Animalische Mittel,
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4. Sekretionsprodukte.
Mel, Honig.
Beschreibung. Der Honig, ein Abscheidungsprodukt der Honig- Be-biene Apis rnellifica L., ist im frischen Zustande ein dickflüssiger klebriger, scirei unsfast durchsichtiger, heller oder dunkler zuckerhaltiger Saft von süfsemetwas kratzendem Geschmack und eigentümlichem angenehmem Geruch.
Der aus den Stöcken geschnittene, noch in den Waben befindlicheHonig heifst Scheibenhonig, der durch freiwilliges Austreten aus den-selben erhaltene Jungfernhonig, der durch Ausschleudern gewonnene,Schleuderhonig, der in der "Wärme aus den Waben geprefste ist dergewöhnliche Honig. Je nach den Blüten, aus denen er gesammelt istund nach der Jahreszeit richtet sich die Güte des Honigs, der im Früh-jahre und zwar aus den Linden gesammelte ist der feinste.
Der Honig besteht aus einer Auflösung von Invertzucker (Trauben-und Fruchtzucker) mit geringen Mengen Bohrzucker, etwas Eiwcifs, Wachs,Harz, Farbstoff, Eiochstoff, Ameisensäure, anorganischer Substanz.
Bei der Aufbewahrung geht der Honig aus dem dickflüssigen Zu-stande in einen körnigen, mehr oder weniger festen Zustand über, indemder festere Traubenzucker den dünneren Fruchtzucker einschliefst.
In Wasser und Alkohol löst er sich nicht klar, ersteres. läfst wachs-und harzartige Teile, letzterer eiweifsartige Körper zurück; er ist schwachsauer und dreht den polarisierten Lichtstrahl links.
Prüfung auf Prüfung.
Gärungssäure : 10 gm. Honig dürfen mit 20 Teilen "Wasser ver-dünnt nicht mehr als 0,5 com Normalkalilauge zur Sättigung verbrauchen.Gärender Honig giebt sich auch durch das Aussehen und den saurenGeruch zu erkennen.
Wasserzusatz: 2 bis 3 gm. des gut durchgemischten Honigs "werdenmit 5 bis 10 gm. ausgeglühtem Seesand und etwas Wasser gemischt undauf dein "Wasserbade unter Umrühren eingedampft und schliefslich bei 100°getrocknet. Guter Honig soll nicht mehr als 20 °/ 0 Wasser enthalten.
Mischt man 1 Teil Honig mit 2 Teilen Wasser, so sei das spoz.Gew. dieser Mischung 1,111 —1,121.
Mehl oder Stärke: Die Lösung des Honigs würde einen Bodensatzzeigen, der durch Jod gebläut wird.
Künstlichen Traubenzucker: Die Probe erstreckt sich auf denNachweis von Gips und Dextrin des künstlichen Traubenzuckers. WirdHonig in der dreifachen Menge Wasser gelöst, filtriert und ein Teil davonmit salz säurehaltiger Chlorbaryumlösung versetzt, so darf nur allmählicheine schwache Trübung eintreten. Wird der andere Teil des Mitrats mitdem zehnfachen Yolumen 90prozentigem Alkohol vordünnt, so dürfen sichkeine Flocken von Dextrin abscheiden. Der Vorsicht halber macht maneinen Kontrollversuch mit notorisch echtem Honig.
Stärkezucker, Bohrzucker, deren Nachweis nicht ohne Schwierig-keit ist, geben sich durch verminderte Linksdrehung einer wässerigen Honig-lösung zu erkennen.