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2 (1894) Botanik, Pharmakognosie, spezielle Pharmazie
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Der Sprofs.

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Hochblätter haben häufig eine von den Laubblättern abweichende Farbe

und Fonn. oft sind sie Schuppen. Hierher gehören auch die Hüllkelche

und Spreublättchen der Kompositen und die Hüllen der Umbelliferen.5. Blütenblätter siehe Blüte.

C. Die Wurzel.

§ 12. Die Wurzel (Radix) tragt keine Blätter und dient dazu,die Pflanze im Boden zu befestigen und aus letzterem die verflüssigtenNährstoffe aufzusaugen. Zu diesem Zwecke sind die Wurzel seihst sowiemi ' ( ' Aste und Zweige an den jüngeren Thcilcn mit feinen Haaren (Wur-zelhaaren) besetzt. Die Wurzel entwickelt sich aus dem Würzelchen desKeimes und trägt an ihrem Scheitel die Wurzelhaube, eine schützendeHülle, sie hat also einen bedeckten Vegetationskegel. Unter derWurzelhaube wächst die Wurzel an ihrer Spitze, die nach unten, alsodem Stamme entgegen, gerichtet ist, weiter.

Man unterscheidet bei der Wurzel die Haupt- und Nebenwurzeln.

Bio Hauptwurzel bildet sich durch direkte Verlängerung des Wur-zelendes des Keims. Sie heilst Pfahlwurzel, wenn ihr Hauptstamm bis

Fig. 51

Fig. 56.

Fig. 57.

Fig. 59.

P&hlmirzel.

RübenförmigeWurzel.

Wurzel vonnaueus Carota

Faserigo Graswurzel.

zur. Spitze gerade durchläuft und dicker ist, als die sich abzweigendenAste (Fig. 55); rübenförmig, wenn die Wurzel in der Mitte am stärksten'st (Fig. 56) und sein- wenige und schwache Zweigwurzeln hat; cylin-drisch, spindelförmig, wenn sie gerade und fast gleich dick in den.Boden geht (Fig. 57), fadenförmig (Fig. 58); abgebissen, wenn dieHauptwurzel verkürzt ist und von ihr zahlreiche Nebonwurzeln ausgehen,wie bei Valeriana officinalis.

Die Nobenwurzeln oder Seitenwurzeln sind diejenigen, welcheseitlich aus der Hauptwurzel oder aus dem Stengel entspringen; sie ent-stehen stets endogen und durchbrechen das äufsere Gewebe. Bei vielen' flanzen kommt die Hauptwurzel nicht zur Ausbildung, sondern stirbtkurz nach dem Keime ab, in diesem Falle wird sie von Nebenwurzeln^ertreten, welche sich am untern Endo des Stengels entwickeln. Häufig'leiben sie dünn, fadenförmig, wie bei den Gräsern (Fig. 59) und heifsen

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