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4 (1902) Die Monocotyledoneen, Gymnospermen und Kryptogamen
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die Klappen bleiben oft lange an der Spitze und dem Grunde verbunden. Die Samen sind äusserstzahlreich und klein, staubfein; sie werden von einer netzigen Haut umgeben, die sich bisweilen ineinen Flügel verbreitert; der Keimling ist ausserordentlich wenig gegliedert. Ausdauernde Stauden,welche zum Theil auf der Erde wachsen und dann nicht selten mit Knollen versehen sind, zum Theilaber auf Bäumen epiphytisch leben. Die Blätter stehen zweizeilig, bisweilen sind sie nur einzeln odergepaart. Die Blüthen sind gewöhnlich traubig oder rispig vereint, selten sind sie kopfig verbunden odernur einzeln; sie werden von einem Deckblatte gestützt, Vorblättchen fehlen.

Über 5000 wohl unterschiedene Arten in mehr als 420 Gattungen; viel mehr sind aber beschrieben,die auf Gartenformen oder auf Bastarde begründet worden sind; sie sind zum allergrössten Theile tropisch,doch finden sich auch viele Arten in der gemässigten Zone, in der kalten fehlen sie.

I

VANILLA Sw.

Blüthen zwittrig, zygomorph. Kelchblätter ziemlich vollkommen gleich, frei, spreizend. 2 Blumen-blätter den Kelchblättern ähnlich; das Labeil ist concav, breit und umhüllt mit seinem Nagelgrunde dieSäule. Diese ist verlängert und nicht geflügelt. Die Narbe liegt quer unter dem kurzen Schnäbelchen.Der Geschlechtsapparat ist kurz und schief aufrecht. Das Staubgefäss hängt von oben herab (ist acro-ton) und liegt dem Säulchen an, die Theken sind getrennt; die Pollinien sind pulverig-körnig, frei undsitzen endlich auf dem Schnäbelchen. Kapsel sehr verlängert, fleischig, nicht oder zögernd aufspringend. Kräftige, hoch aufsteigende Stauden, die sehr verzweigt und meist beblättert, zuweilen aber unbe-blättert sind; sie sind Wurzelkletterer. Blätter lederartig oder fleischig, sitzend oder nur kurz gestielt.Blüthenstände trauben- oder ährenförmig aus den Blattachseln. Blüthen gross, Deckblätter eiförmig.

Über 30 Arten in den Tropen beider Hemisphären.

Yanilla planifolia Andrews.

Tafel 133a und b.

Blätter kurz gestielt, elliptisch, zugespitzt, nach unten etwas verjüngt; Perigon gelblich grün, Labellstumpf, kraus, ein wenig länger als die übrigen Perigonblätter; Griffelsäule auf der Vorderseite fein be-haart; Frucht stumpf dreikantig, beiderseits verschmälert.

Vanilla planifolia Andr. Repos. VIII. t. 538 (1808); Lodd. Cab. VII. t. 733; Bauer, Blust, t. 10. 11;Bl. Rumphia I. 197. t. 68. Fig. 2; Lindl. Gen. spec. Orch. 435; Hayne, Arzneigew. XIV. t. 22; De Vriesein Belg. Hort. VI. 315. 365; Berg u. Schmidt, Darstell, u. Beschr. t. XXIII au - b ; Bentl. and Trim. Med.pl. IV. t. 272; Bot. mag. t. 7167; Köhler, Mediz. Pfl. t. 114; Flück. and Hanb. Pharmacogr. 595; Fluch.Pharmacogn. 905; Cogn. in Fl. Brasil. III (4). 145; Rolfe in Kew. Bull. 1895. p. 169, in Journ. Linn.soc. XXXII. 463; Baal Bot. med. 1438; Arth. Meyer, Drogenk. IL 382; Pfitz. in Engl.-Prantl, Nat.Pßanzenf. II (6) 109. Fig. 108; Busse in Arb. Kais. Gesundheitsamt XV. 13. t. 1. Fig. 1.

Vanilla Mexicana MM. Gard. Dict. ed. VIII. n. 1 [z. Th.).

Vanilla viridiflora Bl. Bijdr. 422.

Vanilla claviculata Siv. in Nov. act. soc. Upsal. VI. 66 (z. Th.).

Vanilla epidendrum Mirb. Hist. pl. ed. II. IX. 249 (z. Th.).

? Vanilla Majaijensis Blanco Fl. Filip. ed. II. 593.

Vanilla sativa et sihestris Schiede in Linn. IV. 573.

Vanilla aromatica Guimp. u. Schlecht. Pfl. Pharm. III. 74. t. 262.