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4 (1902) Die Monocotyledoneen, Gymnospermen und Kryptogamen
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braunen, reich verzweigten, dünnen Mycelfäden (Plectenchym), welche sich in der Rinde so eng unddicht berühren, dass der Querschnitt das Bild eines Parenchyms vortäuscht (Paraplectenchym).

Die Hymenial- und Schlauchschicht liegt auf der Unterseite des Hutes und ist der Masse nachgewöhnlich umfangreicher als der obere Hutkörper. Auch sie besteht aus dichtem Plectenchym, wird abervon zahllosen, das ganze Hymenium senkrecht durchsetzenden Kanälen von etwa 0,5 mm Durchmessergebildet. Aus den die Innenwand begrenzenden Mycelfäden erheben sich in den unteren jüngeren Theilender Kanäle blasenförmige Zellen (Basidien) und wachsen senkrecht in das Lumen der Kanäle hinein.Aus dem Scheitel jeder Basidie wachsen 4 mit ihr in Verbindung bleibende Mycelzweige hervor. JederAst schwillt an der Spitze ellipsoidisch an; die Anschwellung gliedert sich durch eine Querwand ab undwird zu einer hyalinen Spore.

Der Feuerschwamm wächst nur an Laubhölzern, besonders gern an Buchen und ist in der nördlichgemässigten Zone bis über den Polarkreis hinaus verbreitet, wenn er auch in einigen Theilen diesesGebietes fehlt; sehr häufig ist er namentlich in Siebenbürgen, wo er im Szekler Lande und im ComitatHaromszek gesammelt wird. Man macht hier nicht blos das in den Apotheken zu führende Präparat,sondern auch Zunder, ja selbst Kleidungsstücke, Mützen und Westen daraus. Auch von Archangelsk kommtFeuerschwamm in den Handel.

Als Wundschwamm, Fungus Chirurgorum, wird die mittlere, lockere Schicht des Fruchtkörpers,welche durch Klopfen in eine weiche Platte verwandelt worden ist, verwendet und in den Apothekengeführt.

Anmerkung. Die grosse Gattung Polyporus ist 3chon seit Fries' Zeiten in mehrere zerlegt worden. Unser Pilzgehört nach dieser, heute allgemein getheilten Ansicht in die Gattung Fomes , welche durch holzige Beschaffenheit desausdauernden Hutes, sowie durch die innere concentrische Schichtenbildung gekennzeichnet wird. Er trägt demgemäss denNamen Fomes fomeniarius Fr. (Syst. mycol. I. 374.)

Erklärung der Abbildungen.

Fig. A.Fig. B.

Fig. C.

Fig. D.

Fig. E.

Ein kleinerer Pilz aus Schweden, natürliche Grösse.Der Längsschnitt durch einen grösseren Schwammvon dort, natürliche Grösse: a. die flockige Faser-schicht, b. die Hymenialschicht.Die Hymenialsohicht von aussen betrachtet, 10 fachvergrössert.

Das Mycel der Flockenschicht, stark vergrössert.Querschnitt durch das Hymenium, stark vergrössert:

c. der Kanal, mit sporentragenden Basidien besetzt;

d. das Plectenchym der Kanalwände.

Fig. F. Längsschnitt durch das Hymenium, der Schnitt istnicht genau senkrecht geführt, er trifft desshalbunten die Kanalwand und erscheint geschlossen,stark vergrössert.

Fig. G. Zwei Basidien mit den Sporen e, noch stärker ver-grössert.