Drogen des Pflanzenreiches.
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Zu-bereitung.
An-wendung.
eine geringe Menge zu, die letzteren werden beim Zerkleinern durch Rüttelndes Siebes getrennt.
Zubereitung. Zum Zerkleinern wird das Carrageen entweder scharfgetrocknet und im Mörser zerstofsen, oder mit "Wasser angefeuchtet, zer-schnitten und wieder getrocknet.
Anwendung. Das Carrageen dient in der Medizin als schleim-gebendes Mittel in Form von Dekokten und Gallerten, in der Technik alsBindemittel für Wasserfarben, als Schlichte für Gewebe und als Klärmittel.
Ib. Pilze.
Seeale comutum, Mutterkorn.Fungus Seealis, Sclerotium clavus DC, Roggenmutter, Hungerkorn,
Kriebelkorn.War schon den Griechen (Dioskorides und Galen) bekannt; Preskott undStearns im Anfange dieses Jahrhunderts verschafften uns nähere Kenntnis vonder Wirkung. Die neuesten exakten Untersuchungen verdanken wir Kobert.
Das Mutterkorn ist das Dauermycelium oder Sclerotium des aufGräsern, besonders dem Roggen vorkommenden Pilzes Claviceps pur-purea Tul. aus der Unterklasse der Ascomyceten, Familie Hypocreaceae(vgl. S. 89). Es findet sich in ganz Europa, Asien und Amerika undwird am besten von der Ähre abgelesen, meist aber aus dem aus-gedroschenen Getreide abgeschieden. Am häufigsten tritt es in nassenJahren auf.
Beschreibung. Der Pilz ist höchstens 40 mm lang und 6 mm Be-dick, von gerundet dreikantiger, oft gebogener Form. Seine dunkelviolet- schreilran s-ten oder schwarzen, matt bereiften, am Grunde helleren, oft eingesunkenenFlächen sind gewöhnlich bis tief in das innere weifse oder rötliche Gewebeaufgerissen. Er läfst sich leicht zerbrechen und zeigt dann innerhalb derdünnen Hautschicht ein ziemlich derbes Gefüge (Fig. 145). Der Quer- oderLängsschnitt durch den Pilz zeigt ein mit Tropfen fetten Öls gefülltesScheinparenchym, da die Hyphen so dicht gedrängt sind, dafs sie ein Ge-webe zu bilden scheinen. Die frische Droge mit heifsem Wasser übergössen,hat einen an den Geruch von frischem Brot schwach erinnernden, aberdabei widerlichen Geruch, und einen süfsöligen Geschmack.
Bestandteile. Die in dem Mutterkorn enthaltenen wirksamen Be-standteile sind neben einer grofsen Zahl unwirksamer nach Kobert einAlkaloid Cornutin und die Sphacelinsäure (vgl. Bd. I. S. 527).
Da wegen des reichen Ölgehaltes das Mutterkorn leicht dem Verder-ben (Ranzigwerden) ausgesetzt ist, so darf weder ein grobes noch ein feinesPulver vorrätig gehalten werden, sondern es mufs zum jedesmaligen Ge-brauche hergestellt werden.
Da das Alter der Droge die Wirkung in hohem Grade beeinflufst,so sammelt man, um sicher zu sein, keine überjährige Ware zu bekom-men, das Mutterkorn selbst ein. Der vorsichtig getrocknete Pilz mufs ingutschliefsenden Glas- oder Blechgefäfsen aufbewahrt werden.
Prüfung. Das mit 10 Teilen lieifsein Wasser üborgossone Mutter- Prüfung,körn darf einen ammoniakaiischen oder ranzigen Geruch nicht entwickeln.
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Bestand-teile.