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schrieb: Leichtfassliche Chemie für Handwerke]- 1790 und 1793,sowie einige kleinere Abhandlungen.
b) Vor Lavoisier oder Soheele geborene Apotheker des 18. Jahr-hunderts.
Da die Apotheker im Anfange des 18. Jahrhunderts mehrAntheil an der Entwickelung der Pharmacie und den Naturwissen-schaften nahmen, so hielt ich es für zweckmässiger sie ebenso wiein dem nächsten XII. Abschnitte (Aerzte, Apotheker und Chemiker)getrennt aufzuführen.
Etienne Francois Geoffroy, geb. 1672, gest. 1731, Apotheker,dann Professor der Chemie in Paris, arbeitete die ersten Ver-wandtschaftstafeln aus.
Claude Jos. Geoffroy, geb. 1685, gest. 1752, Bruder desVorigen, Apotheker in Paris, ein sehr thätiger practischer Che-miker, ermittelte die Zusammensetzung des Salis Seignetti, auswelchem der Entdecker ein Geheiinniss machte. Die Chemieverdankt Cl. J. G. eine grosse Zahl gründlicher Untersuchungen.
Joh. Heinr. Linck, geb. 1674, gest. 1Y34, Apotheker inLeipzig, schrieb verschiedene naturwissenschaftliche Abhand-lungen.
Caspar Neumann, geb. 1683 in Zillichau, gest. 1737 in Ber-lin, erlernte die Pharmacie und conditionirte in der Hofapothekein Berlin. König Friedrich I. wurde auf N. aufmerksam, als erihn zufällig Ciavier spielen hörte und befahl ihni jeden Abendvor Sr. Majestät zu spielen. Später sandte der König den jungenMann auf Reisen, um sich niedurch weiter auszubilden; nachseiner Rückkehr wurde er Hofapotheker und dann Professor derChemie. Neumann ist einer der ersten Deutschen Apotheker,welche die Pharmacie wissenschaftlich betrieben, auch muss erals der Gründer der chemischen Pharmacognosie angesehen wer-den. Er schrieb ausser vielen kleinen Abhandlungen ein Lehr-buch der medicinischen Chemie u. v. a. chemische Werke.
Friedr. Gottlieb Haupt, geb. 1696, gest. 1742, Hofapothekerund Professor der Chemie in Königsberg, schrieb über Seignettsalz,8al. Urinae u. v. a, Abhandlungen.
Die Familie Gmelin war zwei Jahrhunderte hindurch reicha| i Naturforschern, der Stammvater:
Joh. Georg Gmelin. geb. 1674, gest. 1728, ein als Gelehr-ter bekannter Apotheker in Tübingen; dessen Söhne:
Joh. Conrad Gmelin, geb. 1707, gest. 1759, Arzt und Apo-theker in Tübingen.
Joh. Georg Gmelin, geb. 1709, gest. 1755, Academiker inPetersburg, berühmt durch seine Reise nach Sibirien (1738—45),kam später als Professor der Chemie und Botanik nach Tübingenzurück.
Philip Friedr. Gmelin, geb. 1722, gest. 1768, folgte Joh.Georg G. als Professor in Tübingen.
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