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4 (1902) Die Monocotyledoneen, Gymnospermen und Kryptogamen
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AGATHIS Salisb.

Blüthen zweihäusig, seltener einhäusig getrennt geschlechtlich. Männliche BlUthen: kurzcylin-driscb, an der Spitze gerundet, aus zahlreichen spiralig angereihten Staubblättern gebildet; auf der Schuppemit dicker, rhombischer Endigung sitzen aussen 515 spindelförmige Pollensäcke, welche nach innen zulängs aufspringen. Weibliche Blüthen: zapfenartig, niedergedrückt kugelförmig oder eiförmig. Schuppebreit eiförmig, lederartig, dachziegelig deckend, sitzend, an der Spitze etwas verdickt. Samenanlage einzelnoder selten zwei, die eine fehlschlagend; nur oben angewachsen, unten frei, einseitig oder zweiseitiggeflügelt. Keife Zapfen kugelförmig mit harten, geschlossenen Schuppen, die sich zögernd von einanderentfernen, nicht zerfallend. Samen einzeln auf der Schuppe, selten zwei; Samenschale dickhäutig, aufeiner Seite oder auf beiden zu einem Flügel verbreitert. Keimling mit 2 Keimblättern. Hohe Bäumemit reichlichem Harz. Zweige mehr oder weniger deutlich wirtelig, die Knospen von Schuppen umhüllt.Blätter mehr oder weniger deutlich gegenständig, eioblong oder oblong lanzettlich, seltener schmäler lan-zettlich, dick lederartig mit dünnen Längsnerven versehen. Männliche BlUthen achselständig auf kurzemStiele, weibliche die Kurzzweige beschliessend. Fruchtreife zweijährig.

Agathis lorauthifolia Salisb.

Tafel 151.

Blätter zweizeilig an den oberen Ästen, locker gestellt, oblong-lanzettlich bis oblong, stumpf oderspitzlich; Pollensäcke nur wenige, zweireihig; Same mit einem Flügel versehen.

Agathis loranthifolia Salisb. Trans. Linn. soc. VIII. 312. t. 5; Blume, Enum. pl. Javae 90.

Agathis Dammara Rieh. Conif. 83. t. 19; Köhler, Medicinalpß. sub t. 74.

Pinus Dammara Lamb. Pinet. ed. I. vol. I. 61, t. 38 et 38 lis .

Abies Dammara Pers. Encycl. V. 35.

Dammara orientalis Lamb. Pinet. ed. II. 70. f. 43, ed. III. 97. t. 54; Endl. Conif. 189; Carr. Conif.425; Gord. Pinet. 79; Henk, et Höchst. Nadelhöh. 210.

Dammara Rumphii Prsl. Epimel. bot. 236.

Dammara alba Lam. Encycl. II. 259; Pari, in P. DC. Prodr. XVI. (2). 374; Rumph. Herb. amb. II.174. t. 51.

Der Dammarbaum gehört zu den allergrössten Bäumen des malesischen Primärwaldes, der vonweitem einer Tanne nicht unähnlich ist. Der auffallend gerade, aufrechte Stamm ist mit rothgrauer Rindebedeckt und trägt am Gipfel eine verhältnissmässig nicht umfangreiche, pyramidenförmige Krone, welcheaus vierwirtelig gestellten Ästen aufgebaut wird. Diese stehen aber nicht stets horizontal ab, sondernhaben vielmehr die Neigung zu hängen. Die jüngeren Zweige sind zusammengedrückt und am Ansatzder Blätter etwas verdickt.

Die Blätter stehen an den unteren kräftigeren Zweigen gegenständig und zweiseitig, an den oberenscheinen sie spiralig angereiht zu sein, und sich dann in Folge der Drehung des Blattstieles in eine Ebenezu stellen; an jenen sind sie grösser, 10 13 cm lang und 34 cm breit, an diesen kleiner, 57 cm langund nur 12 cm breit; sie stehen schräg vom Zweige ab, sind oblong-lanzettlicb, beiderseits spitzlich oderstumpf, am Grunde in den sehr kurzen Stiel verschmälert, von dünnen, parallelen Nerven durchlaufen,ganzrandig und kaum etwas zurückgeschlagen; oberseits sind sie lebhaft grün, unterseits blasser.