Acetanilidi Derivata
2 ccm 3prooentiges Karbolwasser sowie etwas filtrirte Chlorkalklösung hinzu: ZwiebelrotheFärbung, die durch Ammoniak in Blau übergeht (Indophenol-Reaktion).
Acetanilid ist Bestandteil einer grossen Anzahl von Geheimmitteln und Specialitäten:
Antikamnia. Gemisch von 80 Acetanilid mit 20 Natriumbikarbonat, zuweilen auchetwas Koffein.
Antinerrin- Radlauer. (Salbromalid.) Gemisch aus Ammoniumbromid, Salicyl-säure je 25, Acetanilid 50 (Ritsert).
Exodyne. Acetanilid 90, Natriumbikarbonat, Natriumsalicylat je 5.Acetanilid 70, Natriumbikarbonat 30,0.Mischung aus Acetanilid, Natriurnbikarbonat. Koffein, Natriumsulfat,
Headine.Phenatol.
Natriumchlorid.
PUenolid.,-_ Pyvatine.
(, Welter).
Acetanilid, Natriumbikarbonat aa.
Acetanilid 60, Koffein 7, Natriumbikarbonat 20,
Calciumkarbonat 13
Rp. Acetanilidi 2,0—5,0Sacchari 3,0
fiat pulvis, divide in partes X.Drei bis viermal täglich ein Pulver.
Rp. Acetanilidi 2,0
Sacchari albiGummi arabici ää 1,0iiant cum Aqua pilulae 20.2-4 Mal täglich 3—4 Pillen.
Tlnctura dentifrieia cum Acetanilldo.
Rp. Acetanilidi 5,
Glycerini 20,
Spiritus 75,
Tinct. Coecionellae 5,Olei Menthae pip.„ Geranii ää gtt. V1 Theelöffel voll in 1 j t Glas "Wasser als anti-septisches Mundwasser.
Acetanilidi Derivata.
Von den näheren Derivaten des Acetanilids kommen pharmaceutisch folgende>n Betracht:
Ammonol (amerik. Ursprungs) soll angeblich Ammoniumphenylacetamid (Formel?)8e m. Zweifelhaftes Präparat: Analgeticum und Antipyreticum.
t Antisepsin. Asepsin. p. Bromacetanilid. C^ßr^NH . CH 3 CO(4). Man löst^5 Th. Acetanilid in Eisessig, trägt 160 Th. Brom ein und krystallisirt den entstehendenWeissen Niederschlag aus heissem Alkohol um.
Farblose, monokline Prismen, Schm. P. 165—166°, in Wasser fast unlöslich, in Al-kohol massig löslich. Aufbewahrung. Vorsichtig, vor Licht geschützt. Aeusserlich* Antiseptikum auf nicht blutende Wunden. Innerlich 0,02 — 0,05 — 0,1 g als Antipyre-ticum und Antineuralgicum. (Vorsicht wegen Kollaps.)!
[Antisepsin — Viquerat ist eine Art Lymphe, welche in der Weise erhalten wird,<Jäss man 1—2 ccm einer 0,5procentigen Lösung von Jodfrichlorid in Abscesse spritzt undoas sich ausscheidende Serum als Heilmittel "benutzt. Nicht mit dem Vorigen zu ver-wechseln.]
Jodantifebrin. Para-Jodacetanilid. C 6 H 4 J(r)NHCH 3 CO(4). _ Darstellung:V Durch Einwirkung von Chlorjod auf eine eisessigsaure Lösung von Acetanilid; b) durch Er-h «zen von p-Jodanilin mit Eisessig: C„H 4 JNH, -f CH 3 C0 2 H = H 2 0 + C 6 H 4 J . NH . CH 8 CO.Aus Wasser krystallisirt farblose, rhombische Tafeln, geruchlos, geschmacklos. Wenig lös-'° n in kaltem, ziemlich löslich in siedendem Wasser, sehr leicht löslich in Alkohol und in
ses sig (Schm. P. 181,5°). Scheint den Organismus unverändert zu verlassen.
„ t Diacetanilid. C 0 H 5 N(CH.,CO) 2 . Durch Erhitzen von Monoacetanilid mit Eisessig auf
250° C. zu erhalten. Das Reaktionsprodukt wird mit heissem Petroläther ausgezogen,
.elcher das Monoacetanilid ungelöst lässt. Aus der heissen Petroläther-Lösung scheidet
"ph Diacetanilid in Blättchen aus. Schm. P. 111° C. Wirkt wie Monoacetanilid,
De r stärker. Aufbewahrung: Vorsichtig.
. n t Formanilid. Formanilidum, Phenylformamid C 6 H 6 NHfHCO). Darstellung:> -Uurch raschesDestillh-en von 93 Th. Anilin mit 126Th. krystallisirter oder 90Th. entwässerterOxalsäure. q^qj^ , 0 H . NHo = H „0 4- C0 2 -f C c H,NH(HCO). b) Durch Erhitzen vonA »eisensäure-Ester mit Anilin: HCOOC 2 H s + C 6 H B NH 2 = C 2 H 5 OH + C 6 H 5 NH(HCO).koh 1 f^ r ' 3 ^ ose i lange prismatische Krystalle, Schm. P. 46°. In Wasser ziemlich, in Al-Säu laicht löslich. Löslich auch in Glycerin und in Oelen. Zerfällt mit verdünnten
ren in Anilin und Ameisensäure. Aufbewahrung: Vorsichtig.<j eil ,-A Süsser lieh: Blutstillend, auf Schleimhäuten anästhesirend. Zu Einblasungen inSohl 7*. °Pf mrt gleichen Theilen Amylum oder Lycopodium. Zu Pinselungen aufeimhäuten die 10—20proc. Lösung, zu Einspritzungen in die Urethra und Blase die