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Hörsäle gelehrter Professoren ein gründlicher Pharmaceut und eingeachtetes Mitglied der menschlichen Gesellschaft werken kann,freilich muss die Gehülfenzeit nicht als Vergnügungszeit, sondernals Ausbildungszeit benutzt werden und muss die wissenschaftlicheAusbildung nicht auf die kurze Dauer des Aufenthalts der Univer-sität beschränkt werden, denn das Gelernte will auch gründlichverdaut sein, wenn es dem Geiste wirkliche Nahrung zuführen soll.
Jonathan Pereira, geb. 1804, gest. 1853, trat im 15 Jahrebei einem Schiffschirurg in die Lehre, 1821 ging er nach Londonum Medicin und Pbarmacie zu studiren, 1823 trat er als Apothe-ker des Adlersgate-Street-Laboratoriums ein (als solcher bereiteteer junge Leute für das Examen vor), 1826 wurde er Lector derChemie, 1824 gab er die Londoner Pharmacopoe mit Erklärungenheraus und schrieb Selecta und Praescriptis, die 11 Auflagenerlebten; seine zweite AuÜage der materia med. wurde vonBuchheim in das Deutsche übersetzt; ferner schrieb er ein Hand-buch für Pharmacie Studirende; Generaltafel der Atomenzahlenmit einer Einleitung in die atoinist. Theorie u. a. m.
Pharmacognosie und Pharmacologie haben P. viele Bereiche-rungen zu danken; in den Londoner Docks studirte er die Packun-gen der Droguen. Eine grosse Anzahl Abhandlungen pharmac.Inhalts geben Kunde von P. Kenntnissen, Fleisse und grosserGründlichkeit.
Carl Ludw. Reimann, geb. 1804, war erst Pharmaceut, dannBesitzer einer ehem. Fabrik in Pforzheim. Er ist Entdecker desNicotins und schrieb viele ausgezeichnete Abhandlungen im Magazinder Pharmacie.
Joseph Oellacher, geb. 1804, Apotheker in Innsbruck, schriebmehre Abhandlungen über ehem. Untersuchungen, wie überGuano, rothen Meteorstaub u. s. w.
Die Englischen Mediciner Hancock, Hamilton und J. E.Howard waren eifrige Förderer der Pharmacognosie.
Weddcl, ein Engländer, schrieb 1849 eine Histoire naturelledes Quinquinas, die viel Aufklärung über Abstammung der ver-schiedenen Chinasorten brachte.
Ed. Winkler in Leipzig schrieb ein Lehrbuch der med.-pharm.Botanik 1847 und Reallexicon der med.-pharm. Rohwaarenkunde.
Dr. Th. Anderson, 1830, Dr. B. Simpson, Howard und deVry schrieben über den Anbau der Chinabäume am Himalayaund auf Java. Letzterer untersuchte die Rinden auf den Alka-loidgehalt.
G. H. Zeller, Apotheker, schrieb: Studien über die äther.üele 1850 und mehre Abhandlungen in Buchners Repertorium.
O. Grüner, Besitzer der homöopath. Apotheke in Dresden,ist der erste Apotheker, der eine homöopath. Pharmacopoeschrieb,dieselbe erlebte 3 Auflagen.
Phil. Friedr. Abi schrieb über die Oesterreichische Arznei-taxe; Handbuch der pharm. Buchführung; Reform der PharmacieOesterreichs; Revisionsprotocolle für Civilapotheken u. a. m.