■
75
Unterabtheilung: Euphyceae.
Gewöhnlich im Wasser, bisweilen auf feuchtem Boden lebende Zellpflanzen mit Chlorophyll, das ent-weder deutlich hervortritt, und durch andere Farbstoffe verdeckt wird.
Classe: Khodophyceae.
In den Farbstoffkörpern (Chromatophoren) wird das Chlorophyll durch einen rosenrothen Farbstoffverdeckt, welcher Phycoerythrin oder Rhodophyll genannt wird. Die Fortpflanzung geschieht aufgeschlechtlichem oder ungeschlechtlichem Wege.
Familie: Gigartinaceae.
Durch sehr eigenthümliche Befruchtungsverhältnisse (vergl. die Darstellung bei Chondrus crispus)entstehen im Inneren des Lagers reiche Geflechte fertiler und steriler Zellfäden. Diese Fruchtgeflechtesind häufig von einer besonderen Fruchthülle umschlossen. Die Sporangien weisen meist paarig geordneteTetrasporen auf.
Chondrus crispus Stackhouse.
Tafel 162.
Lager karminrosenroth oder violett, flach, wiederholt gabeltheilig mit linealischen oder keilförmigenZipfeln; Carposporangien an den oberen Theilen der Zweige, auf der einen Seite schwach hervortretend.
Chondrus crispus Stackhouse apud Lamouroux in Ann. Mus. XX. 126; Lyngbye, Hydr. 45. t. 5 A.B; Grev. Alg. Brit. 129. t. 15; Aresch. Enum. 86; Harvey, Man. 77, Phyc. t. LXIII; Kütz. Spec. Alg.735, Phyc. gen. t. 73. ßg. 3; J. G. Agardh, Florid. 246; Hauptfleisch u. Schmitz in Engl. Nat. Pflzf. I(2). 356. flg. 215. B.
Sphaerococcus crispus C. A. Agardh, Spec. 256, Syst. 219; Guimp. u. Schlechtend. Pfl. Pharm. III.112. t. 297. flg. 3. t. 298. flg. a. I. c; Berg u. Schmidt, Darstell, u. Beschr. t. XXXIII a . Fig. A—E.
Fucus crispus Linn. Munt. 134; Stachh. Ner. t. 12; Engl. Bot. t. 2285.
Fucus polymorphus Lamour. Dissert. 4.
Fucus ceramioidis Gmelin, Hist. Fuc. 115. t. 7. flg. 1; Allione, Pedem. IL 330.
Irisches Moos oder Carageen; französisch: Mousse perlee ; englisch: Carrageen.
Aus einer flachen, rindenartigen, dem Gestein fest ansitzenden Haftscheibe erheben sich zahlreichelaubartige Lagerstämmchen, welche eine Höhe von 7—15 cm erreichen. Sie sind unten einfach, schmallinealisch oder etwas breiter und verzweigen sich nach oben hin wiederholt gabelig, um endlich in schmälere,einfache Lappen oder in breitere auszugehen, welche vom Rande aus reichliche, kleine Sprosse erzeugen.Die Zweige drängen sich nach allen Seiten durcheinander und stellen eine verworrene, krause Masse dar.Der Consistenz nach sind sie im Wasser gallertartig, schlüpfrig, im getrockneten Zustande sind sieknorpelig. Ihre Farbe wechselt zwischen rosenroth, purpurroth und violett; durch Bleichen in der Sonnenimmt das abgestorbene Lager eine gelbe bis bräunliche Färbung an.
10*