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IRIS Linn.
Perigonblätter des inneren und äusseren Kreises oft verschieden; die äusseren abstehend oder zurück-gebogen, die inneren schmäleren aufrecht, zu einem Einge oder einer Köhre verwachsen. Staubgefässeden äusseren angewachsen, Fäden schmal, Beutel linealisch den Narbenlappen angeschmiegt oder mitihnen verklebt, nach aussen aufspringend. Fruchtknoten dreifächrig, mit sehr vielen zweireihig ange-hefteten Samenanlagen, oben in einen längeren oder kürzeren, dichten Schnabel ausgezogen; Griffel oftkurz, in drei grosse, blattförmige, geflügelte Narben ausgehend, welche den Staubgefässen gegenüberstehen.Frucht kapselartig, wandtheilig in 3 Klappen, entweder nur an der Spitze oder bis zum Grunde auf-springend. Samen entweder kugelförmig oder durch gegenseitige Pressung scheibenförmig; der Keimlingliegt in einem hornigen Nährgewebe. — Stauden mit horizontaler, kriechender, selten kurzer Grundaxe;Stengel einfach oder verzweigt. Die Blätter stehen zum grössten Theil am Grunde versammelt, wenigeam Stengel; sie sind zweizeilig reitend befestigt. Die mehr oder weniger gestielten, ansehnlichen, schöngefärbten Blüthen bilden arme, schraubelartige Verbände, die meist zu Bispen zusammentreten. Die Bracteensind scheidenartig.
Die Gattung gedeiht mit 100 Arten in Europa, Nordafrika und dem gemässigten Amerika und Asien.
Iris Florentina Linn.
Tafel 145.
Stengel gewöhnlich zweiblüthig, länger als die schwertförmigen, oft etwas sichelförmig gekrümmtenBlätter, wie diese schwach bereift; Perigon bläulich oder gelblich weiss; Röhre so lang wie der Frucht-knoten; äussere Abschnitte zurückgekrümmt, bärtig, stumpf; die inneren wellig faltig, zusammengeneigt.
Iris Florentina Linn. Mat. med. 44; Desfont. Fl. AU. I. 36; Redoute, Liliac. I. t. 23; Bot. mag.t, 654; P. DC. Fl. fr. V. 328; Nees, Düsseid. Abb. t. 56; Hayne, Arzneigew. XII. t. 1; Guimp. u.Schlecht. IL t. 135; Sturm, Deutschi. Fl. XIX. t. 871; Reichb. Fl. Germ. IX. t. 339; Boiss. Fl. orient.V. 136; Berg u. Schmidt, Darst. u. Beschr. t. X b ; Bentl. and Trim. Med. pl. t. 273; Köhler, Medizinalpß.t. 81; Fluch, and Hanb. Pharmacogr. 698; Fluch. Pharmacogn. 249, 366; Baill. Fl. med. 1481. ßg. 3457;Pax in Nat. Pflzfam. IL (5.) 146; Arth. Meyer, Drogenh. I. 83.
Veilchenwurz, Florentiner Schwertlilie oder Schwertel; französisch: Iris de Florence; englisch: Orris root.
Die horizontale, kriechende, geringelte Grundaxe ist einfach oder verästelt, etwas hin- und herge-bogen und schwach zusammengedrückt, im Querschnitt elliptisch; von Zeit zu Zeit ist sie massig einge-schnürt; die Farbe ist aussen bräunlich, innen weiss und fleischig; sie wird durch zahlreiche unverzweigteWurzeln, die aus ihr hervorbrechen, im Boden festgehalten.
Der Stengel ist aufrecht, walzig rund, doch wo die Seitenblüthe abgeht, schwach abgeflacht, voneinem dünnen Wachsüberzuge leicht bereift, etwa 30—40 cm hoch.
Die Blätter stehen abwechselnd zweizeilig an der Grundaxe und zwar an den Seiten angeheftet; siewerden 35—50 cm hoch, sind leicht nach aussen gekrümmt und ebenfalls schwach bereift. Sie um-fassen die Grundaxe mit einer zusammengedrückten Scheide, sind schwertförmig, spitz und parallelnervig.Die stengelständigen Blätter sind kürzer und biegen sich etwas nach innen.
Blüthen sind meist 2, selten 3 vorhanden; eine beschliesst den Stengel, nachdem ihr 2 kurze, amBande, aber nicht bis zum Grunde bald abtrocknende, scheidenartige Hochblätter vorausgegangen sind.