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4 (1902) Die Monocotyledoneen, Gymnospermen und Kryptogamen
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Smilax ornata Hook fll.

Tafel 146.

Ein vollkommen kahler Strauch mit scharf vierkantigen Zweigen; Blätter verhältnissrnässig kurz gestielt,gross, herzförmig, kurz zugespitzt; Blüthen grün; Dolden gestielt, zu Bispen vereinigt.

Smilax ornata Lern, in Illustr. hört. XII t. 439; Alph. DO. Suit. au prodr. I. 211; Hook. ßl. Bot.Mag. t. 7054.

Smilax macrophylla var. maculata Verschaff.

Smilax officinalis Fluch, and Hanb. Pharmacogr. ed. IL 704 (in nota); Bentl. and Trim. Med. pl. IV.t. 289 non Kth.

Die unterirdische Grundaxe der Sarsaparille-Pflanzen, und so auch der von uns beschriebenen, stelltein Sympod dar, welches knollenförmig angeschwollen ist und von dem die weissen, kräftig fadenförmigenNebenwurzeln oft mit einer Länge bis zu 2 m ausgehen, um den Boden in gerader Richtung horizontalzu durchwuchern.

Schon in den Warmhäusern der Gärten erreicht der kräftige Strauch eine Länge von 1315 m,wobei der Haupttrieb bis fingerdick wird. Die Zweige sind scharf vierkantig und selbst in den jüngstenZuständen vollkommen kahl; hier und da treten gerade oder gekrümmte sehr scharfe Stacheln hervor;ihre Farbe ist dunkelgrün.

Die Blätter sind verhältnissrnässig gross. Der Stiel ist 24 cm lang, oberseits ziemlich tief ausge-kehlt, kahl und hier und da bestachelt; am Grunde sitzen 2 pfriemliche oder lanzettliche, spitze, oft etwasgekrümmte Nebenblätter; während aus dem Stiel selbst 2 fadenförmige, gebogene, an der Spitze scharfe,kurz umgebogene Banken entspringen, welche für die Gattung ausserordentlich charakteristisch sind. Die an-sehnliche Spreite wird bis 20 cm lang und 10 cm breit, sie ist oblong eiförmig, am Grunde oft herzförmig,spitz und häufig stachelspitzig; jederseits des Mittelnerven wird sie von 23 kräftigen Grundnerven durch-zogen, von denen das äusserste, schwächste Paar einen Randnerven darstellt; zwischen diesen Nerven istein transversales Venennetz deutlich sichtbar. Die Spreite ist beiderseits kahl, auf der Unterseite bemerktman hier und da einmal ein kleines Stachelchen auf den Seitennerven.

Die Rispe der männlichen Pflanze ist achselständig und wird aus wenigen (23) doldenartigen,gestielten Blüthenständchen zusammengesetzt. Die Dolden sind mehrblüthig und werden von einem lanzett-lichen Deckblatt gestützt. Die Blüthen werden ebenfalls von Deckblättchen begleitet, die aber viel kleinersind; ihr Stiel ist 11,5 cm lang, stielrund und kahl. Die 6 Perigonblätter sind eiförmig, 45 mmlang und grün. Die weisslichen Staubgefässe überragen nur wenig den Schlund; ein Stempelrest fehlt.

Die weibliche Pflanze ist nicht bekannt.

Die Pflanze stammt wahrscheinlich aus Süd-Mexiko.

Erklärung der Abbildungen.

Fig. A. Ein Zweig der männlichen blühenden Pflanze, natür-liche Grösse.

Fig. B. Eine Blüthe, 2 mal vergrössert.

Fig. C und D. Das Staubgefäss von innen und von der Seitegesehen, 5 mal vergrössert.

Smilax Botteri Alph. DC. zur Demonstration der weiblichen

Blüthe und Frucht der Gattung.Fig. E. Die Blüthe, 10 mal vergrössert.Fig. F. Die Frucht, 5 mal vergrössert.Fig. G. Dieselbe im Längsschnitt.