Druckschrift 
2 (1894) Botanik, Pharmakognosie, spezielle Pharmazie
Entstehung
Seite
25
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Die Bildiii)j>' der Zelle.

25

Auch anderen Veränderungen ist die Zellhaut unterworfen; sie kannverkorken, indem fettartige Stoffe in sie eingelagert werden (diese stehenden Fettsäuren nahe und werden in ihrer Gesammtheit als Cerinsäurebezeichnet), sie ist dann für Wasser undurchdringlich. Sit; kann fernerverholzen und ist dann für Wasser durchdringlich, oder endlich siekann verschleimen; die Verschleimung ist stets mit einer chemischen Um-wandlung wenigstens der innern Membranschichten verbunden.

Die Bildung der Zelle.

stets

Bildung

§ 19. Die Entstehung einer neuen Zelle setztMutterzelle voraus. Im Wesentlichen beruht dieder Neubildung von Protoplasma, mag eine Membranstehen oder nicht.

Wir unterscheiden vier Arten von Zell-bildung:

1. Durch Teilung. Das ganze Protoplasmateilt sich in zwei neue Protoplasmakörper, wo-bei die Trennungsfläche eigentümlich verändertu 'id meist in eine neue Membran umgewandeltwird. War in der Mutterzelle nur ein Kern ver-banden, so beginnt die Teilung mit der Tei-lung des Kerns, welcher sich so gelagert hat, dafser von der späteren Trennungsflächo quer durch-setzt wird. Bei Gegenwart von vielen Kernenfindet deren Zweiteilung fortwährend statt; sie ver-teilen sich dann auf die beiden neu entstandenenTochterzellen (Fig. 68 b). Die häufigste Form.

Zu dieser Art Zellbildung gehört auchdie Sprossung oder Abschnürung, wie siesich bei der Hefe findet. Die Muttorzellc treibtzuerst eine Ausstülpung, welche mit ihr nur; m einer ganz schmalen Stelle verbunden ist,s l»äter erfolgt hier die Abschnürung (Fig. 68a).Die Vierzellenbildung durch Teilung' ;i| st sich auf die Zweiteilung zurückführen.

2- Durch freie Zellbildung. Man ver-steht darunter die Entstehung mehrerer Tochter-zellen im Protoplasma einer Mutterzelle, wobeidieses nicht vollständig oder erst nach und nachverbraucht wird. Das Protoplasma der Mutter-zelle gruppiert sich um meist viele Kerne, welchesich wahrscheinlich durch Zweiteilung vermehrthaben (Fig. 69 auf S. 26).die gleichzeitigelen in

das Dasein einereiner Zelle aufgleichzeitig ent-

Hefezellen im Wachstum begriffen.(Vergr. 300 Mal.)

Fig. 68 b.

Viorzell-bildung.

, & v Bildungeiner Mutterzelle,bleibt (Fig.

3.

Vielzellbildung istzahlreicher- Tochterzel-woboi kein Plasmarest

70).

Zollteilung' in der Rinde des Stengels

von Vicia Faba.

Bei ahat dieTeilung eben stattgefunden,

der Korn k liegt noch an der neuen

Zellwand, bei b hat er sich an die ältere

Wand zurückgezogen.

(Vergr. 300 Mal.)

Wird, aas dem ganzen Protoplasma der Mutterzelle nur eine Toch-terzelle gebildet, wobei eine wirkliche Umgestaltung desselben stattfinden