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2 (1874) Lebensbeschreibung der Förderer derselben
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fehlen, dass er höchst anregend auf seine Schüler wirkte unddieselben für die chemischen Arbeiten begeisterte. Aus allenLändern Europas strömten die Schüler nach Stockholm, um sichunter den Augen des grossen Meisters selbst zu Meistern derChemie auszubilden, nennen wie nur die Deutschen: Mitscherlich,Ch. G. Gmelin, H. Rose und Wöhler unter vielen andern. B.entdeckte mehre neue Elemente; so das Selen, Silicium und Tho-rium, stellte deren Eigenschaften und Verbindungen fest und zwarmit einer Sorgfalt und Gründlichkeit, wie wir sie vor ihm nurselten (höchstens bei Scheele und Klapproth) finden.

Berzelius grosses Lehrbuch der Chemie, ausgezeichnet durchPraecision des Ausdrucks, grosse practische Erfahrung und dasLeuchten seines grossen Geistes, wurde in viele Sprachen über-setzt, so von Wöhler und andern in das Deutsche. Seine Zeit-genossen nennen ihn mit Recht den grossen Schweden und wennauch viele seiner Lehren, namentlich die Electrochemie von Du-mas angegriffen wurden, so wird die Geschichte der Chemie ihndoch stets als den grössten und thätigsten Chemiker seiner Zeitanerkennen müssen.

B. gab auch einen Jahresbericht der Chemie und Mineralogieheraus, worin er die Forschungen des vergangenen Jahres in die-sen Wissenschaften in gedrängter Kürze wiedergab. Auch stammtvon ihm ein chemisches System der Mineralogie.

Heinr. Aug. Vogel, geb. 1778, erst Conservator des phys.Cabinets und Lehrer der Chemie in Paris, dann Professor derChemie in München, schrieb ausser dem Lehrbuche der Chemie,183032 viele Abhandlungen und führte viele Analysen aus.

Joh. Salomon Christ. Schweiggor, geb. 1779, gest. 1857,Professor der Physik und Chemie in Erlangen, dann in Halle, einMann von grosser Gelehrsamkeit, dem namentlich die Physikviele Bereicherungen verdankt. Herausgeber eines Journals derPhysik.

Ladw. Heinr. Zenneck. geb. 1779, gest. 1859, Professor derMaturgeschichte in Hagenheim und Privatdocent in Tübingen,schrieb Grundlehren der populären Chemie 1829; physik.-chem.Uülfsbuch 1842.

Joh. Friedr. Wilh. Nasse, geb. 1780, gest. 182 ., war erstPharmaceut, dann Adjunct der Petersburger Academie, Chemikerder Russ. kaiserl. Porzellanfabrik, dann Director der Krystallglas-fabrik und Professor der Technologie in Wilna.

Robert Höre, geb. L781, gest. 1858, Dr. med., Professor derChemie in Philadelphia. Von ihm stammt der Hare'sche Gasab-sorptionsapparat, auch schrieb derselbe viele Abhandlungen undein Compendium der Chemie 1831.

Henry Braoonnot, geb. 1781, gest. 1855, Professor der Na-turgeschichte am Lyceum zu Nancy, führte eine grosse Anzahlphytocbemischer Untersuchungen aus.

Nteol Wolfgang Fischer, geb. 1782. gest. 1850, Dr. med.und pract. Arzt, dann Professor der Chemie in Breslau, schrieb