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IL Unterfamilie: Abietineae.
Die Blüthen sind stets einhäusig getrennt geschlechtlich. Die männlichen Blüthen sind ährenförmigzusammengestellt und am Grunde von einigen Hochblättern gestützt, welche als Anfang einer Hüllebetrachtet werden können. Staubblätter sind sehr viele vorhanden; sie sind spiralig angereiht und tragenauf der Unterseite 2 die ganze Fläche der Schuppe bekleidende Pollensäcke, die mit Längsspalten nachaussen aufspringen; an der Spitze ist die Schuppe über dieselben vorgezogen und verdickt; die Pollen-körner sind mit zwei seitlichen Luftblasen versehen. Auch die weiblichen Blüthen haben am Grunde eineHülle von einigen Hochblättern. Die flachen Fruchtblätter sind spiralig angereiht und schliessen dichtaneinander; sie sind doppelt, indem die eigentliche, die Samenanlagen tragende Fruchtschuppe, unterseitsvon einer freien, mehr oder minder entwickelten Deckschuppe gestützt wird. Samenanlagen sind 2 amGrunde der Fruchtschuppe befestigt; sie sind umgewendet und nur von einem Integment umhüllt. DieFrucht ist ein Zapfen, dessen verholzte Fruchtschuppen bleiben oder von der Spindel abfallen; die Deck-schuppe verkümmert oder wächst aus. Die 2 Samen haben eine harte Schale und sind bisweilen miteinem Flügel versehen, welcher aus dem abgelösten inneren Gewebe der Fruchtschuppe gebildet wird.Der Keimling liegt in einem ölig-fleischigen Nährgewebe und hat stets mehr als 2, nicht selten vieleKeimblätter. — Meist hohe Bäume, selten Sträucher mit spiraliggestellten Blättern. Lang- und Kurztriebesind häufig zu unterscheiden; die letzteren erzeugen gepaarte oder gebüschelte Blattaggregate, die vonschuppenartigen Hochblättern umhüllt oder begleitet sind. Blätter stets nadeiförmig, mit Harzgängen. Männ-liche Blüthenständchen an den Enden der Zweige oder unterhalb des Neutriebes zu mehreren; weiblicheBlüthen an den Enden der Neutriebe einzeln oder wenige zusammengestellt.
7 Gattungen mit etwa 120 Arten, die hauptsächlich in der nördlich gemässigten Zone gedeihen; einigewenige dringen sowohl auf der östlichen, wie westlichen Hemisphäre bis in die heisse Zone vor.
PINUS Linn.
Diese Gattung ist hauptsächlich dadurch vor den übrigen der Unterfamilie characterisirt, dass dieersten Blätter des Langtriebes braun, kurz, pfriemlich, schuppenförmig und abfällig sind; aus ihren Achselnentwickeln sich Kurztriebe, die unten ebenfalls schuppenartige Blätter tragen, endlich aber mehr oderminder, oft sehr lange, zu 2—5 gebüschelte Nadelblätter hervorbringen; sehr selten steckt nur 1 Blatt inder Scheide der Schuppen. Die männlichen Blüthenstände sitzen ährenförmig zusammengestellt am unterenTheile des Neutriebes. Die Staubblätter sind über die Beutel hinaus in einen schuppenförmigen Connec-tivanhang verlängert. Die Schuppen der Zapfen sind nicht abfällig. Die Zahl der Arten beträgt etwa 90,die in der nördlich gemässigten Zone, die meisten in Nordamerika wachsen; hier gehen sie bis Guate-mala und Cuba; auch auf dem Himalaya, in China und Japan kommen sie vor.
Piims Pinaster Sol.
Tafel 152, 153.
Nadeln zu zweien, beiderseits gleichfarbig, sehr lang, steif und hart; Zapfen sitzend, glänzend zimmt-braun, Schuppen mit gleichfarbigen Apophysen.
Pinus Pinaster Sol. in Äit. Hort. Keiv. ed. I. vol. III 367; Lambert, Pinet. ed. I. vol. I. 9. t. 4;London, Ärbor. IV. ßg. 2100—2101; Nees, Düsscld. Abb. t. 76. 77; Antoine, Conif. t. 6. fig. 1: Reickb.