Druckschrift 
Die Heilquellen des Großherzogthums Baden, des Elsaß und des Wasgau : mit den Ansichten von Rippoldsau und Petersthal
Entstehung
Seite
99
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

99

silberhaltigen Bleierze, kohlensaures, molybdänsaures, phosphor-saures, seltener schwefelsaures Blei, Fluss- und Schwerspathin allen Formen vor ; aus ihm entspringt naeh Wever die hiesigeTherme, und zwar unmittelbar aus dem Felsen selbst, ohneauch nur in kurzer Entfernung oberflächlich unter dem Bodenzu fliessen.

Es unterliegt keinem Zweifel, dass diese Quelle schonuralt ist, und namentlich die römischen Bäder mit Wasser ver-sah, deren Trümmer im Jahre 1786 aufgefunden wurden,welche zu den grossartigsten Ueberresten aus der Bomerzeitdiesseits der Alpen gehören.

Die Quelle ist an ihrem Ursprünge in einen sechs Schuhtiefen Bassin gefasst, aus welchem das Wasser durch Bohrenzu den sechs Gasthöfen und fünf Brunnen geleitet wird. Das-selbe ist sehr klar, durchaus geschmacklos, wie lauwarmesdestillirtes Wasser, und hat zu jeder Zeit eine Temperaturvon -f- 22° R. Untersucht wurde es von C. F. Salzer, Flachs-land, Schmidt und Kölreuter.

Sechzehn Unzen Wasser enthalten nach Salz er:

Chlornatrium.........0,47 Gran

salzsaure Kalk- und Bittererde . . . 0,12

schwefelsaure Kalkerde .....0,59

kohlensaure Kalkerde......0,23

1,41 Gran

kohlensaures Gas........ 0,27 C. Z.

Nach Flachsland:

Kohlensaure Kalkerde...... 0,81 Gran

schwefelsaure Kalkerde...... 0,50

Chlorcalcium......... 0,17

Chlortalcium......... 0,05

Thonerde........... 0,003

1,533 Gr. = l'| 8 Gr.Nach Schmidt:

Kohlensaure Kalkerde ......0,96 Gran

schwefelsaure Kalkerde......0,52

Chlorcalcium .........0,22

1,70 Gran.Kohlensaures Gas.....eine unbestimmte Menge.

7*