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2 (1874) Lebensbeschreibung der Förderer derselben
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die Inspection der Schaumburg-Lippeschen Apotheken übertragen.1835 promovirte W. als Dr. philos., wurde 1837 Privatdocent,1848 Prof. extraordinarius, 1864 wurde er zum Medicinalrath er-nannt, Ehrenmitglied der Schwedischen und Norwegischen medi-cinischen Gesellschaft und des Oestreichischen Apothekervereins.W. schrieb über Seeale cornutum, Prüfung metallischer Gifte u.s. w.; Mineralquellen von Wildungen; über Driburgs Mineralwas-ser-Analyse; über Pyrmonter Eisensäuerlinge; Rothenfelder Salin-und Soolbad u. v. a. Journal-Artikel. Von grössern Werken: Hand-buch der Pharmacognosie, 5. Aurlage 1864; Jahresbericht überdie Fortschritte der Pharmacognosie und Pharmacie 184473.Wiggers hatte ausser diesen literarischen Arbeiten noch Antheilan der von Wöhler besorgten Uebersetzung des Berzelius'schenLehrbuchs, so wie auch an dessen Jahresberichte der Chemie,und an Svanbergs gleichnamigen Belichten.

Wiggers Arbeiten alle geben Zeugniss von grosser Gründlich-keit und umfassenden Kenntnissen.

B. Buchheim, geb. um 1820, Pharmacolog, früher Professorin Dorpat, jetzt Giessen, schrieb ein ausgezeichnetes Lehrbuchder Pharmacologie, übersetzte Pereira's Materia medica. Neue-ster Zeit erschien eine ausgezeichnete Arbeit von ihm in Witt-steins Vierteljahresschrift über die scharfen Stoße.

Bhilipp Phöbus, Dr. phil. u. med., Geheimer Medicinalrath,Professor emeritus, geb. 1804, practicirte als Arzt am Harze, wurdedann Privatdocent in Berlin, später Professor der Medicin undDirector des pharmacologischen Instituts in Giessen. Phöbusschrieb ausser kleinen Abhandlungen:

Die Deutschen Giftpflanzen (mit Brandt und Ratzeburg) 1838;

Pharmacodynamische Aequivalente;

Lehre von den Gletschern;

Bitumen im Gypse;

Die Chinarinden 1865;

Offenes Sendschreiben an den Apotheker Waldheim in Wien:Bemerkungen über die heutigen Lebensverhältnisse der Pharmacie1871; Beiträge zur Würdigung der heutigen Lebensverhältnisseder Pharmacie, Giessen 1873.

Nur wenige Aerzte neuerer Zeit nehmen sich die Zeit, dieLebensverhältnisse der Pharmacie in den Kreis ihrer Beobachtungzu ziehen, bringen oft sogar falsche Ansichten über pharmaceuti-sche Verhältnisse in das Publicum; um so mehr muss es anerkanntwerden, wenn Männer von Ruf: wie Phöbus; Geheim-Rath Dr.Eugen Pelikan, Staatsrath Dr. von Maydell (beide letzteren sehrthätig für die pharmaceutischen Verhältnisse Russlands) und Ober-medicinalrath Dr. Housselle in Berlin, ihr Interesse der Pharmaciezuwenden.

In den beiden letzten von Phöbus angeführten Werkchen docu-mentirt der Verfasser eine gründliche Kenntniss pharmaceutischerVerhältnisse, die er sich durch Beobachtungen der Apotheken in