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Animalische Mittel.
An-wendung.
Dar-stellung.
Eigen-schaften.
Lackmuspapier nur schwach röten. (Harze und Stearinsäure, welche inLösung bleiben, würden durch Wasser gefällt werden und saure Reaktionveranlassen. "Wäre die Flüssigkeit nicht farblos, sondern gelb gefärbt, sowürde dies auf Curcumazusatz deuten.)
Aus einer siedenden Lösung von 1 gm. Wachs, 10 ccm Wasser und3 gm. Natriumcarbonat mufs sich das Wachs beim Erkalten abscheiden, dieuntenstehende Salzlösung darf nur opalisierend trübe erscheinen (Talg,japanisches Wachs, Stearinsäure würden mit Soda verseift und einetrübe Flüssigkeit geben).
Arnvendung. Das Wachs findet Verwendung zu Pflastern und Salben,einzeln zur Pillenmasse, und in der Kerzenfabrikation.
b. Cera alba, Weifses Wachs.
Gelbes Wachs wird mit Wasser unter Zusatz von etwas Alaun ge-schmolzen und in dünne Tafeln oder Bänder ausgegossen, welche so langedem Sonnenlichte ausgesetzt werden, bis der Farbstoff gebleicht ist. Dasspez. Gew. ist 0,966 — 0,970.
Die chemischen Eigenschaften müssen die des gelben Wachses sein.Es darf nicht stark ranzig riechen.
Lanolinum, Wollfett.Adeps lanae.
Das rohe Wollfett, welches beim Reinigen der Schafwolle in dasWaschwasser geht, besteht aus einem Gemenge freier Fettsäuren, Fette undFettsäureverbindungen des Cholesterins und Isocholesterins.
Darstellung. Um das Lanolin, ein wasserhaltiges Gemenge derletzteren, darzustellen, wird das Ganze durch Ätzalkalien oder Alkali-carbonate in eine Emulsion verwandelt und diese centrifugiert. Die Emul-sion trennt sich in eine untere, die Fettsäure und Fette als Seife enthaltendeLösung und in eine obere, die Cholesterinvcrbindungen, Cholesterinäther,enthaltende, als Rahm abfliefsende Schicht. Das so gewonnene Rohlanolinwird mit Wasser gewaschen und umgeschmolzen, mit Chlorcalciumlösungvermischt, um die demselben noch beigemengte Seife in Kalkseife über-zuführen, und die vom Wasser befreite Mischung mit siedendem Acetonausgezogen. Dieses löst nur die Cholesterinäther und hinterläfst sie nachdem Abdestillieren des Acetons als fettige Masse, welche durch Einknetenvon 25 % Wasser in Lanolin verwandelt wird.
Eigenschaften. Das so dargestellte Lanolin bildet eine gelblich-weifse, geruchlose, neutral reagierende salbenartige Masse, welche an derOberfläche gelblich wird. Beim Erhitzen im Wasserbade scheidet es sichin eine wässerige und eine darauf schwimmende Schicht (wasserfreiesLanolin). Es vermag noch mehr als sein eigenes Gewicht Wasser auf-zunehmen, ohne die Salbenkonsistenz zu verlieren, ist in Wasser unlös-lich, in Alkohol schwer, dagegen leicht löslich in Äther, Schwefelkohlenstoff,Benzol u. s. w. Durch alkoholische Kalilauge wird es in höheren Tempera-turen verseift, es hat die gute Eigenschaft, nicht ranzig zu werden.
Prüfun g. Beim Trocknen bei 100° verliere das Lanolin nur 30 °/ 0 anGewicht; beim Erwärmen mit Natronlauge entwickele dasselbe kein Ammoniak.