Druckschrift 
2 (1894) Botanik, Pharmakognosie, spezielle Pharmazie
Entstehung
Seite
404
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

404

Die Räume und deren Inhalt.

Perkolatoi

Als Umhüllung der zu pressenden Substanz verwendet man vorteilhaftsogen. Prefstuch (ein starkes Hanfgewebe), welches in verschiedener Maschen-weite im Handel zu haben ist. Auch empfiehlt es sich, einen Siebbodenoder ein sauber gearbeitetes Flechtwerk auf den Boden des Preiskastens zulegen, um das Abfliefsen der abgeprefsten Flüssigkeit zu erleichtern.

Bei den horizontal wirkenden Pressen werden die Platten eingehängt;sie bestehen aus Eisen, Zinn oder Holz.

Vor und nach jedesmaligem Gebrauche mufs die Presse saubergereinigt werden.

Unentbehrliche Gerätschaften des Laboratoriums sind noch:g. Der Perkolator, ein aus Glas, Steingut oder verzinntem Kupferangefertigtes Gefäfs, welches sich nach unten zu verengt und durch einenAbflufshahn abgeschlossen wird; er dient ausschliefslich zur Darstellungder Fluidextrakte (s. dort).

Fig. 442.

Fig. 443.

Fig. 444.

Schalen, h. Abdampfschalen aus Porzellan. Dieselben dürfen nie ohne

Betörten untergelegten Strohkranz hingesetzt werden.

i. Trichter aus Glas und Porzellan. Man sehe darauf, dafs die-selben nicht gekröpft sind, d. h. da, wo das Trichterrohr sich ansetzt, keineErweiterung haben, weil sonst die Spitze des Filters leicht zerreifst.

k. Macerier- und Extrahiergläser von verschiedener Gröfse zurBereitung von Tinkturen u. dgl.

1. Glasretorten mit und ohne Tubulus (Fig. 442 u. 443) und™ .,_ Kolben zum Destillieren

und Auflösen solcher Sub-stanzen, welche Metall an-greifen würden.

m. Dekantiertöpfe. Die-selben bestehen aus Steingutund sind mit seitlichen Aus-flufsöffnungen, Tubulaturen,versehen (Fig. 444 u. 445).^ n. Bechergläser, Glas-ig! kölbchen, Glasröhren,f Kautschukröhren, Glas-P* platten, hessische und por-zellanene Tiegel u. dgl. m.Sehr oft kommt man beim Zusammensetzen eines Apparates in dieGelegenheit, Glasröhren zu schneiden, zu biegen oder auszuziehen.