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wenig verschmälert und plötzlich abgerundet oder schwach ausgerandet; die Oberseite ist schwach aus-gekehlt und zeigt keinen vorspringenden Mittelnerv; an der Unterseite sind sie gekielt, der Kiel wirdvon einer Längsfurche durchlaufen, ihre Farbe ist grau — oder lebhafter griin; sie bleiben 4 oder 5 Jahreerhalten, bis sie mit der Borke abgeworfen werden.
Die Blüthen erscheinen in den Achseln vorjähriger Blätter. Die männliche Blüthe ist 2—4 mmlang und 2 mm dick, ellipsoidisch, stumpf; am Grunde finden sich Dreierwirtel von schuppenförmigen, drei-seitigen, spitzen Hochblättern, die sich wie die ähnlichen, aber am Grunde beiderseits ausgeschnittenenStaubblätter dicht dachziegelig decken; von den letzteren sind 5—7 Dreierwirtel vorhanden; jedes Staub-blatt trägt auf der Unterseite meist 3 kugelförmige, durch einen über den Scheitel verlaufenden Riss ge-öffnete Pollensäcke. Die Pollenkörner sind ellipsoidisch. Die weibliche Blüthe ist kürzer, fast kugel-förmig, kaum 2 mm lang und wird aus 8—11 Dreierwirteln von breit bis schmal eiförmigen, spitzen Blätternzusammengesetzt; der letzte derselben schliesst allermeist 3, selten 6 endständige, flaschenförmige, aufrechteSamenanlagen, welche in der Vollblüthe die am Grunde etwas verwachsenen Fruchtblätter etwas überragen.
Die Frucht ist ein von den Hochblättern gestützter, dreisamiger Beerenzapfen, welcher dadurchgebildet wird, dass die Fruchtblätter fleischig werden und mit einander vollkommen verschmelzen. Er istim ersten Jahre grün und erhält erst im zweiten seine völlige Reife. Er ist dann kugelförmig, zeigtnoch die freien Spitzen der drei B^ruchtblätter und hat 5—9 mm im Durchmesser. Die Frucht ist schwarz,trägt aber einen blauen Reif, das Fleisch ist braun und schmeckt wegen des darin enthaltenen ätherischenÖles aromatisch.
Der Same hat eiförmigen Umriss; er ist dreikantig mit gewölbter Aussenfläche; die steinharte Schaleist von blasenartigen Ölbehältern gehöckert, Der gerade Keimling liegt in dem fleischigen Nährgewebe;das walzenförmige Würzelchen ist nach oben gewendet; die planconvexen 2 Keimblätter sind dreimalkürzer als dieses.
Der Wachholder gedeiht in Wäldern als Unterholz oder auf offenen Haiden, namentlich auch anden Seeküsten bestandbildend; er findet sich fast in der ganzen nördlichen Halbkugel weit verbreitet in denEbenen und mittleren Gebirgen; in wärmeren Gebieten steigt er auf die Gebirge (im Himalaya bis 4000 mü. M.); in den tropischen Gebieten fehlt er.
Die Früchte von Juniperus communis haben als Fructus Juniperi, Wachholderbeeren, Aufnahme indas Arzneibuch gefunden, welches ferner aus den Früchten den Succus Juniperi inspissatus, das Wach-holdermus, darstellen lässt und als Oleum Juniperi, Wachholderöl, das aus den Früchten destillirte äthe-rische Öl führt. Das Holz der Pflanze findet als Lignum Juniperi (Wachholderholz) hier und da nochmedicinische Verwendung.
Erklärung der Abbildungen.
Fig.
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A u. B. Ein dreijähriger Ast der männlichen und einzweijähriger der weiblichen Pflanze, nach dem Leben.
C. Die männliche Blüthe, 10mal vergrössert: a. dieHochblätter; e. das Staubblatt; d. der Pollensack.
D. Dieselbe im Längsschnitt.
E. F. G. Das Staubblatt, 15mal vergrössert, von der
Seite, von unten und von oben gesehen.
H u. I. Pollenkörner, 200mal vergrössert.
K. Die weibliche Blüthe, 20 mal vergrössert: a. Hoch-blätter; b. Fruchtblätter; c. Samenanlagen.
L. Dieselbe im Längsschnitt, 25 mal vergrössert.
Fig. M. Die Fruchtblätter und Samenanlagen.
Fig. N. Dieselben im Querschnitt.
Fig. O. Die Beerenzapfen, 3 mal vergrössert.
Fig. P. Derselbe im Querschnitt: b. Fruchtfleisch mit Öl-behältern; c. der Same.
Fig. Q. Der Same, natürliche Grösse.
Fig. B. Derselbe 4mal vergrössert: d. Steinschale; e. Nähr-gewebe; h. Ölbehälter.
Fig. S. T. V. Derselbe im Längsschnitt und Querschnitt:/. Würzelchen; g. Blätter des Keimlings.