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JUNIPERUS Linn.
Blüthen getrenntgeschlechtlich und entweder ein- oder zweihäusig. Die männliche Blilthe: Sitzendoder gestielt, einzeln oder zu mehreren, am Grunde mit Hochblättern besetzt. Staubblätter gepaart oderwirtelig, schuppenförmig mit 3—6 kugelförmigen Pollensäckeu, die zweiklappig aufspringen. WeiblicheBlüthe: Samenanlagen 3—6 aufrecht, orthotrop, entweder echt endständig oder einzeln oder gepaart, deutlichan den Fruchtblättern sitzend und ihnen theilweise angewachsen. Zur Fruchtzeit werden die letzterenfleischig, verwachsen untereinander und bilden einen Beerenzapfen; an ihm sind dann nur noch die Spitzender Fruchtblätter erkennbar. Samen 3—6, bisweilen durch Fehlschlag weniger, eng verbunden oder voneinander lösbar, eingeschlossen oder etwas aus der Frucht hervorragend mit lederartiger oder steinharterSamenhaut, Keimling gerade, Wurzelchen nach oben gewendet, in fleischigem Nährgewebe, das von einerdünnen Haut umhüllt ist; Keimblätter 2, selten 3, nach Engelmann (bei J. californica) bis 5. — Immer-grüne Sträucher oder Bäume mit kreuzgegenständigen oder dreiwirteligen Blättern, die entweder klein undschuppenförmig oder nadelartig sind. Blüthen aus den Achseln vorjähriger Blätter. Früchte blau oderroth, von Erbsen- bis Walnussgrösse.
Etwa 25 Arten, die in der kalten und gemässigten Zone der nördlichen Erdhälfte gedeihen; in denwärmeren Gegenden finden sie sich nur in den Gebirgen.
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Juniperus communis Linn.
Tafel 155.
Aufrecht, selten niederliegend, Strauch- später auch baumartig; Blätter zu dreien, nadeiförmig; steehend-spitz, oben leicht ausgekehlt, oberseits bereift; Blüthen- und Begleitblätter gedreit; Beerenzapfen schwarz-blau bereift.
Juniperus communis Linn. Spec. pl. ed. I. 1040; Pallas, Fl. Ross. t. 54; Allione, Fl. Pedemont. IL180; Hoffm. Deutschi. Fl. 349; Gürtn. Fr. I. t. 91; Fl. Dan. VII. t. 1119; Sowerb. Engl. Bot. XVI.t. 1100; Svensk Bot. t. 289; Pursh, Fl. Amer. II. 646; Lam. Dict. encycl. t. 829; Rieh. C'onif. 5; Nees,Düsseid. Abb. t. 86; Guimp. u. Schlecht. Pfl. Pharm, t. 170; Koch, Syn. ed. I. 665; Reichb. Fl. Germ.XL t. 535, fig. 1141; Nees, Gen. IV. t. 12; Ledeb. Fl. Ross. IV 684; Godr. et Gren. Fl. Fr. III. 157;Willh. et Lange, Prod.fi. Hisp. I. 22; Boiss. Fl. Orient V. 707; Hook. ßl. Fl. Brit. Ind. V. 646;Schnizl. Icon. t. 76; Berg u. Schmidt, Dar stell, u. Beschr. t. VHP; Bentl. and Trim. Med. pl. t. 255;Baill. Bot. med. 1357, fig. 3375 L—Q; Köhler, Medizpfl. t. 53; Garcke, Fl. Deutschi. 711; Aschers. Fl.Mark Brand. 884; Aschers, u. Graebn. Fl. nordostdeutsch. Flacht. 41, Syn. mitieleurop. Fl. I. 242; Eichl.in Engl.-Prtl. Nat. Pflzf. II (1). 101, Fig. 61; Flück. and Hanb. Pharmacogr. 565; Flück. Pharmacogn.894; Arth. Meyer, Drogenk. IL 447.
Wachholder, Kranewit, Machandel, Kaddik; französisch: Genevier; englisch: Jumper.
Als Strauch wird der Wachholder gewöhnlich nur bis 3 m, als Baum aber bis 10 m hoch; inletzterem Falle hat er einen 1—2 m hohen, kräftigen, bis 30 cm dicken Stamm, der mit rother bis dunkel-brauner, faserige Borke bildender Rinde bedeckt ist; die jüngeren Zweige sind durch Leisten, welchevom Blattgrunde herablaufen, dreikantig, zuerst grün, dann hellkastanienbraun.
Die Blätter stehen gewöhnlich in ziemlich genäherten Dreierwirteln; sie sind zuerst aufgerichtet,später spreizen sie; sie sind meist 10—15 mm lang, bisweilen aber viel kürzer (4 mm) oder erheblichlänger (bis 22 mm) und 1 höchstens 2 mm breit, linealischlanzettlich, lang zugespitzt, stechend, am Grande