ARECA Linn.
Blüthen in ein und derselben Scheide, rispig oder einfach traubig, mit undeutlichen Bracteen versehen,die männlichen viel zahlreicher als die weiblichen; jene einzeln oder gepaart, regelmässig zweizeilig,oder in zwei Zeilen auf der einen Seite der Spindel befestigt; diese einzeln am Grunde der Zweige.Männliche Blüthen klein, zusammengedrückt. Perigon sechsblättrig; äussere Blätter winzig klein, drei-seitig, frei oder verwachsen,, nicht dachziegelig deckend; innere Blätter viel grösser, schief lanzettlich,spitz oder zugespitzt, klappig deckend. Staubgefässe 3—6 mit kurzen oder ohne Fäden; Beutel pfeil-förmig, am Grunde befestigt. Stempelrest sehr klein. Weibliche Blüthen viel grösser als jene. Blüthen-hülle sechsblättrig, äussere Blätter kreisförmig, breit dachziegelig, innere Blätter etwas grösser, mit derscharfen Spitze klappig deckend. Staminodien klein oder fehlend. Fruchtknoten eiförmig, einfächrig, miteiner einzelnen aufrechten, am Grunde befestigten Samenanlage. Narben 3, sitzend, aufrecht oder zurück-gekrümmt Frucht eiförmig mit fleischigem und fasrigem Exocarp. Das häutige Endocarp ist mit derTesta verwachsen. Same ei- oder halbkugelförmig, am Grunde gestutzt, hier liegt der Nabel; das Nähr-gewebe ist zerklüftet, der Keimling grundständig. — Unbewaffnete, niedrige oder höhere Palmen mitgeringeltem Stamm. Die Blätter sind gleichmässig fiederschnittig, die Abschnitte lanzettlich zugespitzt,gefaltet, oben sind jene entweder zwei- oder mehrspaltig oder gestutzt; die Spindel ist dreikantig. DerKolben ist mehr oder weniger weitschweifig oder zusammengezogen, die Zweige hängen. 3 oder mehrScheiden sind hinfällig, die untere ist vollständig, die obere mehr den Bracteen ähnlich. Die massig grossenFrüchte sind blut- oder orangeroth.
Etwa 24 Arten kommen im tropischen Asien, auf Neu-Guinea und in dem nördlichen Australien vor.
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Areca Catechu Linn.
Tafel 142 und 143b Fig. I.
Eine hohe Palme mit sehr grossen, reich gegliederten Blättern; Kolben reich verzweigt; Staubgefässe 6;in der weiblichen Blüthe 6 Staminodien; Frucht eiförmig.
Areca Cathecu 1 ) (Catechu) Spec. pl. ed. I. 1189; Lam. Encycl. I. 239. t. 895. fig. 1; Roxb. Corom.pl I. 54. t. 75, Fl. Ind. III. 615; Blume in Rumphia IL 65. t. 102A. et 104; Marl. Hist. nat. Palm.III. 169. t. 102; Miq. Fl. Ind. Bat. III. 8; Kurz, For.fl. Brit. Burma II. 536; Gamble, Man. Ind. timb.421; Bentl. and Trim. Med. pl. t. 276; Baill. Bot. med. 1411. fig. 3446, 3447; Scheffer, Areceae 9, inAnn.jard. Buitenz. I. 144. t. I; Becc. et Hook. fil. Fl. Br. Ind. VI. 405; Fluch, and Hanb. Pharmacogr.607; Fluch. Pharmacogn. 231, 960; Arth. Meyer, Drogenh. II. 175.
Areca Faufel Gaertn. Fr. I. 19. t. 7 fig. 2.
Areca hortensis Low. Fl. cochinchin. 568.
Betel- oder Catechu-Palme; französisch: Arequier; englisch: Betel nut.
Die Betel-Palme ist zweifellos eine der schönsten und schlankesten Palmen, welche auf einem13—16 m hohem Stamme eine dichte, wenn auch nicht sehr weite Krone trägt. Der Stamm ist gerade,
1) Linne schrieb stets Cathe