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Ver-zweigung-.
4 Allgemeines.
liehen Quirl zu unterscheiden ist der Scheinquirl, welcher dadurch ent-steht, dafs ursprünglich zerstreut entstandene Glieder durch spätere Ver-änderungen sich so nähern, dafs sie auf einer einzigen Zone zu stehenscheinen.
Weiteres hierüber bei Besprechung der einzelnen Pflanzenteile.
§ 4. Die Verzweigung des Pflanzenkörpers kann nach zwei Systemenerfolgen:
1. dichotom, es bilden sich zwei Gabelzweige, die entweder gleichstark weiterwachsen und dabei bald in einer Ebene liegen bald so gestelltsind, dafs die aufeinander folgenden Gabeln in verschiedenen Ebenenliegen; oder aber die beiden Gabeln sind nicht gleich stark, bei jederentwickelt sich ein Äst kräftiger als ein anderer, die Fufsstüeke der auf-einander folgenden Gabeln bilden scheinbar (inen Hauptsprofs, Syrnpo-dium 1 ), an dem die schwächeren Stücke wie seitliche Sprossungen er-scheinen. (Dieses System kommt am wenigsten zur Geltung.)
2. monopodial 2 ). Nach diesem System wächst das erzeugendeGlied des Pflanzenkörpers, die Hauptaxe, in seiner ursprünglichen Rich-tung weiter, bringt aber seitliche Abzweigungen in fortschreitender Reihen-folge hervor, es bildet für sämtliche Seitenzweige das Fufsstück, Podium.
Das monopodiale System entwickelt sich entweder:racemös, d. h. die Axe des Muttergliedes entwickelt sich stetsstärker als die Axen der seitlichen Glieder und erzeugt viele Seiten-axen, welche sich ihrerseits wieder geradeso verhalten. Diese Art derVerzweigung finden wir z. B. bei den Tannen und Pichten;
oder cymös, d. h. die anfangs schwächeren Axen der seitlichenGlieder beginnen frühzeitig oberhalb ihrer Entstehungsstellen stärker zuwachsen als die Hauptaxe, sie verzweigen sich auch mehr; der Mutter-sprofs verkümmert oder schliefst mit einem Blüthenstande ab.
Nach der Zahl der sich stärker entwickelnden Seitenglieder unter-scheidet man:
1. Das Monochasium, wenn jedesmal nur ein Seitenzweig sichstärker als das obere Ende des Muttergliedes entwickelt und an diesemSeitenzweige die Verzweigung in gleicher "Weise sich fortsetzt. Die auf-einander folgenden stärkeren Zweigstücke wachsen in der Richtung derHauptaxe fort und bilden so ein Sympodium. Beispiele liefern vieleRhizome, z. B. von Zingiber offic. Liegen dabei alle Zweige in einerEbene, so entsteht entweder:
a. die Fache! (A und B Fig. 2), wenn die Seitensprossen abwech-selnd nach zwei entgegengesetzten Richtungen entspringen, oder
b. die Sichel (D Fig. 2), wenn sie stets nach einer Seite hin ent-stehen.
Liegen dagegen die aufeinander folgenden Verzweigungen in ver-schiedenen Ebenen, so wird es entweder:
1) von nur und nov*;, zusammen ein Fufsstück bildend.
2) von fiövog und noOg-, ein Fufsstück.
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