 20 Th. Phosphortrichlorid darzustellen. Manwäscht das Reaktionsprodukt mit Wasser, löst es in verdünnter, kalter Natronlauge undfüllt es aus dieser Lösung durch Salzsäure, worauf man den Niederschlag aus verdünntemAlkohol umkrystallisirt. Farblose Prismen oder Blättchen, Schm. P. 134—135°. Leichtlöslich in Alkohol, Aether, Benzol, Chloroform, schwer löslich in Schwefelkohlenstoff undheissem Wasser. Die alkoholische Lösung wird durch Femchlorid violett gefärbt. Wenigwirksam. Aufbewahrung: Vorsichtig.
Salifebrin-RADLAUER. Fälschlich „Salicylanilid" genannt. Angeblich ein Kon-donsationsprodukt aus Acetanilid und Salicylsäure, ist in der That aber eine mechanische(event. durch Schmelzen bereitete) Mischung von Acetanilid und Salicylsäure.
t Gallussäureanilid. Gallanilid. Gallanolwm (Gallinol). C 6 H 5 NH . CO . C e H 2 (OH) 3-j- 2H.,0. Man erhitzt Gallussäure oder Tannin mit einem Üeberschuss von Anilin 1 Stundelang auf 150°, entfernt durch Ausziehen mit salzsäurehaltigem Wasser das überschüssigeAnilin und krystallisirt den Bückstand wiederholt aus siedendem Wasser um.
Farblose, bei 100° wasserfrei werdende Krystalle. Wenig löslich in kaltem, leichtlöslich in siedendem Wasser, in Alkohol und in Aether. Durch Alkalien wird es unterBraunfärbung gelöst. Die wässerige Lösung färbt sich mit Eisenchlorid blau. Die wasser-freie Verbindung schmilzt bei 205°. Aufbewahrung: Vorsichtig, vor Licht geschützt.
Wirkt reducirend und antiseptisch. Au Stelle des Pyrogallols bei Hautkrankheiten(Ekzem, Psoriasis) in Substanz, in Mischungen mit Talcum, in Salben 1 :30 bis 1 :4. An-geblich ungiftig, nicht reizend.
f Methylacetanilid. Exalgine (Call.). C 6 H s N(CH 3 )(CH 5 CO). Man lässt zu 215 Th.Monomethylanilin (unter Rückflusskühlung) allmählich und unter Umschwenken 80 Th. Acetyl-chlorid zutropfen. Unter freiwilliger Erhitzung vollzieht sich die Reaktion 2C 6 H 5 NHCH 3+ CH 8 COCl = C 6 H 6 N(CH 3 )CH 3 CO + CJL> T HCH 3 . HCl. Man trägt den noch warmenKolbeninhalt in siedendes Wasser ein und sammelt die nach dem Erkalten sich ausschei-denden Krystallnadeln, welche aus siedendem Wasser oder verdünntem Alkohol umkry-stallisirt werden.
Da nur die Hälfte des Monomethylanilins umgewandelt wird, der Rest als salzsauresSalz in der Mutterlauge gelöst ist, so dampft man diese nach Zusatz von wenig Salzsäureetwas ein und gewinnt das Monomethylanilin wieder durch Destillation der mit Natronlaugestark alkalisch gemachten Flüssigkeit im Wasserdampfstrome.
Farblose, lange prismatische Krystallnadeln, in 60 Th. kaltem, oder in 2 Th. sieden-dem Wasser, sehr leicht in Alkohol löslich. Schm. P. 102 °, Siedep. gegen 245°. Schmilztunter siedendem Wasser. Durch Erhitzen mit Natronlauge oder konc. Salzsäure wird esin Essigsäure und Monomethylanilin gespalten. Die im letzteren Falle erhaltene salzsaureLösung darf, nach dem Uebersättigen mit Ammoniak, auf Zusatz von Chlorkalklösung nichtviolett gefärbt werden (Anilin). Gall. Aufbewahrung: Vorsichtig.
Anwendung. Als Antineuralgicum in Gaben von 0,2—0,4—0,8 g bis zu 1,5 g täglich.
Jatrol angeblich Oxyjodomethylanilid. Als Jodoformersatz (Trockenantisepticum,geruchloses, farbloses Pulver) empfohlen. Formel? Zweifelhaftes Präparat.
Acetonum.
I. Acetonum. (Ergänzb.) Pimetkylketon. Aceton. Propanon. Spiritus pyro-aceticus. Mesitalkohol. CH 3 : CO : CH 3 = 58. Spurenweise im normalen Harn und imBlut enthalten, bei hohem Fieber und bei Diabetes in grösserer Menge im Harn auftretend.Entsteht bei der trockenen Destillation des Holzes, beim Erhitzen von Zucker oder Gummimit Kalk.
Bereitung. Baryumaeetat wird der trockenen Destillation unterworfen. DasDestillat wird mit Natriumkarbonat entsäuert und über geschmolzenem Calciumchlorid
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