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Wurmfarn; französisch: Fougere male; englisch: Male Fem.
Aus der Spore entwickelt sich ein zuerst fadenförmiger Körper, der sich am oberen Ende flächen-förmig verbreitert und schliesslich zu einem umgekehrt herzförmigen, oben ausgerandeten, flächenartigen,etwa 4—5 mm im Durchmesser haltenden, oft etwas verbogenen, dunkelgrünen Vorkeim entwickelt, dermit zahlreichen aus einem Zellfaden bestehenden Haarwurzeln festgeheftet ist. Er ist dorsiventral gebautund erzeugt aus einem dickeren Gewebepolster auf der bodensichtigen Seite nahe dem endständigen Aus-schnitt Antheridien, tiefer unten, bei und zwischen den Haarwurzeln Archegonien.
Die Antheridien bestehen aus einer Stielzelle und aus dem kugelförmigen Kopfe, welcher zahl-reiche Spermatozoiden einschliesst. Sie sind aus der Centralzelle hervorgegangen, treten durch einescheitelständige Öffnung heraus und haben die Gestalt von pfropfzieherartig gewundenen Fäden, die andem einen Ende etwas verdickt werden, während sie am anderen einen Schopf von zahlreichen Cilien tragen.
An den Archegonien lässt sich ein Halstheil und ein Bauchtheil unterscheiden; der letztere ist in demVorkeim eingesenkt und umschliesst die Eizelle; der Hals besteht aus 4 Zellreihen, zwischen denen dieKanalzellen und zwar eine Hals- und eine Bauchkanalzelle hindurchgehen; beide verschleimen schliesslichund quellen bei Zutritt von Wasser sehr stark auf, durch welchen Process die Halszellen auseinander gedrängtwerden, so dass ein nach der Eizelle führender Gang geöffnet wird. Pfeffer hat wahrscheinlich gemacht,dass in dem Schleim Apfelsäure vorhanden ist, welche auf die das Archegonium umschwärmenden Sper-matozoiden anziehend wirkt; sie schlüpfen in den Hohlraum und ein Spermatozoid dringt an dem Empfäng-nissfleck in die membranlose Eizelle, die sich dann sehr bald mit einer Haut umgiebt. Aus ihr wird durchZelltheilung ein Zellkörper gebildet, an dem sich die zwei Keimblätter, die Wurzel und ein eigenthüm-licher Saugapparat »der Fuss« differenzieren. Dem letzteren fällt die Aufgabe zu, für die Pflanze inder ersten Jugend die nöthigen Nahrungsmittel aus dem Vorkeim zu beschaffen.
Bisweilen bilden sich an dem Vorkeim Zellhöcker, welche einen Vegetationskegel erzeugen, baldentstehen Blätter und eine Knospe wird gebildet, die zu einer Farnpflanze auswächst. Dieses Vorkommen,auf Grund dessen auf einem Vorkeim ohne Befruchtung neue Pflanzen gebildet werden, nennt man Apo-gamie. Bei der Varietät cristata sind bisher an dem Vorkeim niemals normal erzeugte Pflanzen beob-achtet worden. An einer voll entwickelten, sporenerzeugenden Pflanze des Wurmfarns sitzen die miteinem kräftigen Stiel versehenen Blätter in spiraliger Anreihung an einer im hinteren Theile horizontalen,vorn aufgewendeten, kräftigen Grundaxe. Sie ist bis 30 cm lang, mit den bleibenden Blattstielresten bis5 cm, ohne dieselben bis 1,5 cm dick, reich mit fadenförmigen, harten, braunen Wurzeln und braunenflächenartigen, durchscheinenden, lanzettlichen bis eiförmigen, zugespitzten Haaren (Spreuschuppen,Paleae) bedeckt. Sie ist aussen braun, innen aber im frischen Zustande grün und zeigt im Inneren6—10 auf dem Querschnitt hufeisenförmige, dunkle in einem Kreise geordnete Leitbündel, die ein umfang-reiches Mark einschliessen; im Alter wird sie wie die Stielreste zimmtbraun.
Die Blätter (Wedel) sind in der Jugend Spiral eingerollt und von braunen Haaren dicht bedeckt;entwickelt sind sie aufrecht und bilden um den Vegetationskegel einen Trichter; sie sind sommergrün.Der Blattstiel ist 6—30 mm lang und bis 5 mm dick, gelblich, oberseits schwach ausgekehlt und wirdvon 6—8 Lichtbündeln durchzogen. Die Spreite erreicht eine Länge von über 1 m und eine grössteBreite bis 25 cm, sie ist im Umriss eilanzettlich, nach oben hin zugespitzt, nach unten etwas verschmälert,ist ziemlich derb, oberseits dunkelgrün und kahl, unterseits mehr oder weniger behaart. Sie trägt jeder-seits 20—35 abwechselnde, lineallanzettliche, sehr kurz gestielte, zugespitzte Fiedern, von denen die un-teren und mittleren häufig in der Spreitenebene nach oben gekrümmt sind; sie sind tief fiederspaltig oderwieder deutlich gefiedert, die Fiederchen sind elliptisch, stumpf gezähnt, aber nicht stachelspitzig.
Die Sori befinden sich nur auf der Unterseite der unteren und mittleren Fiedern; in 2 Reihen geordnetsitzen sie auf dem oberen Aste der Seitennerven; in jeder Beihe sind 2—4 vorhanden, welche vom Blatt-rande entfernt, sich bisweilen am Mittelnerven fast berühren. Die Sporangien sind sehr zahlreich, siesind gestielt, umgekehrt eiförmig, seitlich zusammengedrückt, braun. Der Bing, aus goldgelben, ver-dickten Zellen bestehend, läuft vom Grunde über den Scheitel bis unter die Stirnseite. Beim Austrocknen
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